Vor einem Jahr…
nuscheltierchen
commercial breakdown
Ganz schön pfiffig diese Werbefüchse.
Wie könnte man ein Ohrreinigungsprodukt namens AUDISPRAY wohl besser an den Mann bringen, als den Kunden die Notwendigkeit eines Dan Klorix für die Lauscher dadurch zu suggerieren, das man den Sprecher des Produkts extrem undeutlich Nuscheln lässt.
Geschickt gemacht ist das schon.
Wenn man es nicht besser wüsste, man könnte glatt auf den Gedanken kommen, der Hersteller hätte den Spot im Keller gedreht und von bronchialkranken Hausmeister einsprechen lassen, dessen Gebisshaftcreme nichts taugt.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 30, 9, 2004 um 14:44 in MediaBatzBits, TagesBatzGarry Poppers u.d. Möse des Schreckens 12
Tage von Wein und Pudeln
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 29, 9, 2004 um 18:43 in Garry PoppersLetztes Lichtspiel: Resident Evil 2
Zombie Multipass?
Originaltitel: Resident Evil: Apocalypse
Herstellungsland: Deutschland, Frankreich, Großbritannien 2004
Regie: Alexander Witt
Darsteller: Milla Jovovich, Sienna Guillory, Oded Fehr, Thomas Kretschmann
“Da kommt Nemesis. Er wird uns alle umbringen…”
“Ne’mesis mit Humor…”
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 28, 9, 2004 um 14:41 in CineBatz, TagesBatzTales from the Zwischenzeit 1
Derek und Kress in der Videothek
»Das will ich nicht. Da ist Brandauer bei«, murrte Kress und warf den James-Bond-Film zurück in die Grabbelkiste. Draußen regnete es. Es regnete immer draußen.
»Dies willst du nicht, das willst du nicht…« Derek schaute entnervt zwischen seinem Begleiter und einer kichernden Teenie-Horde hin und her, die lautstark diskutierten ob zu "Van Helsing" nun besser Papaya-Mango-Dip oder oder Milz-Kumquat-Chips mit Curry-Aroma passten.
Neben ihm brach Kress eine weitere DVD durch. Er machte das mit allen Filmen die er nicht mochte. Mittlerweile standen sie knöcheltief in schillerndem Plastikscherben.
»Wenn du dich nicht bald entscheidest, gehen wir heim und gucken wieder "Standgericht Ludger-Sommer". Hier wie isses damit, du magst doch Horror?« Kress nahm die DVD-Hülle in die Hand.
»Wasn das? "Freitag der 13. – Teil 12 – Vorhees a jolly good fellow"?« Er zerbrach die Scheibe. »Wenn ich Horror will guck ich mir Amelie an.« In einer Ecke neben der Kasse begattete eine Gruppe pubertierender Jungen einen "Angelina Jolie"-Pappaufsteller.
»Ich will hier weg«, zischte Derek. » Du willst keine Action, kein Thriller, kein Horror, keine Frauenfilme… Ich habs satt. Hier wir nehmen jetzt den. Das ist ein Klassiker. Mit Bogart. Der wird genommen.« Er stapste wütend in Richtung des Verleihtresens und knallte seine Karte auf den Tisch.
Kress drehte die DVD mißmutig in Händen.
»African Queen.« Er folgte Derek. »African Queen… Früher hat man einfach Negertunte gesagt…«
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 27, 9, 2004 um 15:38 in Derek und KressZappat! – Kapitel 4
Teil 4
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 26, 9, 2004 um 11:37 in TagesBatz, ZappatVerHörMethoden
Nicht ganz Ohr
Auch wenn man durch laufendes Abwaschwasser und eine mauzende Katze akustisch herausgefordert ist: Es gibt wohl dennoch kein Sprühprodukt das Hetero-Fugal heisst.

Ich möcht auch gar nicht wissen, wonach man da riechen würd.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 24, 9, 2004 um 17:35 in CineBatz, QueerBatz, TagesBatzFlatliners
Faster Pussycat, Kill Kill
Russ Meyer 1922 -2004
“He made the world a slightly sillier place. With big boobs and everything.”
Dafür danke.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 22, 9, 2004 um 13:35 in CineBatz, QueerBatz, TagesBatzGarry Poppers u.d. Möse des Schreckens 11
Kein Picknick
Eine Stunde später wandelte Garry durch die noch immer schlafende Schule. Tom hatte sich zu einem kleinen Ball gerollt und gab wen man ihn stupste nur kleine Wubbel-Laute von sich. Vielleicht wars gestern doch ein Erdbeer -Daiquire zuviel gewesen. Oder es war wirklich zu früh.
Im sonnenbeschienenen Innenhof ruhestörten Sperlinge und Amseln. Garry hockte sich auf den Steinsockel der Ruper Everett-Statue und genoß die Wärme und einen Moment des Alleinseins. Noch vor kurzem, war dies das vorherrschende Gefühl in seinem Leben gewesen. Alleine. Die Zeit die er bei seinen Tante und ihrem Mann verbracht hatte. Abgeschieden im Kellergeschoss der Doppelhaushälfte, in einem abgetrennten Bereich des Partykellers, der notdürftig für ihn hergerichtet worden war.
Sein Vetter durfte im ersten Stock in einem Zimmer residieren, größer als das Elternschlafzimmer. Völlig verschwendeter Platz wenn man bedachte, das sich Dickie hauptsächlich zwischen Bett, Gamecube und Computer hin und herbewegte. Der Rest des Zimmer war mit stillosen Klamotten, Lavalampen, einem Jean-Claude-van-Damme-Pappaufsteller und zahllosen Abbildungen von Dickies offensichtlichen Selbstbefleckungsphantasien bedeckt. Von J.Lo über 7of9 bis Jeanette Biedermann war alles vertreten, was bei Garry eine kalte Dusche ersetzte. Leider bewirkte es bei Dickie das Gegenteil, wie die zu selten gewechselte Bettwäsche, als auch der von zerknüllten Taschentüchern überquellende Papierkorb bezeugte. Mit Schaudern dachte Garry daran, wie er Dickie einmal in einer unschicklichen Situation mit dem DustDevil-Handstaubsauger ertappt hatte.
Die überwiegende Zeit verbrachte Garry damals im Keller, in seinem Zimmerchen. Zumindest lief er dort nicht Captain Schwabbel über den Weg und der Lärm von oben, wenn sich Tante Plumpsklo und Onkel Sermon mal wieder anzetterten, wurde gedämpft. Er mochte das Alleinsein, auch wenn er bedauerte keinen seiner wenigen Schulfreunde mit Nachhause bringen zu können. Je älter er wurde, je deutlicher wurde ihm, das er dort nich hineinpasste, das dieses Zuhause nicht seines war.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 20, 9, 2004 um 15:33 in Garry PoppersMumpfeln
Wenigstens etwas…
Ich bin mir zwar nicht sicher was es bedeutet, aber das BatzLog ist laut Google die erste Adresse zum Thema "Mumpfeln".
Erschreckend allerdings, das es tatsächliche Leute gibt, die bei Google danach gesucht haben.
Aber immerhin ein erster Platz.
In diesem Sinne. Mumpf!
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 19, 9, 2004 um 11:31 in TagesBatzLetztes Lichtspiel: The Corporation
Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung
Originaltitel: Corporation, The
Herstellungsland: Kanada
Erscheinungsjahr: 2003
Regie: Jennifer Abbott, Mark AchbarDarsteller: Noam Chomsky, Mikela J. Mikael
Dokumentationen haben Konjunktur. Dank Michael Moore und seinen filmischen Polemiken gilt das ehmals als Kassengift geschmähte Genre plötzlich wieder als "cool". In eine ähnliche Richtung, jedoch weniger unsachlich als Moore geht die dreistündige, kanadische Dokumentation "The Corporation".
In drei Teilen wird das Wesen großer weltweiter Aktien/Handelsgesellschaften untersucht, ihre Handlungen und ihren gesellschaftlichen Einfluss. Mit überraschender, zuweilen erschreckender Offenheit reden Manager und Führungskräfte von Weltkonzernen über Firmenphilosophien und Geschäftsgebaren.
Konzerne haben den Rechtsstatus von Personen – die Filmemacher fragen, nicht ohne ironischen Hintersinn: Wenn Konzerne Personen sind – was für eine Art Mensch sind sie? Eine Verhaltensanalyse am Beispiel üblicher Konzernpraktiken lässt Muster erkennen, die in der Psychologie mit Psychopathen assoziert werden.
Am Beispiel mehrerer detaillierter Einzelfälle, vom Druck eines Medikamentenherstellers auf FOX-NEWS bis zum US-Stars die die ihre Kleidercollectionen von Kinderarbeitern nähen lassen, fächert die Doku die verschiedenstens Facetten auf, die den Einfluss, die Macht von Konzernen und das Versagen demokratischer Strukturen bezeugt.
Ohne sich selbst in Michael Moore Manier zu inszenieren schaffen es die Autoren verschiedene Sichtweisen darzustellen, Befürworter und Gegner von Weltkonzernen zu Wort kommen zu lassen. Es wird kein eindimensionales Feindbild aufgebaut, sondern nach geschichtlicher Entwicklung und nach Lösungsansätzen gesucht. Konzernchefs sind eben keine ungreifbaren James-Bond-Bösewichte sondern Menschen – und diese Menschlichkeit ist oftmals erschreckender als die Dämonisierung die vielfach betrieben wird, wenn es um Kapitalismuskritik geht. Gekonnt werden Denkmuster und Besitzkonzepte hinterfragt, die einem so selbstverständlich erscheinen, das man sich nie die Mühe machte groß darüber nachzudenken – und die einem erst wenn man es tut, als bizarre Denkkonstrukte erscheinen.
Bleibt zu hoffen, das sich ein deutscher Sender findet, der die dreiteilige Dokumentation in angemessener Form auf unsere Bildschirme bringt.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 18, 9, 2004 um 12:32 in CineBatz, TagesBatzDawn of the braindead
it’s that time of the year…
“When there is no more room in hell, AOL-User will walk the earth.”
-Batz
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 16, 9, 2004 um 12:29 in CineBatz, TagesBatzZappat! – Kapitel 3
Teil 3
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 15, 9, 2004 um 16:28 in TagesBatz, ZappatAb heute wird zurückgesendet
Herbstoffensive
Die Tage werden kürzer.
Der Regen kälter.
Im Kino läuft der Film in dem Adolf Hitler die letzten Tage von Bruno Ganz nachspielt. Er macht das für sein Alter wohl recht gut.
Inzwischen rücken die ersten Truppe der Herbstoffensive näher. Die Sender bringen ihre Lachgranatenwerfer in Position. Dem gesunden Menschenverstand und jedwedem Geschmack wurde neuerlich der Krieg erklärt.
Der martialische Herbst. Sat.1 zeigts allen. Wir können so lange unspontane Late-Nite-Frauen sehen, bis auch der letzte einsieht, das diese Sendung Kult ist. Und wenn das nicht reicht sperren wir einfach ein paar arbeitslose Spaßfabrikanten ins Humor-Gulag, nennen das ganze Schillerstraße und senden eine Improvisationsshow deren Scherze Maximalwerte auf der nach unten offfenen Ilja-Richter-Skala erreichen. Wem das immer noch zu viel Niveau ist, der darf sich an einem großen, dicken peinlichen Verlobten delektieren. Aber warum peinliche Proleten im TV bestaunen, wenn eine Fahrt in der U-Bahn denselben Unterhaltungswert hat.
Zukünftige Massenmörder ziehen schonmal vorbeugend in den Ehekrieg. Los kämpf um deine Frau – für alle jene denen der Frauentausch nicht genug schmerzhafte Selbstenblössung bot, legt der ehemalige Kuschelsendern nach. Quasi Monika Kallwass goes Gameshow. Oder die konsequente Weiterführung der Traumhochzeit.
Und für die Arbeitslosen gibts auch etwas – die Zielgruppe wird ja immer größer: RTL und Pro7 bieten Arbeitskampf. Hire or Fire und The Apprentice- John de Mol und Rainer Callmund gerieren sich als toughe Firmenbosse in der Nachfolge Donald Trumps, der das Sozialmassaker in den USA mit dem Satz “youre fired” zum Quotenhit erhob. EIgentlich erstaunlich, das RTL wirklich Probleme hatte einen kaltherzigen Manager zu finden, der das Format hier vertreten wollte – was wahrscheinlich nicht am mangelnden Spaß am Feuern lag, sondern eher am Unwillen den Gewinner der Show auch einstellen zu müssen.
Den restlichen Arbeitslosen bleibt immerhin eine der 50 Schöner Wohnen Sendungen und die Hoffnung, das auch ihre B-Schein Bude mal von einem dicken Moderationsazubi neu vertäfelt wird. Irgendwas braucht man ja zum hoffen.
Oder wir bauen uns einfach selbst einen Schützengraben, einen Bunker und beten das der ganze Angriff aufs Großhirn an uns vorbeigeht.
Das erste Opfer des Krieges ist immer der Verstand.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 14, 9, 2004 um 12:26 in CineBatz, TagesBatzGarry Poppers u.d. Möse des Schreckens 10
Der alte Mann und das Mehr
Mit dem gewohnten Angstschrei fuhr Garry aus dem Schlaf.
»Es ist Sonntag menno!« Tom drückt ihm ein Kissen ins Gesicht und dreht sich wieder herum.
Der Radiowecker blinkte =8:34.
Garry kuschelte sich noch etwas an Tom und drehte unkonzentriert eine von dessen Haarsträhne um den Finger. Mittlerweile war er schon vier Monate in St. Constantine und hatte jeden Schultag des letzten davon mit Nachsitzen bei Professer Rape verbracht. Die Schulküche sah fast wieder benutzbar aus
»Bist du wach?« Garry gab Tom einen Kuss in den Nacken.
»Mumpfeln«, sagte der Junge und umklammerte sein Kissen fester.
»Genau«, sagte Garry und wuschelte dem anderen über den Kopf. Er stieß sich ab und krabbelte aus dem Bett. Er war verspannt, sein Nacken schmerzte bis in die Schulterblätter. Dieses Bett war eindeutig zu klein, um darin zu zweit bequem zu schlafen.
Es war still. Ein paar Sperlinge lärmten draussen herum, doch die meisten Einwohner
Cockwarts schliefen noch. Gestern war Disco im Gemeinschaftsraum gewesen und überall in den Schlafräumen lagen leere Alcopops und Stimmungschwanker-Pillendöschen und Amylnitritfläschchen herum.
Einige Minuten hockte Garry auf der Bettkante und beobachtete seinen schlafenden Freund. Thomas (wie ihn niemand nannte, so wie niemand Garry Gerold rief) sah süss aus, mit völlig zerstörter Frisur und kleinen Streifen im Gesicht, dort wo sich das Muster des Kissens eingeprägt hatte.
Ein wenig beneidete er seinen Freund. Für Tom schien alles soviel einfacher zu sein, dachte Garry. Tom bekam nicht ständig Strafarbeiten aufgebrummt. Tom wurde nicht zurecht gewiesen, weil er einen toten Pudel in der Schulmensa versteckt hatte. Tom wachte nicht jeden Morgen von Alpträumen geplagt auf. Tom wusste wer seine Eltern waren, er war nicht von zwei grenzdebilen Heten großgezogen worden, die ihn aus dem Haus jagten als sie erfuhren das er…
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 9, 9, 2004 um 15:24 in Garry Poppers, TagesBatzZappat! – Kapitel 2
Sabbat
Fünf Minuten später saßen wir schließlich alle in einem leicht verknitterten magischen Kreis, umgeben von Rosa Kerzen (mit blauen Sternchen) und einer leicht betäubenden Wolke aus Frischluftspray.
Aus den Lautsprechern dröhnte “Sweet Dreams” von Marilyn Manson, da Bennie vergessen hatte eine Platte walisischer Totenchoräle mitzubringen, die er sich aus dem Netz gezogen hatte (Karen hatte zwar noch eine Celine Dion-CD dabei aber das war mir dann doch zu grausam). Und Marilyn Manson war halt das finsterste was mich meine Eltern hören ließen.
»Wir beginnen«, sagte ich mit einer Stimme die dumpf und grollend klingen sollte, irgendwie aber nur brum-melnd und nuschelig ankam. »Faßt euch jetzt alle bei den Händen und sprecht mir nach.«
»Waas?«
»Die Hände verdammt! Faßt euch an den Händen!«
»Sag’s doch gleich.«
»Und keine Furzgeräusche diesmal, hast du verstanden Bella?«
Bella kicherte und grinste ihre Füße an.
Ich ergriff ihre und Bennies Hand, wobei ich das alte Buch aufgeschlagen auf den Knien balancierte und die Beschwörungsformel ablas. Es war im Buch der einfachste Versuch. Nicht die Beschwörung eines bestimmten Dämonen, sondern ein allgemeiner Ruf hinab in die Welt der Finsternis. Wer grade Zeit hätte sollte sich melden – ungefähr jedenfalls – die schwierigen Teile könnten wir später ausprobieren, wenn sich überhaupt mal was getan hatte.
»Wir sind demütig«, grollte ich.
»Gemütlich? Was soll denn das für ei-«
»Demütig! Demütig habe ich gesagt! Demütig du Blödmann!«
»Dann sprich gefälligst deutlich«, murrte Bennie.
»Sprecht mir nach: Wir sind demütig!«
Sie taten es, allerdings nicht gleichzeitig.
»Sprecht mir nach: Hastur! Nekron! Bezrael! Ihr Herren der Verdammnis, wir rufen euch.«
»Hastur, Nekron… äh wie hieß der Dritte noch mal Timmi?« Daniel sah mich unschuldig an.
»Bezrael«, zischte ich.
»Oh ja, klar. Besenstiel.«
»NEIN! STOP!«
Ich sprang auf und rannte eine Kerze über den Haufen.
»Es hat keinen Zweck! Ihr seit einfach zu blöde… das wird nie klappen!«
Die anderen sahen mich verblüfft an.
»Aber warum?« Karen sah unverstehend aus dem Kreis zu mir auf, »Wenn du jetzt nicht unterbrochen hättest dann- Vorsicht Timmi, die Tapete brennt!«
Tatsächlich hatte eine Ecke der Tapete angefangen zu brennen. Wütend wie ich war, trampelte ich das Feuer mit unbeschuhten Füßen aus, wobei meine Socken angesengt wurden. »Scheiße!!! Scheiße- Scheiße- Scheiße!!! Es ist zum Kotzen! Ich-«, meine Stimme war weggerutscht. Ich war so wütend, das ich hätte heulen können. »Ich gebe mir solche Mühe und es klappt nichts! SCHEIßE!«
»Hey, Timmi, reg” dich ab.« Bennie klopfte neben sich auf den Boden. »Hock dich wieder hin… ist doch alles nicht so schlimm, wir versuchen es noch mal, sei nicht sauer… diesmal klappt es be-«
In diesem Moment erkannte ich, was mich vorhin an der Zeichnung auf der Tapete gestört hatte.
»Du Idiot!«, blaffte ich ihn Bennie an. »Du Trottel, du solltest ein Pentagramm in den Kreis malen! Ein Pentagramm!«
»Aber ich- ich- ich-«
»Das ist kein Pentagramm, das ist ein DAVIDSSTERN!!! Du BLÖDMANN! EIN DAVIDSSTERN!« Ich stapfte wie ein wütender kleiner Derwisch im Zimmer auf und ab. »Es ist zum Heulen, wie wollen wir irgend etwas beschwören, wenn du nicht mal weißt was ein Pentagramm ist?! Was glaubst du, das wir damit herbeiru-fen können? Rabbi Birnbaum? Einen jiddischen Geist?! Und dazu diese… diese unmöglichen Kerzen…« Ich ließ mich neben dem Eßtisch zu Boden fallen und umklammerte meine Knie mit den Armen. »Ich… ich hatte doch alles so gut geplant… alles… genau… wie … im Buch… …scheiße…«
»Hey Timmi«, Bennie räusperte sicher verlegen. »Heulst du jetzt?«
»Was hat er denn? « Daniel verstand wie immer nur die Hälfte.
»Oh komm schon Timmi«, das war Bella, die sich ziemlich geräuschvoll abmühte auf die Beine zu kommen, um dann zu mir herüber zu stapfen. Sie hockte sich neben mich und legte mir den Arm um die Schultern. »Komm sei lieb Timmi, nicht immer gleich aus- ausrasten. Wir geben uns doch wirklich Mühe…«
»Alles… alles geht schief«, murmelte ich verdrossen und bemühte mich nicht wirklich zu flennen anzufangen. »Das- das ist doch kein Spiel… das ist wichtig… ihr habt gesagt ihr wollt mir helfen, damit ich-«
»Ist ja gut«, sie zog mich kurz an sich, was trotz ihrer Alkoholfahne nicht unbedingt unangenehm war. »Es ist wichtig, aber wir machen das doch auch das erste Mal-«
»Das dritte-«, verbesserte ich.
»Du weiß, was ich meine«, ihre Hand, die auf meiner linken Schulter ruhte, strich kurz über meine Wange. »Du mußt Geduld haben, Timmi.«
»…jaaaa…«
»Dann komm jetzt und laß es uns noch mal probieren«, sagte sie sanft und zog mich wieder in den Kreis hin-ein, »vergiß ganz einfach die blöden Kerzen-«
»…und das Frischluftspray«, ergänzte Bennie grinsend.
»Und das Spray. Wir fangen noch mal an, ganz ernsthaft… das müßte doch mit dem Teufel zugehen, wenn nicht ein ganz kleiner Dämon Zeit für uns hat, hm?«
Ich nickte ohne rechte Überzeugung.
»Okay, zweiter Anlauf. Gibst du mir die Hand Bella?«
»Sischäh-dat – und diesmal ganz ohne Furzgeräusche, versprochen.«
»Sprecht mir nach«, sagte ich mit meiner normalen Stimme, die selbst nach dem Stimmbruch noch viel zu hoch und mädchenhaft klang. »Wir sind demütig..«
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 5, 9, 2004 um 23:23 in ZappatBatz Getwitter
- achja der nächste der im Zusammenhang mit Inception vom "Film des Jahres" spricht bekommt einen Schuh an den Kopf. War 2010 echt so mies?
- lange kann es nicht mehr dauern bis die sparkasse verlangt, dass ich IHNEN Zinsen zahle für das Geld auf meinem Kapital-Plus-Sparkonto
- Holt euch den Riesenlotso: http://is.gd/dSGDa
- inception war ja jetzt mehr so okay als wow
- @agitpopblog to fucking boring, might be closer to the truth
- spanische tortillas mit schinken können ganz schön scheisse schmecken... zumindest so fertige..
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