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    Garry Poppers u.d. Möse des Schreckens 1

    Der Junge der was erlebte

    Es sollte bis zu seinem 16.Lebensjahr dauern, ehe Garry Poppers die Wahrheit über seine Bestimmung erfuhr. Jahrelang hatte er in einem schrank-großen Zimmerchen im Keller unter der Treppe gewohnt, doch jetzt war es an der Zeit endlich aus dem Schrank zu kommen.
    Die Koffer waren gepackt. Sein Onkel hatte ihn vor zwei Wochen erwischt, als er heimlich im Bett mit seinem Zauberstab spielte und dabei versonnen im "Herr der Ringe"-Klebealbum die Bilder von Legolas liebkoste. Jetzt hieß es ab ins Internat. Garry hatte nicht protestiert. Der Hass und Abscheu der über ihn hinweggespült war, der aus jedem Satz seines Onkels troff, hatten ihm nur klar gemacht, das es hier kein Zuhause mehr gab.

    Die Worte klangen ihm noch im Ohr: »Eine dämliche Tunte! Genau wie sein Vater!«
    »Wir können ihn nicht hierbehalten, Sermon! Er könnte unseren kleinen Dickie mit seinen abartigen Gelüsten anstecken.«
    Garry grinste müde. Ehe er Hand an seinen speckigen Vetter legte, würde er lieber auf Lebenszeit sämtlicher Unzucht abschwören. Doch es schien der falsche Moment zu sein, seinem Onkel und Tante zu sagen, das ihre Leibesfrucht etwa halbsoviel Sexappeal hatte wie ein Verkehrsunfall. Garry war die Streits müde. Die Diskussionen. Sein Leben lang, zumindest solange er zurückdenken konnte, hatte er das Gefühl gehabt nicht "zu passen". Seine Eltern waren bei einem Haushaltsunfall ums Leben gekommen als er kaum vier war. Seither, schlug er sich bei der Schwester seiner Mutter und deren grobklotzigen Ehemann durch.

    Garry stand mit ihm von jeher auf Kriegsfuss. Sein Interesse an Fußball und anderen sportlichen Aktivitäten war eher gering. Bestenfalls Völkerball und Herrenturmspringen, vermochtem ihm geringe Aufmerksamkeit zu entlocken. Von Autos wusste Garry nur, das sie vier Räder hatten und das man irgendwo Benzin reinkippte. Damit schnell im Kreis zu fahren und das Sport zu nennen, fand er dämlich.

    Und im Gegensatz zu seinem Vetter Dickie, wurde im Laufe der letzten Monate immer deutlicher, das er nicht darauf brannte in nächster Zeit eine "kleine Freundin" mit nach Hause zu bringen. Auch wenn seine Chancen bei den Frauen sicher besser standen als Dickies. Garry war keine klassische Schönheit, aber sein Aussehen war durchaus angetan pubertierenden Mädchen ein leises Seufzen zu entlocken. Er sah ein wenig älter aus als sechzehn, hatte tiefbraune-große Augen, breite Schultern die andeuteten, das er mit etwas Mühe durchaus einen trainierten Körper hätte haben können, wenn er nicht so verdammt faul wäre., einen Teint der wohl in einer Sonnebanktabelle mti Typ 3 bezeichnet worden wäre und einen zerzausten Haarschopf, der stets auf stylische Weise verwuschelt aussah. Und ein Lächeln das Lehrerinnen dazu brachte ihn auch bei falschen Antworten mit wohlwollendem Nicken zu bedenken.

    Garry hatte noch nie ein Mädchen angesprochen. Geredet sicher. Er hatte Freundinnen. Sicher. Aber es waren Kumpels, mehr nicht. Dieses unwohle, flatterige Gefühl hatte er bislang nur verspürt, wenn er einen Schulfreund fragte, ob sie am nachmittag etwas zusammen unternehmen wollten. Sein ehemals bester Freund sprach seit zwei Moanten nicht mehr mit ihm. Es war jetzt zu spät für Verabschiedungen.

    Die Koffer waren gepackt. Das Bestätigungsschreiben war gestern eingetroffen. Das St. Constantines Institut für herausgeforderte Jugendliche, von den Schülern spöttisch "Cockwarts" genannt, würde für die nächsten sechs Monate sein Zuhause sein.
    Es klingelte.
    »Das muss der Mann vom Schwulministerium sein!« Onkel Sermon lachte über den eigenen schalen Witz und öffnete freudig die Tür. »Da sind sie ja endlich! Es steht alles bereit, sie können ihn gleich mitnehmen!«
    Ein großer, stark behaarter Mann in Motorradkluft blickte sie an. Er nahm die Versace-Sonnenbrille ab, trat einen Schritt auf Garry zu.
    »Du musst Garry Poppers sein«, sagte er und strich versonnen durch seinen filzigen Schnauzbart.
    »Sie haben von mir gehört?«
    »Das wäre zuviel gesagt. Aber ich kannte… deinen Vater. Du hast viel Ähnlichkeit mit ihm. «
    Garry wünschte der Mann würde aufhören sein Schulter zu massieren.
    »Ähm ja… das ist sicher eine ganze bezaubernde Geschichte, schade das wir dafür jetzt keine Zeit haben.« Tante Plumsklo raffte eilig Garrys Sachen zusammen und drückte sie dem grobschlächtigen Mann in die Hand. In einer fließenden Bewegung hatte sie ihn und Garry hinausgeschoben.
    »Hier ich wünsche ihnen gute Reise!«
    Garry folgte dem Mann zögernd. Unwohl musterte er das auf dem Fußweg geparkte Motorrad. Er sah noch einmal zur Haustür zurück.
    »Auf Wiedersehen Onkel Sermon, auf Wiedersehen Tante-«
    KLAPP!!!
    »Sie… sind keine Freunde von sentimentalen Abschieden«, sagte Garry entschuldigend. Der große Mann war inzwischen aufgesessen und startete die Maschine.
    »Ich bin Fagrid.. du kannst mich Faggy nennen… Los hüpf rauf!«
    »Kann ich nicht lieber im Beiwagen…?«
    »Da sind deine Koffer drin. Los steig auf und leg deine Hände um meine Hüften.«
    Garry schluckte. Widerwillig stieg er hinter Fagrid aufs Motorrad. Ein letzter Blick auf den Ort, der bisher sein Zuhause gewesen war. Von nun an wartete das Unbekannte auf ihn. Eine neue Welt. Andere die so waren wie er. Er hatte Angst.
    »Halt dich ordentlich fest! Ja so ist gut.«
    Mit einem heiseren Aufröhren brauste die Maschine die Landstrasse herunter – bis sie am Horizont verschwand.

    ***

    Tante Plumpsklo ließ die Gardine herunterfallen durch die sie herausgelugt hatte.
    »Meinst du, wir haben das Richtige getan?« fragte sie.
    »Aber sicher Pupsi!«, dröhnte Onkel Sermon, »aber sicher! Die werden dem Jungen die Flausen schon austreiben in St. Constantine! Die machen einen echten Mann aus ihm.«
    Dann gingen sie zum Kaffee.

    +++

    Weiterlesen? HIER geht’s zur Übersicht aller bisher erschienene Kapitel

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    Von Batz am 24, 6, 2004 um 18:28 in Garry Poppers | 7 Kommentare »

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    7 Kommentare zu “Garry Poppers u.d. Möse des Schreckens 1”

    1. Sunny Sagt:

      Hahaaa…das ist ja soooo geil…Bin gerade durch Wikipedia auf diese Seite gestoßen (die schwule Paradie wird im Artikel über Harry Potter erwähnt) und ich find’s zum Brüllen komisch. Ich muss das unbedingt meinem besten Freund (schwul) zeigen….Ich schätze, den restlichen Tag werde ich hier am PC verbringen um die anderen 33 Kapitel auch noch zu lesen! Großes Tennis, wirklich!

    2. Wolfram Sagt:

      Super, ich dachte, Harry Potter wäre klasse, aber das übertrifft ihn bei weitem. Ich hoffe, der wird auch verfilmt!?

    3. Mokey Sagt:

      Danke wikipedia, vielen Dank!
      Mein Tag ist definitiv gerettet durch Garry Poppers.

    4. annka Sagt:

      wieeeeeeeee geil ^^
      wollte eigentlich im netz rausfinden, wie der 7 teil endet und dann DAS LOL

    5. Tobe Sagt:

      nice one….fast so gut wie unser horny hotter und die kammer des schleckens…horny hotter und ron wixley gg die masturbatoren… ;-)

    6. Bloggy.blog.de Sagt:

      Ah, da isses ja auf Deutsch. Sorry. =)

    7. Marius Sagt:

      Ha! “So viel Sexappeal wie ein Verkersunfall” – geklaut von Douglas Adams!

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