Vor einem Jahr…
In Zukunft
Kurze Frage- kurze Antwort
Nicht nur Neun Live belästigt einen mit virtuellen Hütchenspielern, auch Btv verseucht neuerdings insomanische Zuschauer mit paranormalen Glückskeksen.
Lassen sie sich die Karten legen oder aus dem Kaffeesatz lesen. Kurze Frage, kurze Antwort. Muss ich sterben. Sicherlich. Werde ich je wieder essen? Die Sterne sind sich da nicht ganz sicher.
Wo bekommt man eigentlich die ganzen Astrologie-Elsen im Walle-Walle-Gewand her? Sind das alles orakelnde Ich-AGs?
Und ein Doppelkinn allein macht noch kein Zweites Gesicht. Das vielleicht bedenken.

Quote / Unquote
Zitate
“Before you judge a man, walk a mile in his shoes. After that, who cares? He is a mile away, and you have his shoes!…”
-Billy Connely, Schottischer Comedian
Letztes Lichtspiel: Eternal Sunshine…
..of the spotless mind – 108 Minuten Memory spielen
Originaltitel: Eternal Sunshine of the Spotless Mind
Herstellungsland: USA 2004
Regie: Michel GondryDarsteller: Jim Carrey, Kate Winslet, Kirsten Dunst, Tom Wilkinson, Elijah Wood
Bisweilen hat man dieses Gefühl, das jemand einem einen Witz erzählt, von dem man genau weiß wie er ausgeht. Das mag in Ordnung sein, wenn es ein guter Witz ist. Problematisch wird es wenn der Witz 108 Minuten geht.
Ein ähnliches Gefühl beschlich mich nach 20 Minuten in "Eternal sunshine…" – man weiß wohin die Reise geht, darf aber keine Abkürzung nehmen.
Dabei ist die Grundidee eine sehr schöne, die zumindest eine solide 30min Twilight Zone-Folge abgegeben hätte: Was wäre, wenn man unliebsame, schmerzliche Erinnerungen einfach aus dem Gedächnis tilgen kann um unbelastet sein Leben weiter zu führen. Eines der einprägsamsten Bilder des Films ist denn auch der Moment in dem die männliche Hauptrolle (Held wäre für diesen Langweiler zuviel gesagt), eine Karte erhält auf dem steht, das ihn seine Freundin aus dem Gedächnis löschen ließ und er sie bitte nicht mehr dran erinnern soll.
Was für Möglichkeiten einer Geschichte. Wie satirisch und pointiert hätte man sezieren können, ob es tatsächlich wünschenswert ist selektiv Erinnerungen zu löschen. Leider entschließt sich der Film dazu eine handelsübliche Liebesgeschichte zu erzählen. Und das in einem Tempo und einer Bildsprache, die Eric Rohmer-Filme als gewagte, hyperkinetische Popkultur erscheinen lassen.
Bar jeden Humors stolpern die Figuren durch den Film. Alles ist in fahlen Tönen gehalten, was per se kein Negativum ist, in Zusammenspiel mit der elegischen Erzählweise und der freudlosen Handlung sehr ermüdet.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 26, 7, 2004 um 13:39 in CineBatzFlatliners
todays a good day to die.
Dinge die noch Zeit gehabt hätten:
Jerry Goldsmith (1929-2004) – the final frontier…
Bodo Hauser (1946-2004) – Keine Fragen mehr, Kienzle.
R.I.P.
Letztes Lichtspiel: Spider-Man 2
Mit großer Macht kommt großer Blödsinn
Originaltitel: Spider-Man 2
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2004
Regie: Sam RaimiDarsteller: Tobey Maguire, Kirsten Dunst, Alfred Molina, James Franco, Elizabeth Banks

Manchmal sitzt man im Kino und wünscht sich jemand würde den Feueralarm auslösen, oder einem eine Frontallobotomie verpassen. Irgendetwas, das diesen Albtraum mit einer heiteren Note unterbricht.
Doch nichts geschieht. Das Publikum ist paralysiert, keine Reaktion, kein Lachen durchdringt die ungläubige Stille. Nichtmal die üblichen Idioten mit ihren Laserpointern und ihre debilen "Ich lach auch über drei Jahre alte Werbungen"-Freundinnen haben gelacht. Oder irgendwie reagiert.
Spider-Man ist zurück. Ja dieser realistische Superheld. Der so menschlich wirkt weil er mit all den Alltagsproblem zu kämpfen hat genau wie wir Durchschnittloser. Und was für ein Loser er ist. Der komplette erste und der halbe zweite Akt des Films beschäftigt sich nur damit Peter Parker als unselbständiges weinerlich-vertrotteltes Arschloch zu zeigen, der es wirklich so richtig dolle schwer hat. Er wird ausm Pizzabotenjob geworfen, vom Uniprofessor angemault, verliert sein Freundin in spe und seine Spinnekräfte stottern plötzlich. Und weil er so "süss" linkisch ist fällt er dauernd aufs Maul oder eckt irgendwo an, weil er ja anscheind die motorische Koordinationsgabe eines epileptischen Tanzbären besitzt.
Nach zehn Minuten des Films hat man den Wink der Filmemacher verstanden: Jau, uns' Peter is ne arme Sau. Schade das der Film nicht müde wird, uns diese Tatsache zu erzählen. Immer wieder. 40 Minuten. 50 Minuten. Wir erleben einen Helden bei dem man schon froh ist, wenn er beim Nutella-Brot streichen keine bleibenden Verletzungen erleidet.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 22, 7, 2004 um 19:32 in CineBatz, LiteraBatz, TagesBatzGarry Poppers u.d. Möse des Schreckens 7
Frühstück bei Spiffanys: Zuhaus im Hause Spiffyfdorm
Zwei Monate plätscherten ins Land. Zu Garrys Verwunderung, stellte sich schon nach kurzer Zeit so etwas wie Normalität ein. Die anfängliche Aufgeregtheit, die Novität hier zu sein, unter lauter Jungen und Mädchen die auch "anders" waren, verflog schon bald. Anders ist eine Frage des Umfelds und es fiel schwer sich anders zu fühlen, wenn man nicht mehr die Ausnahme war. Sogar die Vielzahl zusätzlicher Unterrichtsfächer, die hier neben dem Grundwissen unterrichetet wurden verloren bald den Reiz des Neuen.
Schule, so entschied Garry, war überall Schule – und das bedeutete Lernen und Hausaufgaben und bisweilen Langeweile und Unlust.
Doch noch wurde der gelegentliche Schulfrust bei weitem in den Schatten gestellt, von der der ungewöhnlichsten Erfahrung die Garry in seinem bisherigen Leben machen durfte: Er hatte einen Freund. Keinen Schulfreund, sondern einen echten Freund. Niemand den er heimlich anhimmelte, den er vestohlen musterte und mit dem er versehentlichen Körperkontakt erschleichen musste, sondern jemand der ihn wollte. Der ihn – Garry – begehrte und umwarb.
Es hatte gedauert bis er diesen Gedanken akzeptierte. Bisher war jeglicher Intimkontakt mit anderen Jungen immer rein mechanisch, bar jeder Gefühle gewesen. Meist hatten die anderen ihm danach nicht mehr in die Augen sehen können und ihn in der Schule gemieden, als würden sie ein grauenhaftes Geheimnis teilen und als sei jedes Gespräch darüber mit dem Tode bedroht
Doch hier war es anders. Hier konnte aus einer Annäherung mehr werden, ohne das jemand Anstoß nahm. Hier durfte es mehr sein, als reine Mechanik.
Nach dem ersten Knutschen konnte er den ganzen Tag nicht fassen, was passiert war… nach drei Wochen begriff er allmählich das es wohl keine andere Antwort als "ja" gab, wenn jemand fragte "Seit ihr jetzt fest zusammen?".
***
___________________________________________________________________________ Von Batz am 20, 7, 2004 um 12:30 in Garry PoppersInnere Sicherheit
DVD-Börse Berlin 17.07.2004
Es gibt einem als Bürger ein tiefes Gefühl von Sicherheit, wenn man feststellt, das die Berliner Polizei trotz finanzieller Engpässe, akutem Personalmangels und hoher Kriminalitätsrate, noch Zeit findet eine Filmsammler/DVD-Börse mit dem Inhalt zweier Mannschaftswagen – also rund 30 Beamten – zu stürmen um 25 Jahre alte Horrorfilme zu beschlagnahmen.
Schön zu sehen das Jugendschutz in diesem Land wirklich ernst genommen wird. Wenn man schon kein Geld in die Bildung steckt oder sich um eine Zukunftsperspektive für Jugendliche kümmert, dann soll zumindest sichergestellt werden, das auch über 18jährige keine Möglichkeit haben schlechte Filme zu sehen.
Seltsamerweise blieben Titanic und andere Heuler unangetastet, während altersschwacher Trashfilm-Klassiker im Dutzend eingezogen wurden.
Wie wäre es mit präventiven Armbinden die jeden Börsenbesucher als potentiellen Amokläufer kennzeichnen..?
Nur so zur Vorsicht und zum Schutze der Jugend versteht sich…
Lernen durch Schlaflosigkeit 2
… what no one has seen before
Nicht verwechseln:
Chlorophorm und Chlorophyll. Sonst sitzt man mit grüner Nase, aber
ansonsten putzmunter des nachts vorm TV und schaut die "kosmischen
Plaudereien" mit Professor Harald Lesch.
Da erfährt man dann,
"Meine Damen und Herren" das unser schwarzes Loch in unserer Milchstrasse
ein "armes Schwein" ist, weil es nix zu futtern bekommt. Das ist als würde
man am frühen Morgen von einem hibbeligen Was-ist-Was-Buch angesprungen.
"Was
macht man denn nur mit einem zwei millionen… zwei millionen Meilen….
zwei Millionen Sonnemassen"
Ja in der Tat was macht man? Er
sagts nicht, aber konklusiert:
"Insofern können wir ja beruhigt
sein: In unserer Milchstrasse scheint sich in der Mitte nichts
dramatisches abzuspielen."
Den Verdacht hatte ich schon immer.
In Berlin ist ja schon nach Acht uhr abends weitgehend Zapfenstreich. Und
Massenverdichtung hats hier, grad im ÖPNV auch immer. Da leuchtet dann
nix. Es riecht nur komisch und man wartet das die Sterne kollabieren.
Im
Endeffekt kann man also auch hier bleiben. Wenns im Zentrum der Galaxis
nur schlechteglaunte schwarze Löcher gibt, die nix zu futtern bekommen,
weil ihr Kühlschrank leer ist, dann verliert die Raumfahrt doch rapide an
Reiz.
Nächstes mal vorm Schlafen einfach wieder ne Tasse
Cholorphorm trinken und die bayerische Antwort auf Commander Riker einfach
verschlafen.
Gute Space-Nacht.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 16, 7, 2004 um 11:27 in MediaBatzBits, TagesBatzKreative Pause vs. Landflucht
::::: powered by distortion
Cleverer Schachzug, Anke. So eine spontane Sommerpause.
Die Prominenten-Gäste der Show wirken mittlerweile, wie beim Besuch im Krankenhaus. Man ist freundlich, aber vorsichtig. Fühlt sich unwohl, bleibt aber aus Höflichkeit sitzen und lauscht dem Piepen des EKG.
Ganz unpassend scheint da ein Erholungsurlaub nicht.
Wäre ich Roger Schawinski, würde ich Frau Engelke allerdings vorher den Reisepass abnehmen und wöchtenliche Meldungen beim örtlichen Sat.1-Studio veranlassen. Zu groß wäre sonst die Gefahr, das sie überraschend nach Südamerika ausreist und auf nimmer Wiedersehen verschwindet.
Für eine Gesichts-OP und ein paar neue Ausweispapiere sollte das Taschengeld vom Emotions-Sender schon reichen. Obacht also, wenn bei Tele Globo in wenigen Wochen eine Angelina Angelo von sich reden macht, die sensationelle Übernachtentdeckung, die Buster Edwards alte Villa aufgekauft hat und jetzt in "El petardo de la señora" ganz Südamerika unterhält.
Wir harren des betroffenen Gesichts Ulrich Meyers der in "Akte Anke 04" ein Revival von "Bitte melde dich!" initiert.
(inspired by murmel)
___________________________________________________________________________ Von Batz am 13, 7, 2004 um 19:25 in MediaBatzBitsOld red eyes is back
wenn Augen deklinieren.
Schön wenn man neue Worte lernt. Doof wenn man erst herausfindet das Konjunktivitis nichts mit dem Beugen von Verben zu tun hat, wenn man morgens aufwacht und aussieht wie das eilige Kaninchen aus Alice im Wunderland.
Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Aufschreiben. Alle 2h beträufeln. Blinzeln.
Wieder was gelernt.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 12, 7, 2004 um 12:24 in TagesBatzLernen durch Schlaflosigkeit 1
Rituale
Durch mitnächtliches Zappen wird man sich
bisweilen ja völlig neuer Tatsachen gewahr. Nicht nur das das Ableben des
österreichischen Bundespräsidenten mehr Nachrichtenpräsenz einfordert, als
die immer so schön als Alpenrepublik simplifizierte Ansammlung von
Kleinstädten in den letzten drei Jahren zusammen bekam. Man lernt auch,
das die Ösis – wie man sie kumpelhaft abwertend oft und gerne bezeichnet –
das die Ösis also, kompliziertere und langwierige Beerdigungsrituale
pflegen als seinerzeit die "alten Ägypter". Nicht die "neuen Ägypter" die
Touris abzocken und den Amerikanern auchmal gern bei Folter-Verhören unter
die Arme greifen. Sondern die "alten" mit den lustigen Häusern die immer
so seitlich gingen wie in einem Bangles-Video. Die Feierlichkeiten
anläßlich eines Pharaonen-Ablebens, waren jedoch wesentlich weniger
umständlich und langwierig, verglichen mit dem was eben jene Ösis jetzt
für ihren abgelebten Bundesbembel zelebrieren. Mittlerweile dürfte die
achte offizielle Trauerfeier inklusive Chorbegleitung im Fernsehen
übertragen worden sein. Nichtmal der heilige St. Reagan wurde jüngst mit
soviel öffentlichem Geplärre verabschiedet. Johannes Rau wird sich
dereinst mit einer Fußnote unter "Vermischtes" oder in den "bunten
Meldungen" bescheiden müssen. Direkt nachdem neuen Elefantenbaby im
Duisburger Zoo das sich mit einem Zebra angefreundet hat.
Wenn die Ösis
etwas angemessen feiern können, dann also den Tod. Was man auch versteht,
wenn man mal an einem Samstagmittag durch die Salzburger-Innenstadt
geschlendert ist. Da werden die Mexikaner mit ihrem Totenkult fast
neidisch. Aber lieber einen gepflegten Kakao mit Schlagobers, als den
ganzen Tag Zuckertotenköpfe.
Wenn dieser Tage aber nochmal
sämtliche Mrs. Harris die lustige Putzoma-Filme wiederholt werden, werde
ich mir bald wünschen, auch die Deutschen könnte ihre Promi-Leichen in
lediglich zwei Wochen abhandeln.
Garry Poppers u.d. Möse des Schreckens 6
Der verrückte Hütchenspieler
In der großen Halle warteten bereits die übrigen Eleven Cockwarts. An farbigen Stehtischchen in den Farben Schwarz, Gelb, Rot und Himmelblau waren die älteren Jahrgänge versammelt. Sie musterten die Neuzugänge. Geflüsterte Bemerkungen wie "netter Hintern" und "den will ich für unser Haus…" waren zu vernehmen, als Garry und die übrigen den Mittelgang entlang, hinter Fagrid her, auf eine ältliche Frau zumarschierten.
»Aloha«, sie nickte kurz und rückte ihre Brille zurecht. Ihr Haare waren zu einem rituellen Dutt gebunden, sie trug einen japanischen Seidenkimono der mit Zeichnungen die erst auf den zweiten Blick bedingt jugendfrei wirkten, verziert waren. »Ich bin Melinda McDoneitall. Ihr werdet euch jetzt ehe der Sektempfang beginnt der Entscheidung stellen, in welchem Trakt des Hauses ihr zukünftig wohnt. So wie es die Tradition erfordert.«
»Was für eine Tradition?« fragte Tom. Er stand dicht hinter Garry.
»Ach son blödes Zeremoniell«, flüsterte ein älterer Schüler der die Frage gehört hatte. »Als sie die Schule vor zehn Jahren gegründet haben, wollten sie etwas rituelles, wie an einem der alten Internate… Es dauert ewig und wir dürfen vorher nicht ans Buffet.«
Garry und Tom lächelten schüchtern, der Junge verdrehte die Augen. »Paul Harber. Ich mach den Mannschaftskapitän fürs Spiffydormteam. «
Zögerlich ergriffen die beiden Jungen die ausgestreckte Hand.
»Tom Sissy… und das ist Garry. Garry Poppers.« Tom guckte ein wenig stolz, als er Garrys Namen aussprach.
»Poppers… so so…« Paul schmunzelte. »Dann bin ich ja mal gespannt wo ihr beide landet.«
McDoneitall entfaltete einen Stapel Ausdrucke auf Computer-Endlos-Papier. »Ich werde eure Namen jetzt vorlesen und ihr werdet vortreten und euch vor Sebastiano stellen«, damit ging sie zur Seite und gab den Blick auf einen kleingewachsenen, leicht pummeligen Mann in einem schwarzen Seidenhemd frei.
»Isch bine Sebastiano. Isch eusch werde sortiere!« Er setzte eine altmodische Blues-Brothers Sonnebrille auf und lächelte schmierig in die Runde. Dann breitete er auf dem vor ihm befindlichen Tisch vier Walnusshälften aus.
»So… ohhh…. es isse soweit.. « Sebastiano holte eine kleine Stimmgabel hervor und klingelte daran. Den hinter ihm, an einer langen Tischreihe untergebrachten Lehrern Cockwarts entfuhr ein Kollektives aufstöhnen.
»Isch fühle es isse zeit für die Begrüssungeliede!« Abermals klingelte er an die Stimmgabel. »Mi mi Mi mi Maaaa….
Ancient ramblings…
.revisited
Ein Wort, ein Mann ein Wort, ein Mann muß tun was ein Mann tun muß, Hand und Fuß, Gott zum Gruß und Leben und Sterben hält Leib und Seele zusammen.
Das Leben ist eines der schwierigsten sagte schon Arthur Schopenhauer als er mal wieder lustige Sprüche für Apothekenkalender verfasste und einen schlechten Tag hatte. Diese Erkenntnis ist zwar nicht neu, aber das sind die Scherze von Anke auch nich und trotzdem darf sie auf unbestimmte Zeit weitermachen, also wer sagt da das es keine Gerechtigkeit gibt. Am Ende sind wir doch alle nur Sinnsucher in einer apokalyptischen Welt, wir wissen um unsere Sterblichkeit und Mohnbrötchen bei Kamps kosten plötzlich 80 Cent.
Wo kommen wir her, wo gehen wir hin? Gibt es einen Anfang, gibt es ein Ende? Und warum gibt es eigentlich an meiner Brotmaschine diesen komischen Knopf der macht das sich das Schneideblatt immer weiter dreht? Das ist doch unheimlich gefährlich! Wer denkt sich denn sowas aus? Fragen die ich stelle, aber auf die mir auch Domian nicht antwortet, sondern nur meint ich solle mal früher ins Bett gehen und davor nicht schweres essen.
Bin ich ein Mensch der träumt ein Schmetterling zu sein, oder ein Schmetterling der träumt ein Mensch zu sein? Ich bin mir nicht ganz sicher, aber es ist sicherlich nicht normal morgens aufzuwachen und in einen Kokoon an der Decke zu kleben. Philosophen sind eindeutig sehr seltsame Leute, die wahrscheinlich einfach nur zu viel Zeit haben. Und das ein 0.4l Alster im Biergarten am Tiergarten 6€ kostet finde ich auch doof.
Seltsame Wege geht der Herr, ich sah ihn eines Morgens in einem türkisfarbenen Pyjama und gelben Badelatschen mit Massagenoppen, zwischen denen sich Hornhautschuppen sammelten. Was lehrt uns das? Gott ist allmächtig, aber sein Klammottengeschmack ist eine Katastrophe – ein tröstlicher Gedanke für all die Sünder unter uns.
I want a famous stench…
Riechen wie die Superstars
Kleine TV-Formatideen beim Betreten des öffentlichen Personennahverkehrs. Falls jemand dies liest bei Viacom – wir brauchen dringen Leute die gerne riechen wollen wie Superstars. Ist auch viel billiger zu realisieren, als “I want a famous face” – Die Kapriolen der Evolution nur zu betrachten ist ja gar nicht so tragisch und bisweilen auch amüsant – aber am Geruch könnte wirklich gearbeitet werden.
Dialog im Bus:
“Was das denn fürn Geruch?”
“Irgendwas von Calvin Klein…”
Das mag sein. Es war nur leider keins seiner Parfüms.
Garry Poppers u.d. Möse des Schreckens 5
16:50 an Cockshead
»Beeil dich«, Garry schloß den obersten Knopf seines Uniformhemdes. Auf dem Gang vor dem Abteil drängelten sich bereits ihre Mitschüler.
Mit einem unerwarteten Ruck kam der Zug zum Stehen. Die aufgereihten Jugendlichen kippten geschlossen um; Eastpaks und Globetrottertäschen flogen in die Luft.
»Verdammte-«, der Lautsprecher erwachte schnarrend zum Leben, »Ich hab dir gesagt langsam abbremsen du dämlicher- Oh ist das an? Liebe Fahrgäste wir erreichen soeben Cockshead Hauptbahnhof. Neuzugänge melden sich am bitte am ausgewiesenen Treffpunkt am Bahnsteig.«
»Also los«, Garry wuchtete seine Versace-Koffer von der Gepäckablage. Er erwischte Tom bei einem neidisch-sehnsüchtigen Blick, als dieser seine eigene abgeschabte Bree-Reisetasche unterm Sitz hervorzog.
»Hey nun schau nicht so. Meine Sachen sind auch nur ausm Outlet-Store. Ist ne Collection von letztem Jahr.«
»Echt?« Tom betastete ehrfürchtig das Designer-Label.
»Ja«, Garry machte eine abwertende Kopfbewegung, »ich nehm dich mal mit, wenn ich wieder shoppen gehe…« Zu seiner eigenen Überraschung verpasste er Tom einen freundschaftlichen Nasenstüber und strich ihm kurz über den Kopf.
»Cool danke…«, der andere Junge grinste ein wenig verlegen, schien jedoch keineswegs unangenehm berührt. Er folgte Garry, der sich rüde seinen Weg durch die am Boden liegenden Mitschüler im Gang bahnte.
»Darf ich mal.. sorry.. danke… war das deine Hand? Vorsicht.. Obacht..«
»Pass doch auf du Idiot«, fluchte ein rothaariger Junge, auf dessen Bein der Sechzehnjährige trat. Er verstummte, als ihm der massive Hartschalenkoffer Poppers’ gegen die Schläfe prallte.
»Hoppla«, murmelte Garry und beeilte sich auszusteigen.
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- so ich bin dann mal weg hier... wir sehen uns dann zur orscarverleihung wieder bei twitter #ibes
- hmmm das aufgewärmte von gestern #ibes naja gucken wirs halt auch noch weg
- so morgen sehen wir uns nochmal zur reunion show.... gute nacht #ibes
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- *grins* sie haben die verdammten culcha candela nicht einmal erwähnt in den 2 Wochen - me gusta #ibes
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