Not yet dead. But not all here.

natzdalekblick

Mich gibt es es noch. Also auch als Blogger. Doch die Zeit ist knapp und neben denn Kritiken bei den Fünf Filmfreunden und der Arbeit für moviepilot fehlt die Muße zum regelmäßigen Bloggen. Doch irgendwie bekomme ich auch gerade wieder Lust etwas zu machen, was kein Video ist. Also vielleicht reaktiviere ich das Blog hier ja. Oder vielleicht ist es nur ein Samstagnachtimpuls der schnell verfliegt.

Doch noch bin ich nicht ganz weg.

Und nicht ganz hier.

This is Halloweeeeeen!

Happy Halloweeen! Okay es ist noch ein paar Tage hin, aber die meisten werden wohl eh am Wochenende schon Halloween vorfeiern.
Hier ist das diesjährige Video von Manniac und mir zum wichtigsten Fest des Jahres.

Dieses Video entstand, wie ihr vermutlich schon gemerkt habt in Kooperation mit Pringles 🙂 Und ihr könnt auch noch Fünf Pakte gewinnen mit je 10 Burger King Gutscheine sowie 3 Dosen Pringles!

Alles was ihr machen müsst ist kommentieren und Glück haben – aus allen Kommentare ziehe ich in zwei Wochen die Gewinner!

NoHomo – Warum Heteros nerven!

Vor ein paar Jahren hatte ich ja mal den Text “Pimmelzwang und Seifenblasen” geschrieben in dem ich die Dinge aufgelistet haben, die mich immer wieder nerven, wenn sie von Leuten gesagt werden, die sich eigentlich für völlig tolerant und aufgeklärt halten. Das hat sich leider nicht wirklich geändert, außer das in den letzten Monaten auch hierzulande das idiotische NoHomo als Satzabschlussfloskel aus dem angelsächsischen Sprachraum übernommen wurde. Zeit also auch mal ein Video aus dem Thema zu machen.

Danke an die beiden Gastheteros Flo von Flovloggt und Chan von Applewar und natürlich Quotenschwuppe Manniac die mich bei dem Video unterstützt haben.

Geht kacken! РEine Emp̦rung

Der nachfolgende Text ist Teil der ersten Ausgabe des lesenswerten Magazins “Echauffier – Das Magazin für Empörung”, welches vom geschätzten Ex-Kollegen Khesrau mit herausgegeben wird. Für die im Januar erschienene erste Ausgabe bat er mich einen Text beizusteuern, wobei ich keinerlei Ahnung habe, warum er beim Thema Empörung ausgerechnet an mich dachte. Ich bin ja mithin als ruhiger, ausgeglichener Menschenfreund bekannt, der sich bestenfalls in Ausnahmesituationen mal eines rustikalen Wortes befleissigt. Wie dem auch sei, hier nun mein Beitrag zu Echauffier, dem ich den lieblichen Titel “Geht Kacken” gab:

GEHT KACKEN!

Wenn ich etwas wirklich vermisse in Blogs, sozialen Netzwerken und Foren, dann ist es der „Geh kacken!“-Button. Denn je länger ich als Digital Native unterwegs bin, desto häufiger stolpere ich über die virtuellen Jammerlappen, die anonymen Gegenstücke zu den Menschen die ich schon zu Schul- und Unizeiten ganz real nicht ausstehen konnte.
Menschen deren Selbstwertgefühl anscheinend so sehr an ihren „Likes“ wie man heute sagt, hängt, dass sie nicht in der Lage sind irgendeine Form von Kritik zu akzeptieren, ohne sich persönlich bis tief runter in die langweilige Dunkelkammer in der ihr ICH wohnt, angegriffen und beleidigt, verletzt und getroffen zu fühlen.

Was es für einen Kritiker, der sich gerne auch mal einer deutlichen Zuspitzung bedient nicht eben einfach macht. Denn wenn jede Filmkritik, jede Aussage über eine Musikrichtung, Sockenfarbe oder Zeitschrift gleich als zwischenmenschlicher Holocaust interpretiert wird, fehlt einfach eine gewichtige Grundlage der Diskussion: Der gesunde Menschenverstand.

Nun wäre das einfach, wenn diese Reaktionen nur aus Richtung adoleszenter Pubertätsbolzen kämen, deren im Aufbau befindliches, fragiles Selbst schon durch zu lautes Husten aus der Balance gebracht werden kann. Die Zielgruppe die früher mit wütenden Briefen Zeitschriftenabos kündigte, weil ein Redakteur unvorsichtigerweise andeutete, die Kelly Family stamme vielleicht doch nicht in direkter Linie von Jesus ab.

Heute werden natürlich nicht mehr Briefe geschrieben, sondern Foren mit rudimentär-Gramatik und veritablen Todesdrohungen zugepflastert, wenn das Idol des frischhormonierenden Backfischs in irgendeiner Form verunglimpft wurde.

Doch das sind Teenager, die lebende Argumente gegen ein Wahlrecht ab 16 und für die Abtreibung bis zum vollendeten 11. Lebensjahr. Die haben genug damit zu tun überhaupt erstmal eine Persönlichkeit, Sexualität und einen Gleichgewichtssinn zu finden und leben in einer spannenden Wachstumsblase in der sehnsüchtige Selbstsuche, halbgares Philosophieren gleich wichtig ist, wie Furzgeräusche und wissendem Kichern, sobald das Wort „Loch“ fällt. Was nahelegt, dass „Matrix“ nur noch durch die Tatsache hätter verbessert werden können, dass statt Keanu Reeves Adam Sandler oder Kevin James den Neo gespielt hätten.

Leider ist es ein verbreiteter Irrglaube, mit Abschluss des 20. Lebensjahres oder wann auch immer die Adoleszenz heutzutage endet (glaubhafte Studien versichern spätestens Ende 40 sei das schlimmste überstanden) , wäre das Gequengel endlich vorbei. Denn je länger es gilt „jung“ zu bleiben, desto weniger diskursfähig werden die Leute. Und so wimmelt es im Netz wie in U-Bahnen, Arztpraxen und Selbsthilfe-Gruppen „Prenzlauer Jungmütter ohne Doppelnamen“ von Menschen die nicht in der Lage sind zu diskutieren oder andere Meinungen hinzunehmen ohne gleich ihr Ego aufs Schafott zu stellen und dem Autoren in sprachlich meist eher einfacher Form ein baldiges Ableben oder zumindest eine exotische, aber sehr schmerzhafte Darmkrankheit zu wünschen.

Und während die viel beschworene Generation LOL immerhin noch den Jugendbonus als Entschuldigung anführen kann und mittels eines Idiotenfilters (der einfach jeden Kommentar automatisch löscht der mehr als ein Ausrufezeichen verwendet) ignoriert werden kann, beanspruchen die älteren Heulsusen menschlich ernst genommen zu werden. Was schwerfällt, da sie in der Regel nicht in der Lage sind eine Kritik oder auch nur Ausspruch zuende zu lesen oder sich gar dessen Argumente vorzunehmen. In verletztem Harnisch regnet es mit schöner Regelmässigkeit also dieselben Kommentare.

Text für Text kommen im Gespräch oder in Kommentaren dieselben Erwiederungen: „Du kennst das Werk ja gar nicht “, „Du hast das bloß nicht verstanden“, „Wenn du den Film nicht magst dann guck ihn einfach nicht“, „Du findest den bloß doof weil ihn alle anderen toll finden“, „Du findest ihn bloß toll, weil ihn alle anderen doof finden“, „Jeder hat halt seine Meinung!“, „Das ist eben Popcorn-Kino!“ und immer wieder das klassische Mantra-Triumvirat aller Idioten: „Du bist überhaupt nicht objektiv!“, „Machs doch selbst erstmal besser!“ und „Man muß sein Gehirn auch mal ausschalten können!“.

Eine Forderung die weniger absurd wäre, machten diejenigen die sie bringen nicht den Eindruck ihr Hirn beim ersten Kino-Besuch ausgeschaltet und es danach nie wieder angeschaltet zu haben. Doch ehe sich die Leser mit Abitur oder Hochschulabschluss jetzt freuen: Obige Reaktionen kommen gerne und oft auch von Menschen, die für sich überdurchschnittliche Bildung reklamieren und über Mainstream die Nase rümpfen.

Denn wenn sie die Altare ihres eklektischen Geschmacks besudelt sehen, mutieren sie ebenso zum beleidigten (und beleidigenden) Troll, wie der gemeine Inception- und Avatar-Fan, der eher unerfreut zur Kenntnis nimmt, dass die von ihm angehimmelten Filme nicht zwingend das Weltwissen auf eine nie dagewesene Stufe anheben, nur weil er dort zum allerersten Mal davon erfuhr, dass es doof ist die Natur zu zerstören und das Träume psychologisch deutbar sind.

Sheeesh. Kinder. Wo bleibt die Freude am Diskurs, das genüßliche Sezieren eines Arguments im Versuch es zu entkräften? Woher kommt diese Konsens-Sucht, nur hören und lesen zu wollen, was eh die eigene Meinung ist? Wie langweilig ist es, nur Kritiker zu lesen deren Meinung ich zustimme. Wieviel spannender ist es, sich konträren Sichtweise zu öffnen, ohne den Anspruch zu haben, am Ende müsse ein Konsens stehen. Woher stammt die gerade in Deutschland so verbreitetete Kuschelsucht, die nach objektiven „sowohl-als-auch“-Bewertungen hungert und deutliche Positionen ablehnt?

Warum ertönt ausgerechnet in Deutschland so häufig der Ruf eine Kritik solle „objektiv“ sein. Worin gründet sich die dauernde Drohung der Leser beleidigt abzuhauen, weil man nicht ihre Meinung sekundiert. Woher kommt die Masse der Leute, die Dinge mögen, aber nicht sagen können warum?

Diese Unfähigkeit ein Argument zu verstehen, weil Popkultur selbst nichtmal auf einer Minimal-Ebene reflektiert wird – und das auch von Leuten die gerne „mal was anspruchsvolles sehen“. Was in dem Fall dann meist bei „American Beauty“ anfängt und bei „Lost in Translation“ aufhört.
Deren Ego Angesichts einer Kritik an etwas das sie mögen (nicht etwas das sie etwa selbst geschaffen haben) so bedroht zu sein scheint, dass sie nur noch durch persönliche Anwürfe („du findest sicher keine Frau zum ficken, deswegen schreibst du sowas“) reagieren können. Woher kommen diese Massen an Menschen, die exakt dieselben Sätze ausspucken und die absolut unfähig sind zu diskutieren? Und wie könnte man sie ändern?

Wahrscheinlich ließe sich da mit anständiger Bildung, Medienpädagogik und Wechselwarmen Bädern viel erreichen. Doch ich bin es mittlerweile müde und habe aufgehört mir diese Fragen ernstlich zu stellen.

Aber den „Geh Kacken!“-Button – den hätte ich wirklich gerne.

WTF 2010 – Das war schon wieder ein Jahr?

Je älter man wird, desto schneller vergehen ja die Jahre. Heute ist quasi jedes Wochenende Silvester – zumindest gefühlt. Da bleibt die Rückschau nicht aus. Mit Manniac hab ich deswegen einen ganz persönlichen, enthusiastischen Jahresrückblick aufgenommen. Da müsst ihr jetzt durch.

Und wenn ihr wissen möchtet wie der Batz und seine Freunde ein wildes, ausgelassenes Silvester feiern, dann schaut euch manniac-Video dazu an:


Manniacs Silvester 2010

Und in der Zwischenzeit… das Leben (oder warum der Batz so selten bloggt)

Mich beißt ja doch immer mal wieder das schlechte Gewissen in den Arsch, wenn ich ins Batzlog schaue und merke, dass ich schon wieder ein paar Monate nichts geschrieben, nichts geblogged habe. Der Preis des Erwachsenwerdens oder doch nur des Vollzeitjobs? Vielleicht. Denn nach einem Tag in den Contentgruben, fehlt dann doch oft einfach die Energie sich gleich wieder an den Rechner zu setzen und zu bloggen.

Und je kaputter man ist, desto egaler werden dann auch die Sachen über die ich als Arbeitsloser noch die Energie hatte mich aufzuregen. Thilo Sarazzins Auswürfe, die seine PR-Agentur ARD genial vermarktet, das Gestammel der anderen PolitkasperInnen und die jeweils letzte Sau die durch die Boulevardpresse und Klein-Blogistan tigert – all das wird zum Hintergrundrauschen und ist – genau betrachtet dann eigentlich auch gar nicht so wichtig. Solange morgens nicht gefühlt Weltkrieg ist, bleibt der Puls im Grünen Bereich.

Und doch fehlt es mir und doch bedauere ich es, wenn ich alte Texte hier lese, die alten Podcasts höre und mich an die alte Wut erinnere, die viele der schöneren Postings hier beflügelt hat. Wutlosigkeit – nicht zu verwechseln mit Altersmilde, weicht dem Zetternden Zorn, wenn die Beschwerlichkeiten die die BVG dem Erreichen der Arbeitsstelle in den Weg liegt schwerer wiegen als Bürgerkriege im TakaTuka-Land.

Dennoch. Dem Batz gehts, im großen und ganzen Gut. Und verglichen mit anderen Menschen muss ich dann doch noch weit weniger erwachsen sein, als diejenigen die schon in Reproduktionsgemeinschaften einbetoniert ihr Dasein fristen. Das sind die kleinen Krümel vom Glückskeks, für die es Dankbar zu sein gilt. Ich könnte auch in der misslichen Lage sein, schon jetzt genau zu wissen, wo ich in 10 Jahren sein werde. Und dann hätte ich Grund zum Wehklagen und Zähneklappern…

So sei dies hier ein kurzer Zwischenstand. Eine Momentaufnahme. Das Batz ist ein Schritt erwachsener und dennoch weit davon entfernt angekommen zu sein. Denn der Job ist trotz allem Stress, der beste den ich mir wünschen kann. Der Manniac ist nach wie vor der einzig wahre BFF (wie ich mir sagen ließ beste Freunde von jungen Menschen heute genannt werden) und auch die Frau Dwarsloeper und Herr Marcellus, der Freischwimmer und das Murmel, Herr Kutter und Frau Stine, Herr und Frau Welding und viele andere neue Menschen die Netz an meine Ufer schwappen ließ, sind Grund genug dankbar und zufrieden zu sein.

Weiter gehts also.

Hier im Batzlog.
Bei den Fünf Filmfreunden – dem einzig wahren deutschen Filmblog 😉
Auf Twitter
Und auf YouTube

und natürlich auf Maloche -> drüben bei moviepilot

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Apropos Job… hier finden sich die Videos die ich beruflich für moviepilot so mache

Und wer noch nicht anderweitig mitbekommen hat, was ich so treibe wenn ich nicht im Batzlog blogge, für den gibt es nach dem Klick ein paar kleine Gedächnisstützen.

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Reif für die Insel?

Nach ein paar Tagen Besuchsprogramm auf der Insel, die ich beruflich besuchen durfte und das ich auf eigene Rechnung ein paar Tage verlängerte, kommt mir Berlin wie ein Hippie Paradies vor. London ist cool, Oxford ist sehr geil und vom Regen in Brighton kann Hamburg noch etwas lernen.

Doch an diese Dauerüberwachung und Bevormundung kann ich mich schwer gewöhnen. Keine Straße die nicht sagt was man zu tun hat. Keine Kreuzung und kein Pub ohne CCTV, kein Ubahnhof ohne Vorsicht vor Koffersprengungs-Durchsagen, kein Badezimmer das nicht ermahnt die Duschmatte festzudrücken, den Vorhang zuzuziehen und sich auch untenrum richtig zu waschen. Jetzt weiß was ein Nanny-State ist und hoffe dringlichst, das es in Deutschland nicht auch so weit kommt. Gegen den Ordnungswahn und die Sicherheits-Paranoia in London wirkt selbst München wie eine relaxte Stadt die ganz locker durch die Hose atmet.

Wie wenig die Insel in Europa angekommen ist, zeigt sich nicht nur beim umständlichen einchecken, sondern auch bei der Rückkehr in Deutschland, wo man ernstlich gezwungen wird beim Aussteigen den Ausweis vorzuzeigen.

London Calling.

Wahrscheinlich haben sie vergessen unsere Fingerabdrücke zu nehmen.

Was wir dort noch alles erlebt haben, könnt ihr in den Videos von Manniac miterleben. Und warum ich überhaupt dort war, seht ihr demnächst auf moviepilot 😉

Spanische Tarnkatzen und schamloses Betteln

Bild 012-klein

In Sitges Spanien laufen überall verwilderte kleine Straßenkatzen herum. Damit sie nicht so auffallen haben sie die Fähigkeit ihr Fellmuster dem Hintergrund anzupassen.

Ich dachte ihr solltet das wissen.

Und ich hab in knapp einer Woche Geburtstag.

Ich würd mich über Jesse Eisenberg oder Joseph Gordon Levitt freuen.

Ansonsten nehm ich auch was von meiner Amazon Wishlist. Oder ein Brazil-T-Shirt. Oder ein Skynet- oder OCP-Hoodie (L) von LastExittoNowhere. Es wird Winter und son Batz muss sich warm halten.

Kind of Batzcast: Die Wahrheit über die USA

Okay, mein letzter Blogeintrag berichtete euch ja von meinem kurzen US-Trip. Zwischenzeitlich war ich ja wieder in Berlin und auch noch in Sitges, Spanien und habe dort mit Zombies gekämpft. Zurück im Alltag bin ich jetzt endlich dazu gekommen, den US-Trip in einem Video für moviepilot zusammenzuschneiden. Also, ich bitte um gebührende Würdigung.


YouTubeDirectDisney

Die Zukunft der Musikvermarktung – L.A. Style

Die Musikindustrie hat es schwer. Deswegen jammert sie auch gerne lang und lästig über Raubkopierer, die ihnen ihre Villen im Tessin wegkopieren wollen.

Zeit kreativ zu werden und nachdem die reine Androhung einer zünftigen Notzüchtigung durch Kinospots und ähnliches nicht mehr zieht, ist man in L.A. schon einen Schritt weiter: Gegen Raubkopierer helfen nur noch Raubverkäufer.

Im Einzelnen sieht das dann so aus: An geeigneten touristenaffinen Stellen (z.B. Venice Beach), verteilen sich junge Menschen die sich als aufstrebende Rapmusiker zu erkennen geben. Sie drücken Menschen im vorbeigehen ungefragt eine CD in die Hand und setzen ihnen blitzschnell ein paar Kopfhörer auf aus denen Ghettorap oder sowas wumpert.

Der verdutzte Spaziergänger wird nach rund 30sekunden bewumperung nun gefragt wie ihm das gefallen habe und da er gut erzogen ist, sagt er sowas wie “Its okay”. Das wird von dem jungen Rapmusikern als Ausdruck extremer Begeisterung interpretiert, der daraufhin fragt wo man denn herkomme und wie man heiße. Antwortet man beispielsweise Oliver, from Berlin, wird dies nochmal enthusiastisch wiederholt: “Yeah OOOOLIVER, great great, I love Berlin. We once worked with Jan Delay, did you know?” Jaja whatever.

Und ehe man sichs versieht besteht der junge Musiker darauf, einem die CD zu signieren, weil er sich so darüber freut, das man ihn unterstützen will. Und während man noch genau versucht rauszubekommen, was er mit support überhaupt meint, ist die CD auch schon signiert und nicht nur die, denn plötzlich sieht man sich einer ganzen Gruppe von Rapfreunden entgegen, die einem ebenfalls ungefragt signierte CDs entgegenstrecken und zu verstehen geben, man solle ihnen dafür doch jetzt pro Nase 10$ geben.

Reagiert man darauf eher unenthusiastisch, weicht ihr Grinsen plötzlich einem sehr unentspannten Gesichtsausdruck: “Hey man, don’t be mean … you wanted these! I signed it for you!” Und sie stehen plötzlich sehr dicht um einen herum in dieser Ecke des Venice Beach von der man sich gar nicht erinnern kann dort mit ihnen hingeschlendert zu sein. “You gotta be fair, Oliver… You wanted these.” Äh was wollte ich? Ghettorap-CD’s? So sehr wie ein Schuss ins Knie wollt ich die. Was irgendwie auch im Bereich des möglichen scheint, wenn der Gesichtsausdruck des einen Nachwuchsmusikers richtig zu deuten ist. “It’s only 10$ each, we signed this for you…” Ja danke, so nah ist nah genug. “We got to be fair to each other or else…” Or else? Und da hinten kamen dann bereits weitere signierwillige Musiker angelaufen, die mit ihren CD’s winkten.
Ja, lasst uns fair sein. Ich geb euch 30$ und ihr lasst mich weitergehen?

Klingt fair. Sehr fair. Finden auch die Musiker, deren Grinsen plötzlich wieder zurückkehrt.

Man ist froh wieder auf freiem Fuss zu sein, kehrt an die Stranpromenade von Venice Beauch zurück und hat ein paar signierte CD’s und das Gefühl so richtig klassisch abgezogen worden zu sein.

Wie ich Deutschland kenne wird es nicht lange dauern und dieses Verkaufsmodel setzt sich auch hierzulande durch.

Dann passt auf, wenn euch der Verkäufer im Ikea nach dem Namen fragt. Sonst habt ihr plötzliche ungefragt eine signierte Einbauküche am Hals.

Batz goes to Hollywood

Überraschend wurde mir letzten Montag mitgeteilt, dass ich für ein Presseevent nach L.A. eingeladen bin und morgen um 10:30 geht es los. Am Freitag werde ich wieder da sein.

Ich bin aufgeregt, unruhig und hab ordentlich Reisefieber. Die letzte US-Reise lag immerhin in der Vorbush-Zeit und ich hatte manniac an meiner Seite. Diesmal gehts alleine rüber und manniac wird meine Wohnung hüten und die Katzenknuddels verpflegen.

Er hat mir auch bis eben Gesellschaft geleistet und geholfen die Aufregung etwas zu bändigen. Danke dafür. Ich bin wohl wirklich ein Weichei, wenns um so Spontanreisen geht. Dennoch als Filmfreak und Freund wäre es töricht diese Chance nicht wahrzunehmen.

Wünscht mir guten Flug, das das Magengrollen weggeht und dann sehen wir uns am Freitag abend hier wieder. Oder zwischendurch mal per Twitter, falls das W-Lan im Hotel funktioniert.

Fiep.

*Weghoppel*

Jay Brannan in Berlin

Die letzte Woche war ziemlich stressig und deswegen hätte ich beinah abgesagt, als mich manniac gestern spontan gefragt hat, ob ich mit zum Konzert von Jay Brannan kommen möchte, einem Musiker der vor allem durch den Film Shortbus bekannte wurde, sich mittlerweile aber auch bei YouTube und durch zwei Alben eine kleine Fangemeinde erspielt hat.

Zum Glück hab ich meinen Arsch doch noch hochbekommen und bin mitgegangen, denn der Abend entschädigte für viel Streß und Nervereien der vergangenen Woche. Alleine Jays Coverversion der deutschen Theme-Musik zu Disneys Gummiebärenbande sollte genug sein um auch dem Grinch persönlich das Wochenende zu versüßen.

manniac hat einige Eindrücke für seinen englischen YouTube-Channel zusammengeschnitten, die euch einen kleinen Eindruck des Abends vermitteln. Jay Brannan über deutsche Bahnhöfe, gewaltätige Türsteher, warum man in Deutschland keine Türen fotografieren darf und natürlich: Gummmibären!


YouTubeDirectGummiebear

Und hier noch ein Video von Jay: “Housewive” – Träumen wir nicht alle davon Hausfrau zu sein?


YouTubeDirectHausfrau

Wenn ihr wissen möchtet wo Jay noch zu sehen ist: Hier gehts zu seiner Homepage

Balla Balla Ballon…

Ich bin ja so gerne erwachsen 😉 Doch immerhin gibts neben den anstrengenderen Momente im Job ja auch die, die Spaß machen, wenn zum Beispiel ein Projekt fertig wird. Mit manniac hab ich zusammen dieses Spiel für den neuen Pixar-Film OBEN alias UP gebastelt und das ist gleich in doppelter Hinsicht eine Premiere, denn es ist nicht nur das erste waschechte Spiel das wir geklöppelt haben, sondern auch nach langer Zeit wieder ein Pixar-Film den ich ohne Abstriche klasse fand.

Die fleissigen Profizocker bei moviepilot haben mich zwar schon längst abgehängt, aber ich werd trotzdem zusehen meinen Highscore noch zu steigern. Vielleicht brauch ich einfach ne andere Maus…

Und wieviel Punkte schafft ihr so, die ihr euch ab und zu noch herverirrt, auch wenn ich meine Postingfrequenz aus Stressgründen auf ein nicht vertretbares Maß zusammenschrumpfen ließ und hier natürlich mal wieder Besserung gelobe…?