Vor einem Jahr…
Tschuldigung verwählt…
Was wäre eigentlich schlimmer?
Ein zweites Florida und das sichere Wissen, das es ihm ein zweites Mal gelungen wäre sich ins Amt des amerikanischen Oberbembels zu manipulieren – oder das Wissen, das die Mehrheit der christlichen Fundamentalisten diesen Mann tatsächlich gewählt haben.

Immerhin: die ARD-Kommentatoren haben sich die ganze Nacht bemüht bedröppelt dreinzuschauen, wenn die Hochrechnungen für Dabbeljuh reinkamen. Und Frau Maischberger war sichtlich bestrebt Gertrude wachzuhalten. Gertrude the bearded lady. Dazu dicke Amerikaner und deutsche Exilanten und ein Lesbenpaar. Vielleicht muß man einfach dabeigewesen sein, aber so zum zugucken hatte man fast den Eindruck es würde viel dummes Zeug geredet um irgendwie die Nacht rumzubekommen.
Ein Bekannter sagte heute “Die Deutschen haben Hitler wenigstens nur einmal gewählt.”
Das mag sein, aber es hat sicher geholfen, das Hitler irgendwann tot war.
Nicht auszudenken wenn es einen Sohn namens Adolf. W. Hitler gäbe.
Weckt mich in vier Jahren….
Zappat! – Kapitel 6
Bella
Zuhause schmierte ich mir ein altbackenes Brötchen und verzog mich in mein Zimmer, schmollte, sah fern, hörte Alice Cooper und blätterte mürrisch in dem Okkult-Buch, das sich Nekromagika nannte. Im Impressum stand, das es 1964 herausgekommen war. Ich besaß die Erstauflage, wahrscheinlich hauptsächlich deshalb, weil es nie eine Zweite gegeben hatte. Die Autoren rollten die halbe biblische Geschichte aus (Konfirmationsunterricht läßt grüßen), berichte-ten vom gefallenen Engel Satanas und zeigten viele lustige s/w-Zeichnungen von großen, schlechtgelaunten Männern mit Ziegenfüßen, ledernen Schwingen, Klauen und meist auch Hörnern. Wie etwas das sie im Genlabor gebastelt haben . Keiner von denen sah aus wie ein kurzsichtiger Versicherungsvertreter. Und nirgends stand etwas von Minztä-felchen. Dämonen, ja. Untote und Geistererscheinungen wurden abgehandelt, ebenso der Totenkult der Maories und der, der Schwarzen im Westen der USA und auf Hawaii. Die Geheimnisse der schwarzen Kirchen wurden mit kleinen Anekdoten aus dem Leben des Antichrist ausgeschmückt, aber nichts stand davon drin, das ein Dämon kurz erschien, einem eine Visitenkarte in die Hand drückte und wieder verduftete ohne etwas dämonisches zu tun. Ich war frustriert. Es wäre schon schwer genug gewesen, einen normalen Dämonen anzulocken und das jemandem zu erzählen, aber wer würde mir so eine Geschichte glauben, wenn nicht mal Bennie es tat? Warum mußte ich ausgerechnet den bescheu-ertsten Dämonen überhaupt ans Rohr bekommen?
Um halb elf rief mich meine Mutter ans Telefon.
»Was ist??« blaffte ich in den Hörer.
»Ist alles okay bei dir, Timmi?«
»Bella?« ich räusperte mich verlegen. »Du- du rufst hier an?«
»Nein, ich stehe im Bad und dusche- klar ruf’ ich an! Oder glaubst du ich bin ein verdammter Teleporter?«
»Telepath«
»Genau dem. Also… was ist Los bei dir?«
»Ich weiß nicht, eigentlich nichts ähh…«
»Naaah., machmichnichblödjung! Bennie hat hier durchgeklingelt und was erzählt, du wärst mitten in der Nacht bei ihm angetanzt und hättest so komische Stories erzählt, von Eisleuten die durch dein Zimmer laufen würden – und dann wärst du einfach so wisch und weg. Ist das korrekt oder hat Bennie mich umsonst aus meiner Katerdepression gerissen?«
»So ähnlich war es schon«, murmelte ich.
»Naso – und du sagst, du hättest nichts? Was da Los? Bennie hat sich nicht angehört, wie wenn du nur normal ab-spinnen würdest.«
»Ja danke. …Es war… ach shit, du würdest mir doch auch nicht glauben. Außerdem habe ich keine Lust das noch mal durchzuhecheln.«
»Mann Timmi«, sie machte eine kleine Pause, »das ist dein ernst, oder? Kein Scheiß? Kein joke?«
»Mhm«, ich nickte, auch wenn das am Telefon eine ziemlich blöde Geste ist. »Verdammt ernst.«
»Okay dem, ich höre mir deine Geschichte an. Ernsthaft, versprochen. Aber ich muß erst richtig aufwachen. Was sagst du zu halb zwo im Chaos-Cafe? Du bezahlst.«
Nach einem fahrigen Blick auf die Uhr stimmte ich zu. Das Chaos-Cafe lag direkt neben der Schule und fand dort auch den größten Teil seiner Kundschaft. Die preise waren human und der Kakao beschissen. Aber man konnte sich gut dort treffen und die Zeit vergammeln, die man vorzog nicht im Klassenzimmer abzusitzen.
Es war viertel vor zwei, ich hatte meinen ersten Kaffee beinah schon ausgetrunken, als Bella endlich erschien und sich zu mir, in die hinterste Ecke des Café – an den sogenannten Zockertisch – setzte.
»Kannst du nicht einmal pünktlich sein?« moserte ich, ohne rechte Überzeugung. Um die Wahrheit zu sagen, ich war mehr als glücklich, das sie überhaupt angerufen hatte und mich hier treffen wollte.
»Easy Timbo. Ich hab die Tram verpaßt und bin zu Fuß hierher gejoggt, also halt deine Zuckerschnauze, Kleiner.«
Die Bedienung kam, erkannte uns als Stammgäste und bediente erstmal den Nebentisch. Erst nachdem ich nach vor-ne ging und und direkt bestellte, kam auch Bella zu einem Café au lait und so etwas wie einem Fruchtkuchen. Das Teil sah aus wie erste Stunde Konditorlehre, schmeckte aber ganz passabel.
»So ming Jong, jetzt erzähl mal, was das für ‘ne Story war…« sie tunkte einen jener obligatorischen Trockenkekse, die zu jedem Kaffee serviert werden, in die Tasse und deutete mit dem feuchten Gebäck in meine Richtung. »Was genau ist passiert, nachdem wir abgehauen sind?«
Und so rasselte ich den ganzen Mist noch mal runter, angefangen von dem Moment wo sie und Bennie weggegangen sind, bis zu der Pfütze vor meinem Bett heute morgen.
»…und er hat sich aufgelöst ohne was zu machen… und ich mußte den Mist aufwischen und meine Ma denkt jetzt das ich wäre Bettnässer bin und meine Freunde glauben ich hab ‘ne Laufmasche im Großhirn. Das ist die blöde, alberne Geschichte! Los, du darfst jetzt lachen.«
Aber Bella sah mich nur ziemlich ernsthaft – und das soll bei ihr schon was heißen – an. Sie strich sich eine Haar-strähne aus dem Gesicht und begann mit der Gabel eine Erdbeere zu piesacken.
»Was ist denn, du glaubst mir nicht, stimmst?«
Sie antwortete immer noch nicht.
»Hey. Kannst du mal damit aufhören diese Frucht zu zermatschen und mir antworten?«
Sie sah auf. Ihr Blick war immer noch ernst aber irgendwie auch sehr… ich weiß nicht… lieb. Klar hört sich das doof an. aber ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll.
»Du würdest Bella doch keinen Scheiß erzählen, nein?«
»Ich wußte das du mir nicht glaub-«
»Timmi«, sie legte eine ihrer Hände auf meine, »bleib cool. Ich glaube dir. Ich glaube das du…. irgend etwas gese-hen hast, jasir?«
»In Ehrlich?«
»Klar doch, was denkst du denn?«
»Und jetzt? Was soll ich jetzt machen?« Ich starrte sie erwartungsvoll an. »Was?«
»Ich will es sehen«, sagte sie mit fester Stimme.
»Wie jetzt? Ich hab dir doch gesagt, das er weg-«
»Wir machen das noch mal, die janze Chose. Nur diesmal bleib ich da. Ich will sehen ob er wiederkommt.«
»Das klappt nie.«
»Why not? Wenn wir es einmal geschafft haben, dann kriegen wir es auch ein zweites Mal hin. Hör zu Timbo, wenn an deiner Story was dran ist, dann laß ich es mir nicht entgehen, auch eine Eisprobe zu bekommen.«
»Das meine ich nicht. Mein Eltern werden es nie erlauben, das du bei uns übernachtest. Meine Ma ist da ein biß-chen-«
»-shockspießig.«
»Genau.«
Batz Getwitter
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- gnight bis zum grand prix
- okay für so ein lausiges filmjahr wars eine ordentliche verleihung, sie haben sich mehr bemüht als die jahre zuvor #oscar
- Wie kein Waldorf & Statler am Ende? - Ich weiß nicht mir hat die Show gefallen! - Dir hat ja auch War Horse gefallen! #oscar
- RT @smoitzheim: "The Oscar goes to The Artist. But we nominated a movie about a horse, you can tell we didn't really care this time." #o ...
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