Vor einem Jahr…
Letztes Lichtspiel: War of the worlds
Gekommen um zu bleiben…
Ray Ferrier: They’re not from around here.
Robbie Ferrier: You mean they’re, like, from Europe?
Ray Ferrier: No, Robbie, they’re not from Europe.
Originaltitel: War of the Worlds
Herstellungsland: USA 2005
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Tom Cruise, Justin Chatwin, Dakota Fanning, Tim Robbins, Miranda Otto
Wow. Zunächst einmal Wow. Nachdem Spielberg jahrelang nur noch schlimmen Scheißdreck wie A.I., Minority Report, Amistead, JP2 und routinierte, aber harmlose Komödien wie Catch me if you can und Terminal drehte, kommt jetzt doch wirklich noch mal ein Film, der zeigt das er mal einer der aufregendsten Regisseure der Welt war.
Insgesamt drei Neuverfilmungen des SF-Klassikers erblicken im Jahr 2005 das Licht der Leinwand oder Bildschirme. Zwei davon sind Mid-Budget-Produktionen, die ihren eigenen Charme entfalten, sei es nun trashiger oder solider Natur. Die dritte und meist beachtete dürfte sicherlich die von Stephen Spielberg sein.
Ist der Film gut? Zum Großteil. Ist es das beste was Spielberg die letzten Jahre abgeliefert hat? Mit Sicherheit.
DIe völlig verkackte Pressekontrollaktion im Vorfeld des Films, die Gehirnaussetzer eines Tom Cruise und den stinklangweiligen Trailer mal außen vor gelassen: War of the Worlds lohnt das Ansehen.
Für alle die in den letzten Monaten in einem Erdloch gewohnt haben oder denken H.G.Welles sei jemand der Füllfederhalter herstellt, hier noch einmal die Story in Kurzform. Ausserirdische greifen die Erde mit dreibeinigen Kampfrobotern an, die seit Jahrmillionen unter der Erde versteckt waren, sie töten und zerstören alles was ihnen vor die Strahlenflinte kommt. Das Militär hat ihnen nichts entgegenzusetzen und scheitert. Am Ende krepieren die Aliens an Schnupfen. Ende. Das wars.
Diese Handlung erleben wir mit Tom Cruise, der einen geistig herausgeforderten Dockarbeiter spielt und seinen beiden Kinder, der Tochter Kreisch und dem Sohn Schmoll. Die Aliens kommen, alles brennt und Cruise flieht mit seinen Kindern…. und flieht und flieht und flieht. Irgendwann fallen die Aliens um und das wars.
Fernerliefen
Bild oben: Ausgelassene Homosexuelle zeigen sich ungeniert bei einem Homosexuellen-Strassenfest in Berlin1
Auch wenn es allgemein im Live8-Rummel unterging und die etablierten Medien, die über jeden verdammten Karnevalsumzug in Düsseldorf, Köln, Mainz oder Hükelhoven berichten, es seit Jahren so handhaben das pro Jahr nur über einen CSD berichtet wird, möchte ich doch nochmal darauf hinweisen, das an den vergangenen beiden Sonntagen wieder einmal Sodomiten-Umzüge in Berlin und Köln stattfanden, bei denen zwischen 400.000 und 600.000 Menschen unterwegs waren. Und abgesehen vom Party und Tralala-Charakter geht es dabei immer noch um eine politische Demonstration. Grade im Angesicht des derzeitigen Glaubens-Backlashs und einer dräuenden CDU/CSU-Regierung, wäre das vielleicht doch noch etwas das eine gewisse Wichtigkeit hat. Wie in den Vorjahren, fanden die Demos aber kaum bundesweite mediale Beachtung. Jede abgesagte Love-Parade bekam da mehr Sendezeit und mehr Printzeilen.
Aber das muß man ja nicht betonen. Wäre es selbstverständlich in Deutschland Schwule und Lesben auf den Straßen zu sehen, dann würde sicher mehr drüber berichtet. Nachdem das ganze aber immer noch einen Boah-Guckma!-Charakter hat, reicht es wenn über einen CSD pro Jahr Alibi-Berichte in den Medien laufen. Man möchte das Publikum ja nicht durch zu häufige Konfrontation mit dem Thema daran gewöhnen. Am Ende fände es vielleicht auch noch der letzte Dorfdepp Bewohner einer kleineren Gemeinde, völlig normal das es "diese Leute" gibt.
Und ehe wieder das Argument kommt, das sei doch so normal, das man eben nicht mehr darüber berichten müsse: Einfach mal wieder die deutschen Provinzen besuchen oder mit ein paar Schwulen durch Berlin Wedding oder Neukölln laufen abends. Dann weiß man wieder was Spaß ist.
Nachtrag: Ich warte immer noch drauf das bei einem Kinderschänder, der sich an kleinen Mädchen vergangen hat, ausdrücklich betont wird, das er das tat um seine perversen heterosexuellen Triebe zu befriedigen. Oder das sich der Täter in bekannten Heterosexuellen-Etablissements herumtrieb. Aber das muß man ja nicht, das ist ja auch normal. Im Gegensatz HIERZU.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 4, 7, 2005 um 17:02 in LiteraBatz, QueerBatz, TagesBatzGarry Poppers u.d. Möse des Schreckens 28
Der Junge der zuwenig wusste
»Er ist seit fünf Tagen verschwunden jetzt…«, Tom saß neben Garry auf der Bettkante. Er hatte mit seinen Eltern telefoniert. Es war jetzt drei Tage her, seit er die kurze Nachricht von seinen Brüdern erhalten hatte. Winnie, der Jüngste der Sissy-Geschwister war aus dem Ferienlager nicht zurückgekehrt. Auf der Rückfahrt im Zug hatte er sich anscheinend in Luft aufgelöst. Alle Wagons waren mehrfach durchsucht worden. Ergebnislos. Andere Kinder aus dem Skicamp erinnerten sich nur, das er in den Speisewagen wollte, danach hatte ihn keiner mehr gesehen. Polly Sissy hatte zuerst ihre älteren Söhne informiert, sie wollte nicht noch mehr Panik verbreiten als in Cockwarts eh schon herrschte. Doch irgendwann musste Tom es erfahren. Sein Bruder Ted hatte ihm einen Brief zugesteckt und ihm die Lage erklärt. Tom sollte mit niemandem drüber sprechen.
Erst nach einem Tag hatte er es nicht mehr ausgehalten und sich Garry anvertraut.
»Meine Mutter dreht durch. Die Polizei glaubt, das er weggelaufen sei und heimlich an irgendnem Bahnsteig ausgestiegen ist. Sie scheinen zu glauben, das er bei uns mißhandelt wurde….«
Garry hielt Toms Hand umfasst und sagte nichts. Wie so oft fühlte er sich linkisch, wenn er nicht wusste wie er jemandem Trost spenden sollte.
Acht geben…
Zappen. NDR nachts um Eins. Nein das ist nicht NEUN LIVE…
Das
ist Live 8.
Und der schlechtgelaunte Mann, der gelangweilt dreinschaut ist auch
nicht Bob Dylan, sondern Bob Geldof, der mürrisch seinen Hit Manic
Monday ins Mikrofon mümmelt.
Also so auf den ersten Blick
schaute er wirklich aus wie Dylan, der machte auf einem Tribut-Konzert
ihm zu Ehren auch immer den Eindruck jemand habe ihm ins Müßli
geschissen. Und die Töne trifft der auch nicht.
Aber
ansonsten: Prima Idee das Ganze. Auch wenn Herr
Broder mal wieder rumzettern muss. Aber irgendwas is ja immer.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 2, 7, 2005 um 21:36 in TagesBatz
The only winning move…
…is not to play…
Ja, Weisheiten die wir aus Wargames
mitgenommen haben.
Über www.stophiphop.de
habe ich jetzt folgendes ulkige Spiel gefunden, das ob seiner
Einfachheit besonders den etwas simpleren Gemütern (Politikern, Neonazis
und herkunftshalber herausgeforderteen Dummbratzen1) viel
Freude machen wird.
1) Der offizielle Sprachgebrauch ist laut verschiedener Berichte
die ich in letzter Zeit lesen durfte wohl "Jugendliche Kriminelle mit
Migrationshintergrund" – aber man darf wohl weiterhin "Blöde
Dummbratzen" dazu sagen.
Batz Getwitter
- Stellenanzeige: Prakticans gesucht für moviepilot http://t.co/EBytSqqp via @nerdcoreblog
- Chronicle: Die Wahrheit über Telekinese http://t.co/0tPqgsXI
- gnight bis zum grand prix
- okay für so ein lausiges filmjahr wars eine ordentliche verleihung, sie haben sich mehr bemüht als die jahre zuvor #oscar
- Wie kein Waldorf & Statler am Ende? - Ich weiß nicht mir hat die Show gefallen! - Dir hat ja auch War Horse gefallen! #oscar
- RT @smoitzheim: "The Oscar goes to The Artist. But we nominated a movie about a horse, you can tell we didn't really care this time." #o ...
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