Vor einem Jahr…
Garry Poppers u.d. Möse des Schreckens 24
Garry in der Zwischenzeit
Lautes Scheppern ließ Garry aufschrecken. Klirren.
Eine Flasche kullerte über den Boden, im Halbdunkeln erkannte er eine Gestalt.
KLICK. Grelles Licht flammte am Schreibtisch in der Ecke auf.
»Oh… entschuldigung, ich wusste nicht das Sie schlafen« die Stimme klang wacklig. Genaugenommen schwankte die ganze Person.
Garry blinzelte ins Halogenlicht. Er hielt eine Hand ausgestreckt vor sich. In seinem Kopf war Echozeit. Das Gehirn schwappte bei jeder Bewegung im Alkohol hin und her und sandte pochenden Schmerz in Schläfen und Stirn, wenn es gegen denn Schädel klatschte.
»Sie sind doch Poppers« Die Gestalt trat näher und hockte sich aufs Bett. Es war der Vierzehnjährige den Garry im Waschraum angeschnauzt hatte.
»Wie spät isses?« Garry zog sich am Bettpfosten in die Senkrechte. Nur keine hastigen Bewegungen.
»Gleich halb vier…«, der Junge beäugte ihn unsicher.
»Was willst du hier`?« Der Sechzehnjährige massierte sich die Augen. Halb vier? Er hatte den Jahreswechsel komplett verpennt.
»Ähm… das ist.. mein Bett…Sir.«
Garry sah sich genauer um. Er war nicht in seinem Zimmer. Er war.. irgendwo… in irgendeinem Raum.
»Hör mit dem blöden Ge-Sir-re auf… «
»Wie Sie wünschen, S- Herr Poppers.«
»Garry einfach Garry, kay?« Garry stellte prüfend die Beine auf den Boden und versuchte aufzustehen. Keine gute Idee, der Boden drehte sich. Oder die Decke. Irgendwas. Er fiel zurück aufs Bett und umklammerte den Bettpfosten fester.
»Ist alles okay, S- Garry?« Der Vierzehnjährige sah zögerlich drein. »Wenn Sie möchten, Garry, dann können Sie hier schlafen. Ich pack mich auf die Isomatte.«
»Wer bist du überhaupt?«
»Benjamin. Benjamin Fennloh. «
»Bist du neu in Spiffy? Hab dich nie gesehen..«
»Nein Sir. Garry… Garry mein ich. Das hier ist Vaseline.«
Der Junge schaute ihn an. Ein wenig ehrfürchtig. Garry hatte diese Wirkung auf andere, doch er bemerkte es kaum.
»Ah. Das erklärts wohl.« Vaseline. Nicht nur im falschen Zimmer, sondern auch im falschen Haus. Garry zweifelte, das in dieser Nacht einer der Lehrer daran Anstoß nehmen würde. Wahrscheinlich wäre man froh, das die Schüler überhaupt in Zimmer schlafen und nicht in Couchecken und auf dem Esstisch.
Er sah zu Boden. Der andere Junge kramte irgendetwas unter dem Bett hervor.
»Was machst du da?«
»Ähm ich wollte die Isomatte… «
»Vergiss die Isomatte.« Garry ließ sich nach hinten fallen. »Basti…«
»Bennie.« Der Junge setzte sich wieder neben Garry aufs Bett.
»Auch gut.« Garry streifte seine Schuhe ab und rutschte beiseite. »Hör zu- Ich hau bald wieder ab. Ich werd dich nicht wecken. Pack dich einfach ins Bett… ich brauch nur noch etwas um ‘nen klaren Kopf zu bekommen. Hast du ne AlkaSelzer? Oder Aspirin?«
Benjamin zog die Schublade seiner Kommode auf und fischte zwei Tabletten heraus. Garry langte nach einer angebrochenen Proseccoflasche die neben dem Bett stand.
»Si- Garry…. soll ich jetzt ins Bett kommen?«
Garry zuckte die Achseln. Die Welt sollte aufhören sich zu drehen und sein Gehirn aufhören zu pulsieren. Er nahm die Tabletten und verzog das Gesicht als er sie mit Alkohol herunterspülte.
Der andere Junge senkte den Kopf. Er begann sein Hemd aufzuknöpfen und entkleidete sich langsam. Garry musterte ihn beiläufig. Der magere Brustkorb war von roten Striemen gezeichnet, blauschwarze Prellungen verunzierten die Oberarme.
Benjamin knipste die Schreibtischlampe aus. Ohne ihn anzusehen krabbelte er zu Garry ins Bett.
Lichtblicke

Spaß an trüben Wintertagen.
Zwei Flash-Spiele zur allgemeinen Aufheiterung.
Schnappi & Sweety go to hell
Und wem das nicht reicht, dem empfehle ich die Happy-Tree-Friend-Games.
Wi(e)der das Vergessen
Pro7 hat ja ein Händchen für geschmackssichere Vergangenheitsbewältigung.
So brachten sie aus Pietätsgründen in der Erstausstrahlung von “Schindlers Liste” nur einen einzigen Werbeblock, der mit einem Spot für Aufback-Brötchen und dem schönen Spruch “… raus aus der Packung, rein in den Ofen” begann.
Da das nurn schon einige Jahre her ist und heute ja auch mal wieder den Opfern des Holocaust gedacht wird, dachten sich die pfiffigen Werbetexter das man doch geschickt den Appeal des Brachialkomikers Appelt erhöhen könnte, mit einer subtilen Referenz auf den Holocaust:

Und ich dachte, dieses Deo, wäre seit 60 Jahren nicht mehr Handel…
Die Spinner in der Yukapalme
Sagen und urbane Legenden sind auch in unserer aufgeklärten, modernen Welt fester Bestandteil des alltäglichen Lebens.
Hier einige der verbreiteststen und hartnäckigsten Mythen, die bislang durch keinen stichhaltigen Beweis verifiziert werden konnten:
- Cordula Strattmann, Martin Schneider und Ingolf Lück seien sehr lustig
- Pierce Brosnan sei ein wandlungsfähiger Schauspieler
- Fernsehen und Zeitungen seien kein Sedativ für die finanziell-herausgeforderte Masse, zur Verhinderung von gewaltsamen Auschreitungen
- Politiker seien auch nur Menschen
- Es gebe Leute die Beckmann, Kerner und Gottschalk für witzig und schlagfertig hielten
- Das Jamba-Kücken sei niedlich
- Es gebe keinen Zusammenhang zwischen den Top 100 und gelegentlichen Hirnblutungen
- Günther Jauch sei Journalist
- Mit Sülzmusik unterlegte Katastrophenbilder seien ein Zeichen von Anteilnahme
Letztes Lichtspiel: Team America
Originaltitel: Team America: World Police
Herstellungsland: USA 2004
Regie: Trey Parker, Matt Stone
Darsteller: Marionetten
Meet the Urmels

Team America, die Weltpolizei. Im unermüdlichen Einsatz gegen das Böse in der Welt (leicht zu erkennen an Turban, Bart und einem Wortschatz der sich auf "Derka Derka Jihad" beschränkt) legen sie nebenbei mal Paris oder Kairo in Schutt und Asche. Der Preis der Freiheit eben. Schwierig wird es erst, als sich die liberale, linke Hollywoodprominent auf die Selbsternannten Weltenretter einschießt. Die Film Actors Guild, kurz FAG will auf einer Weltfriedenskonferenz dafür sorgen, das der arroganten Truppe endlich das Handwerk gelegt wird, damit Frieden und Harmonie einkehren können in der Welt. Dummerweise haben die FAG-Aktivisten dabei übersehen, das die Konferenz ausgerechnet von Kim Jong Il veranstaltet wird, der damit lediglich ein Ablenkungsmanöver inszeniert um in aller Ruhe weltweite Terroranschläge auszulösen. Der Einzige der den Tag noch retten kann ist Broadway-Musical-Star Gary Johnston, der eigentlich nur als Aushilfe ins Team America aufgenommen wurde. Doch bevor er den totalen Armageddon verhindern kann, muß er seine Kollegen befreien und die Mitglieder von FAG aus dem Weg räumen. Wird er sich gegen Alec Baldwin, Tim Robbins, Matt Damon und ihre liberalen Helfershelfer durchsetzen können?
Die "South Park"-Macher Parker und Stone drehen alles durch den Wolf was anderen heilig ist. Ob nun die religiöse, patriotische Rechte, die Schurkenstaaten, Hollywood-Action-Heuler oder die links-liberalen Gutmenschen – vor Team America sind alle gleich. Gleich bescheuert.
Im Schutze des V-Effekts der durch die Verwendung von Marionetten statt Schauspielern entsteht, pinkeln sie mit kindlicher Freude allen Seiten ans Bein. Subtilität ist ihre Sache nicht. Wie ein Gummiegodzilla durch eine Spielzeugstadt, trampeln Parker und Stone durch die politische Welt- und Gemütslage der westlichen Zivilisation. Im an RENT angelehnten Musical LEASE, darf Hauptdarsteller Gary eine schmissige Nummer mit dem Titel "Everyone has AIDS" zum Besten geben und Diktator Kim Jung Il deklamiert in bestem Pidgin-English "I’m so ronry (lonely)". Das beiläufig die versammelten Action und Patriotenfilm-Klischees a la Bruckheimer demontiert und seziert werden versteht sich fast von selbst.
Im tiefen Tal der Supergoogle
Erstmalig erreichten das Batzlog zwei verschiedene Erklärungen, welchen Sinnzusammenhang die Suchbegriffe die auf diese Seite führten haben mögen. Ich werde es den geneigten Lesern überlassen, welche Version sie für die wahrscheinlichere erachten:
Story 1: Blacklist
„Marie Luise, nimm doch endlich den blöden Teekessel vom Herd! Ich muss mich konzentrieren!“, faucht der Inspektor seine Frau an. Er sitzt an seinem Schreibtisch, vor ihm liegt eine Akte auf der in großen Lettern geschrieben steht: ‚BLACKLIST RADIOSENDER JULI 2004’ Seit Wochen immer wieder dasselbe Bild: Der Inspektor an seinem Schreibtisch, vor ihm diese eine Akte, sonst nichts.___________________________________________________________________________ Von Batz am 26, 1, 2005 um 13:40 in SuchBatzSeine Frau hatte sich an diesen Anblick gewöhnt und hatte nach unzähligen Versuchen ihn von dort wegzulocken, resigniert aufgegeben. Sowieso ist sie eine sehr verständnisvolle und ruhige Person. Sie kümmert sich um den Haushalt und um alle geschäftlichen Dinge, sodass sich der Inspektor ganz und gar seiner Arbeit widmen kann. Die Fronten sind geklärt und beide sind eigentlich glücklich, sie kommen sich nicht ins Gehege und vertrauen einander bedingungslos. Sonntags lädt sie immer wieder gerne Leute aus der Nachbarschaft oder entfernte Bekannte ein. Der Inspektor, ein Eigenbrödler, tut ihr immer den Gefallen und spielt (mittlerweile sehr professionell) den umsichtigen und redegewandten Gastgeber.
Inzwischen sind sie auch dabei ein großartiges Team, und die Inszenierung folgt immer einem gewissen Zeremoniell. Zunächst erzählt der Inspektor kleine Anekdoten aus seinem Berufsleben und nachdem ‚Malu’, wie er seine Frau liebevoll nennt, den Kuchen und Tee serviert hat, erzählt sie die Geschichte ‚wie ihr Vater sie über Wasser fickte’. Malu ist Chinesin und spricht das ‚sch’ immer wie ein ‚f’ aus.
Aber gut, die Geschichte spielt nicht am Sonntag, sondern an einem Montag im Januar 2005.
Der Inspektor sitzt also wie jeden Abend an seinem Schreibtisch, vor ihm diese eine bestimmte Akte. Inzwischen hat er sich zurückgelehnt und betrachtet Bilder, die er aus der Akte genommen hat. Es sind Bilder von Sienna Guillory.
Lobotomie per SMS – jetzt bestellen
Einen treffenden Kommentar zur Euphorie der Rechteverwalter der
Musikindustrie über die neue Einnahmequelle Klingelton, findet sich in der
Freakshow:
"Liebe
Universal Music, lieber Frank Briegemann…."
Anmerkung:
Der Bolero und Jaws eignen sich hervorragend als Klingeltöne, wenn man
eigentlich keine Lust hat ans Telefon zu gehen. Bis die Stücke in den
akustisch wahrnembaren Bereich vordringen, haben die meisten Anrufer eh
schon entnervt aufgegeben oder sind rücklinks in die Mailbox gestolpert.
Link
via: Spreeblick
Selbstbeherrschung

Daran erkennt man, das sich jemand wirklich im Griff hat.
Moritz Bleibtreu ist bei “Wetten, dass” zwar kurz zusammengezuckt, als ihn der unverrottbare Thomas als “einen von Deutschlands beliebtesten Nachwuchs-Schauspielern“ vorstellte, er hat jedoch dem verständlichem Impuls widerstanden Gottschalk mit seinen eigenen hässlichen Cowboystiefeln zu verprügeln. Respekt, Moritz.
Götz George hätte dem Jungmoderator sicherlich rechts und links eine gezimmert.
Und womit?
Mit Recht.
KatzEnte
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Sitting Ducks (on a cat)
Letztes Lichtspiel: Napola
Originaltitel: Napola – Elite für den Führer
Herstellungsland: Deutschland 2004
Regie: Dennis Gansel
Darsteller: Max Riemelt, Michael Schenk, Tom Schilling
Schni Schna Schnapola oder Der Club der kleinen Lichter

Erzählt wird die Geschichte des 16jr Friederich (Max "Mädchen Mädchen" Riemelt), der durch sein Boxtalent 1942 die Chance erhält in ein Eliteinternat der Nationalsozialisten, ein sog. Napola aufgenommen zu werden. Da die Ausbildung dort exzellente Karrierechancen verspricht, zögert er nicht lange und geht gegen den Willen der Eltern dorthin. Die Ausbildung ist hart und umfasst neben politischer Indoktrination und Sport auch die Ausbildung an Waffen. Die Nappis sollen schließlich mal die Führungspositionen in aller Welt übernehmen. Friederich freundet sich bald mit Albrecht (Tom "Verschwende deine Jugend" Schilling) dem Sohn eines Gauleiters an.
Albrecht ist der Gegenpol zum etwas naiv-tumben Friederich. Wo dieser wenig reflektiert und hinterfragt und sich im wesentlich für seinen Sport interessiert, gibt Albrecht den nachdenklichen, belesenen Part und moralische Instanz. Erst durch ihn lernt Friedrich das Ausbildungssystem mit seiner "Schlag zu wenn der Gegener schon am Boden liegt"-Mentalität in Frage zu stellen.
Albrechts Vater, Gauleiter Stein (routiniert widerlich verkörpert von Das Experiment-Bösewicht Justus von Dohnanyi) kann seinem verweichlichten, gedichteschreibenden Sohn allerdings wenig postive Seiten abgwinnen. Als sich dieser nach einem Einsatz gegen unbewaffnete Russen gegen seinen Vater stellt, eskaliert die Situation…
Maxenball
Und wieder einmal öffnen wir im Batzlog eine Seite im großen Buch der
möglichen Erklärungen, der Suchbegriffe die auf diese Seite führten. Ein
aufmerksamer investigativer Leser des Batzlog, fand heraus das es sich
dabei um die Fragmente eines erschütternden Tagebuchauszugs handelt.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 18, 1, 2005 um 18:32 in SuchBatz, TagesBatz
Die folgende Geschichte ist nicht für Jugendliche unter 16 Jahren
geeignet."Der bisherige Tag ist nicht sehr gut gelaufen, doch
jetzt hab ich es geschafft und freue mich auf Daniels Kostümparty! Was
zieh ich denn nur an? In dem Stress der letzten Tage habe ich ganz
vergessen mein Kostüm vorzubereiten. Was soll’s, Spontaneität ist immer
gut – irgendwas wird sich schon finden. Ach ja, ich hab ja noch die
Uniform vom Flo im Schrank und irgendwo müssen doch noch diese alten
Armeestiefel sein. Richtig, auf dem Zwischenboden! Perfekt!Es
ist viertel nach zehn, ich mach mich mal auf den Weg. Im strömenden
Regen ist so eine Uniform eigentlich was Feines. Ah, die Bahn, ich
laufe! Glück gehabt…Die Menschen schauen mich etwas
irritiert an, warum nur? Wie würden Sie wohl schauen, wenn ich als Micky
oder Marilyn gegangen wäre? Egal, die nervten mich heut schon genug,
jetzt will ich meinen Spaß und den hab ich wenn ich in ihre Fratzen
schaue.Ostkreuz: Ich steige um!
Warschauer: Tram verpasst!
Ich gehe wieder durch den Regen! Mist – Scheiße! Diese blöden Köter!
75:
Ich bin da! Klingel!Die Tür springt auf – zum Glück bin ich
nicht als Marilyn gegangen!
Mark umarmt mich freudig, ich schaue mich
um und beobachte. Es stinkt! Ach ja die blöden Köter, ich hab Scheiße am
Stiefel! Gehe in die Küche zum Armeestiefel putzen.
Garry Poppers u.d. Möse des Schreckens 23
Feuerwerk
Cockwarts war eingefroren. In Stille und Bewegungslosigkeit.
Die meisten Schüler waren über Weihnachten zu ihren Familien gefahren. Viele besuchten Freunde. Nur etwa ein Viertel der Jungen und Mädchen die normalerweise die Schule bevölkerten, blieben. Meist aus Mangel an Alternativen.
Garry war einer von ihnen. Tom fuhr nach Frankfurt zu seiner Familie. Hermoaning zu einer Tante in Köln.
Heiligabend kam und ging wie eine trübe Vision. Unwirklich und bemüht. Auch wenn Professor Rape ein exzellentes Weihnachtsessen zubereitet hatte und Fumblemore ihnen allen zur Aufmunterung ein Pflegeset von Davidoff schenkte – die Stimmung blieb unterkühlt.
Vergeblich versuchte Garry nicht zu depremiert zu klingen, als Tom ihn am Abend anrief.
»Danke nochmal für das Shirt. Sieht wirklich cool aus.«
»Hey schön das du es magst, hab ne Weile gesucht und wußte nicht obs dir gefällt«, Garry hatte sein Handy ans Ohr geklemmt und hockte am offenen Fenster durch das die Nachtluft hereinwehte. Ein täuschender Geruch nach Schnee und Finsternis. Dank der meterdicken Wände des Internats, hatte man fast nirgends einen anständigen Empfang. Die einzige Möglichkeit den anderen halbwegs deutlich zu verstehen, war am Fenster stehenzubleiben.
»Hast du meins schon aufgemacht?« fiepste Toms Stimme vom anderen Ende. Er klang aufgeregt. Ein wenig unsicher.
»Noch nicht, ich wollt warten. Aber Moany hat mir die Hörbücher zu "Stadtgeschichten" geschenkt. Als wenn ich nie was lesen würde…«
»Sie kennt dich eben. Komm mach meins auf, ja?«
Garry fieselte vorsichtig das Klebeband vom holografisch-schimmernden Geschenkpapier des nur etwa Handteller großen Päckchens.
Eine kleine Schatulle kam zum Vorschein.
»Tom… du hast doch nicht..?«
Der Sechzenjährige klappte die kleine mit blauem Samt überzogene Box auf. In ihr befanden sich zwei samtene Einkerbungen. In einer davon steckte ein hell-schimmernder Ring.
»Magst du ihn? Ich hab den anderen… die gehören zusammen… gefällt er dir?« es klang fast demütig.
Garry entnahm den Ring und drehte ihn im weißlichen Mondlicht hin und her. Auf der Innenseite war das Wort FREUND eingraviert. Aussen war er perfekt gerundet und glitzerte platin.
»Garry…? Bist du okay? Ich kann ihn umtauschen wenn du ihn-«
»Danke.« flüsterte Garry und seine Stimme brach. Am anderen Ende hörte Tom nur Stille, unterbrochen von leisem Schniefen.
»Mann… Hase… hey….«, stammelte Tom.
Garry flüsterte noch einmal "Danke" und gab dem Handy einen leisen Kuss. Dann legte er auf.
Teurer Terror
Wie der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe berichtet (die Netzeitung btw auch), wollen Anwälte der Opfer des 11. September jetzt die Helfer und Drahtzieher des Anschlages auf Schadensersatz verklagen.
Das klingt wie ein guter Plan und könnte tatsächlich das einzig probate Mittel im Krieg gegen den Terror sein. Wenn sie damit durchkommen, werden es sich die Bösachsler demnächst dreimal überlegen, ob sie es sich finanziell überhaupt leisten können Anschläge zu begehen.
Wie nennt man eigentlich Anwälte wie denn Herrn Kreindler, die aus allem ein lukratives Rechtsgeschäft machen? Airplane-Chaser?
Angriff der 1,78m Medienhuren
Tri- Tra- Travestie, die Journalismus-Simulanten von Planetopia haben mal wieder zugeschlagen.
Die Frage ob Boulevardjournalisten tatsächlich die niedrigste dem Menschen bekannte Lebensform sind, hatte sich grade durch die Berichterstattung zum Fall Mooshammer mal wieder allgemein aufgedrängt, da legt das beliebte Sat.1-Wissensmagazin auch schon nach mit einem neuen Ziel: Blogger.
Genau Blogger: Diese dubiosen, subversiven Leute die einfach zuhause sitzen und irgendetwas in ihre Weblogs schreiben. Das, mahnt Planetopia, ist gefährlich, denn: Keiner kontrolliert es. Kein Chefredakteur der ihnen sagt: "Das ist nicht spektakulär genug", kein CvD der sagt "Da muss mehr Human Interest rein, ham wir nicht irgendwo ne heulende Frau?", kein Redaktionsleiter der sagt "Wir müssen zuspitzen, sonst interessiert das keine Sau.".
Da muss doch irgendetwas faul sein. Solchen Quellen sollten die Sat.1-Zuschauer keinesfalls vertrauen. Nein. Glauben schenken sollen sie, den objektiv und gutrecherchierten Beiträgen von Planetopia. Das sind ja sicher nicht irgendwelche Leute mit Frontallobotomie, die den halben Tag mit Eierschaukeln und Skandalerfinden verbringen, sondern hochqualifizierte Spitzenjournalisten, die sorgfältige Recherche und wahrhaftige Berichterstattung über alles stellen. Wie sonst wären die ganzen sachlichen Berichte a la "Computerviren haben in ihren Kühlschrank gekackt", "Das Internet hat ihren Hund gefickt" und "Kindermord durch Tastenklick" zu erklären, die jedem Anwurf der Sensationsgeilheit und des Gossenjournalismus standhalten.
Für alle Fans und Freunde sudeliger Halbwahrheiten, gepaart mit Vorurteilen und heimeliger Ignoranz waren die Warnungen von Planetopia mal wieder ein wahres Fest. Wehret den Anfängen, Blogger sind alle untereinander vernetzt, schreiben konspirative Hasstiraden gegen völlig unbescholtene Firmen wie Jamba und wollen letztlich wahrscheinlich doch die Weltherrschaft übernehmen.
Wie gut das wir rechtzeitig gewarnt wurden. Wie gut das Sat.1-Redakteuere niemals Interviews verdrehen oder aus dem Zusammenhang reissen würden. Wie gut, das wir gewarnt wurden. Auch vor Planetopia. Das nächste mal halten wir es mit Peter Lustig: Abschalten, ehe das Gehirn schaden nimmt.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 17, 1, 2005 um 16:56 in MediaBatzBits, TagesBatz…und täglich grüsst der Sedlmeyer
Kaum hört man die Nachricht, weiß man auch schon was nun kommen wird:
Peinlichste
Enthüllungen. Von Doppelleben wird die Rede sein. Von der unbekannten
Seite des Modemachers, den die meisten als lustige Hundetunte kannten und
als harmlose Kuriosität ob ihres Unterhaltungswertes schätzten.
Befragt
werden sicher "enge Vertraute" von ihm, die von nichts wussten und nun
schockiert sind.
Frage: Wieso darf nach dem Tode eigentlich
berichtet werden, was vorher die Selbstzensur der Boulevardpresse verbot?
Antwort:
Weil er als lebender bessere Stories brachte und man ihn nur einmal hätte
schlachten können.
Harren wir also "Sedlmeyer reloaded" – ab
heute in jedem Sudelmagazin und in einem Jahr als großes TV-Ereignis auf
Sat.1. Gespielt von Tobias
Moretti – der hat ähnliche fettige Haare, wirkt als Ösi sowieso leicht
schmierig und hat auch mit Kötern seine Erfahrung.
Und freuen
wir uns auf überraschende Pointen bei 7 Tage 7 Klötze und ähnlichem,
darüber das es a) sein Hund war um an das Erbe zu kommen oder b) der Hund
mittlerweile nicht mehr unter Verdacht steht und aus der U-Haft entlassen
wurde.
Batz Getwitter
- so ich bin dann mal weg hier... wir sehen uns dann zur orscarverleihung wieder bei twitter #ibes
- hmmm das aufgewärmte von gestern #ibes naja gucken wirs halt auch noch weg
- so morgen sehen wir uns nochmal zur reunion show.... gute nacht #ibes
- @keineHobbies schlaf guzt
- *grins* sie haben die verdammten culcha candela nicht einmal erwähnt in den 2 Wochen - me gusta #ibes
- awww biggie ist so cool :) ich will sie wumbeln #ibes
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