Vor einem Jahr…
Pervers
Nicht pervers ist…
…wenn der Regierende Bürgermeister
von Berlin es wagt, ein Grußwort für ein Schwules
Strassenfest der Ledercommunity zu schreiben. Das die Veranstaltung
Touristen nach Berlin zieht und deshalb von großen Sponsoren unterstützt
wird und auch das Tourismusbüro Berlin dem ganzen seinen Segen gibt, sei
nur am Rande erwähnt..
Pervers ist…
…wenn sich bigotte, verlogene CDU-Politdarsteller
und Boulevardpresse
lautstark darüber echauffieren und Wowereit in einer Presseerklärung
als Porno-Lobbyisten denunzieren. Wie etwa ein gewisser Hinterbänkler
namens Henkel:
„Die SPD müsse sofort dafür sorgen, dass Wowereit sich von der
Veranstaltung öffentlich distanziert. Berlin braucht einen Senat, bei
dem die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik Priorität hat
und nicht mehr als zweifelhafte Pornofeste.“
Immer öfter drängt
sich aber der Eindruck auf, dass Wowereit das wichtiger sei, als die
alltäglichen Probleme der Berliner, die unter einer steigenden
Abgabenlast, Kriminalität und der Bildungsmisere zu leiden hätten.Berlin
braucht einen Regierenden Bürgermeister, der sich dieser Probleme
annimmt und nicht Gruppen in den Vordergrund stelle, die ihren
Lebenssinn darin sehen, abartige Sexualmethoden zu praktizieren.“
und auch der entlaufene Geistesteskranke BILD-Kommentator-Wagner,
meint dem gerechten Volkszorn dümmliche Stimme verleihen zu müssen:
___________________________________________________________________________ Von Batz am 31, 8, 2005 um 14:42 in MediaBatzBits, QueerBatz, TagesBatz"In dieser Not hatten Sie Zeit, lieber Bürgermeister von Berlin, ein
Grußwort an die Leder-Maso-Szene mit ihren verwirrenden Ledermasken,
Halsbändern und Handschellen zu schreiben. „Willkommen in Metropolis“
schrieben Sie den Arschguckern. Berlin, suggerierten Sie, sei das Glück
im schwarzen Leder.
Ich glaube, daß die Zeit gekommen ist, dem
Bürgermeister von Berlin ordentlich den Marsch zu blasen. Mit Fesseln,
Sex und Leder kann man die Probleme einer Stadt nicht lösen. Die
Problem-Hauptstadt wird à la Wowereit zur Sex-Hauptstadt. Berlin hat das
nicht verdient."
Aller Läster Anfang…
Wissenschaftler haben herausgefunden…. Lästern und Klatschen ist nützlich und wichtig. Das berichtet heute u.a. TELEPOLIS.
"Lange galt Klatsch den Wissenschaftlern als unnützes oder sogar bösartiges Geschwätz. Wie die [extern] New York Times kürzlich berichtete, haben Psychologen und Sozialforscher diese Meinung in den letzten Jahren revidiert. Tatsächlich ist Tratsch ein wesentlicher Faktor sozialer Interaktion in Gruppen. Er trägt am Arbeitsplatz dazu bei, die Regeln, nach denen zusammengearbeitet wird, zu klären und zu verstärken. Zudem werden äußerst wichtige Informationen weitergeben, die niemals in einer Dienstvorschrift schriftlich festgehalten würden.
Die Gerüchteküche trägt auch dazu bei, dass Neulinge und am Rand stehende Personen in Gruppen integriert werden, indem sie Vertrauliches und damit Vertrauen erfahren."
Als wenn ichs nicht schon immer geahnt habe. Schon vor Jahren fiel es mir schwer an diesem Buch vorbeizugehen, ohne es zu kaufen:
"Langzeitstudien mit Bewohnern von pazifischen Inseln, amerikanischen Mittelschülern und bäuerlichen Bevölkerungsteilen aus Neufundland sowie Mexiko haben erwiesen, dass alle klatschen und dass sie zwischen einem Fünftel und zwei Dritteln der täglichen Gesprächsdauer dafür aufwenden. Zwischen Männern und Frauen bestehen dabei keine signifikanten Unterschiede."
Also haben Schwuppen ja doch etwas mit der Landbevölkerung gemein. Wieder etwas gelernt.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 31, 8, 2005 um 14:09 in TagesBatzAnd the Oskar goes to…

Das wirklich schlimme an Oskar Lafontaine ist nicht, der populistische
Scheissdreck den er daherredet – das ist als Politiker sein Job.
Wirklich
übel nehme ich, das neben ihm Knallchargen wie Friedrich Merz und Sabine
Christiansen sympathisch und zurechnungsfähig wirken.
Letztes Lichtspiel: Howls moving castle
"It was a pleasure meeting you, even if you are my least favorite vegetable! Take care, Turniphead! "
Originaltitel: Hauru no ugoku shiro
Herstellungsland: Japan 2004
Regie: Hayao Miyazaki
Okay ich gebe zu, ich bin kein Ghibli-Jünger. Bei allem Anerkennen phantasievoller Stories und nett gezeichneter Hintergründe, das Charakterdesign der Figuren klickt bei mir einfach nicht. Vielleicht liegt es an der Sozialisation mit Heidi, Niklas, Marco und Anne mit den roten Haaren – aber ich vermisse einfach eine gewisse Eigenständigkeit der Figuren. Und die Animationen sehen einfach stets etwas limited aus. Optisch spannend finde ich eigentlich lediglich das mit computerhilfe-animierte Schloß, der Rest erweckt einfach ständig Flashbacks in Kindertage. Jetzt wein nicht mehr Perrine, kleines Püppchen, freches Bübchen…Maja erzähle uns von dir. Ein eigener Zeichenstil ist ja gut und schön, aber ein wenig eigenen Charakter sollten die Figuren schon haben. Und Zaubermeister Howl sieht einfach aus wie ein x-beliebiges Bishonen-Jüngelchen.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 28, 8, 2005 um 2:43 in CineBatzDr. Mabuse – Der Schwaller

Wieso darf Dr.
Mabuse im ZDF bei Berlin
Mitte mit Wolfgang Clement zur Wahl diskutieren? Und warum sagt er
Sätze wie: "Wir sägen doch an dem Ast an dem wir sägen?"
Fatalismus
bringt uns doch auch nicht weiter…
Wo du wolle?
Bahnfahren in Berlin ist toll. Man bekommt nicht nur das bundesweit größte Angebot an Obdachlosen-Magazinen und Illustrierten angeboten und darf jeden Tag "El Condor Pasa" oder "Laila" in der Version für Akkordeon und Blockflöte genießen. Nein, man erfährt, wenn man, um dem Anblick der mitfahrenden Evolutionstufen auszuweichen, die angebrachte Werbung betrachtet, das die Spezis vom Würfelfunk jetzt auch ganz tolle Sightseeing Taxis anbieten. "Auf Wunsch mit fremdsprachlichem Fahrer".
Abgesehen davon, das man "fremdsprachlich" als Wort wohl diskutieren könnte – Ich kann mich nicht erinnern diesen Wunsch jemals geäussert zu haben, hatte aber bisher bei jeder Taxifahrt in Berlin einen von der Sorte.
Wie wäre es mit "auf Wunsch mit deutschsprachigem Fahrer"? Das wäre mal was neues.
Und auf den Satz "Wie fahre am beste?" könnt man auch ganz gut verzichten.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 25, 8, 2005 um 10:26 in TagesBatz
Endspurt
Ich finde langsam übertreiben die Damen und Herren Wahlkämpfer ein wenig.
Schröder
lässt sich für den Friedensnobelpreis
nominieren und Stoiber organisiert ne Flutkatastrophe
in Bayern – wahrscheinlich hofft er auf einen ähnlichen Kick
wie die SPD 2002. Er wird jetzt wohl juchzend durchs Zimmer tanzen, die
die Geldsäcke aus seinem Speicher holen und aufbrechen um die Kohle an
die Flutopfer zu verteilen. Stimmen kaufen in Zeiten des
Wasserschadens… Mal sehen was Gerd macht. Und Angela… kann die
schwimmen?
Tokio Hotel – Einstreuen, einrühren, fertig
Ach Crivens!
Das neuste Instant-Geb(r)oy aus Dr. Seltsams Popküche ist fertig und prompt von Pups auf Eins in den Charts eingefallen. TOKIO HOTEL heissen die trendigen Backfisch-Beglücker und machen irgendwas mit Rock. Also etwas das ganz, ganz entfernt damit zu tun hat. Für Leute denen Bryan Adams schon zu wild und ungezügelt abpunkt.
Das Frontmännchen Bill Kaulitz sieht aus wie eine androgyne Mischung aus Edward Scissorhands und Dragonball und versucht sich in nöliger Kim Frank-Gedächnis-Intonation. Irgendwas mit schlechtem Wetter. Monsun. Die Pisa-herausgeforderte Zielgruppe glaubt wahrscheinlich, Monsun wäre wäre eine Supermarkt-Kette in Ostdeutschland – wobei sie zumindest teilweise recht hat, denn auch die Güschelrogga von Tokio Hotel kommen aus der Zone.
Die ganze Band übt sich für Promo-Fotos in finster gucken, wirkt aber dennoch eher wie die 15jr netten Bübchen die sie sind. Da helfen auch schwarzlackierte Fingernägel und festbetonierte Manga-Tolle nix, das Gepose allein macht keine Rocker. Alles wirkt so erschreckend unbedrohlich und knuffelig, ganz zugeschnitten auf das zahnbespangte, dauerkreischende Publikum, das ja neuerdings auf deutschsprachiges mit Rock-Attitüde steht.
I can’t believe it’s not rock!
Muss das denn? Und warum klingt Monsun, mit seinem Schülerzeitungs-Gedichte-Text, wie das lahmste ECHT-Stück aller Zeiten?
Creutz. Rock isn’t dead, it just smells funny.
Erhellende Artikel zum Thema finden sich beim Popkulturjunkie und in der Freakshow.
(via: Medienrauschen.de)
___________________________________________________________________________ Von Batz am 22, 8, 2005 um 23:36 in MediaBatzBits, TagesBatzHatschirrp 2

Bild oben: Vogelgrippe doch schon in Deutschland?
Diese Henne sieht gefährdet aus!
VerHörtechniken: In Memorian Knabberkram
Wieder mal beim TV-gucken eingedöst und nur mit verminderter Aufmerksamkeit zugehört bei den ZDF-Spätnachrichten.
Wurde heute beim Weltjugendtag wirklich der Ermordung von Ferrero Rocher gedacht? Wenn ja, was ist mit all den Hanutas, Ballistos und Milky Ways die tagtäglich erbarmungslos aufgefuttert werden?
Achnee… doch nur wieder verhört.
Weiterschlafen.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 18, 8, 2005 um 21:21 in MediaBatzBits, TagesBatzNur ein Vorschlag…
Öffentliche Erregung
Wenn ich noch einmal den ZDF-Reporterdarsteller Andreas Klimperstein
(oder wie der heisst) sehe, der sich in debiler Erregung sabbernd ins
Mikrofon ergiesst, weil ihm Papst Pupsnase zugewinkt hat, dann gehe ich
los und verprügele einen GEZ-Fahnder.
Wieso darf da auf
Gebührenzahlers Kosten unterwürfigste Kirchenpropaganda inszeniert
werden… und warum behaupten alle das dieser creepy-aussehende
Mann mit der eher unangenehmen-hohen Stimme Charme und Sympathie
ausstrahlt?
Hatschirrp..!
Bild oben: Erkälteter Spatz mit nicht durchniesfestem Taschentuch
Ist man eigentlich paranoid, wenn man morgens lauscht ob sich unter das Tschirpen der Sperlinge schon die ersten Niesgeräusche mischen?
Bis dato war Deutschland doch auch eigentlich eher von der Mogelgrippe bedroht, die immer Freitags und Montags ausbrach und die ehrliche deutsche Wirtschaft um Milliarden schädigte.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 18, 8, 2005 um 14:51 in TagesBatzLetztes Lichtspiel: Sin City
That there is one damn fine coat you're wearin'.
Originaltitel: Sin City
Herstellungsland: USA 2005
Regie: Frank Miller, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino
Darsteller: Jessica Alba, Rutger Hauer, Elijah Wood, Bruce Willis, Benicio Del Toro, Michael Madsen, Clive Owen, Mickey Rourke, Nick Stahl

Denken Sie sich ein Superlativ ihrer Wahl und setzen sie es als Bewertung für Sin City ein. Großartig, brilliant, innovativ etc. Wenige Filme haben eine derartige Welle an Goodwill und positiver Kritik vor sich hergetrieben, wie Sin City. Ein Film der eigentlich alles das macht, was man von einem Erfolgsfilm nicht erwartet. Er ist in Schwarz-Weiß, er ist erst frei ab 18, er ist ein Anthologie-Film, er hat Überlänge. Oft genug reicht eines davon um einen Film krepieren zu lassen, wenn er nicht grade "Titanic" oder "Lord of the Rings" heisst.
Doch Regie-Guerrilla Robert Rodriguez ist ein unberechenbarer Bastard und es muß konstatiert werden, das der Film allen positiven Reviews gerecht wird. Nicht nur der Trailer sah gut aus: Auch der Film ist es. Die hochgradig stilisierte Vignetten-Sammlung nach Frank Millers düsteren Serie-Noir Comics, Stories von Mord und Verrat, Liebe und Verlust, Rache und Betrug, sieht großartig aus und die Optik passt wie Faust aufs Auge zum Hard-Boiled-Style, dem sich die verschiedenen Off-Erzähler befleissigen.
Wo einem George Lucas mit seinen gruseligen Star Wars Episoden die Schauspielführung vor Green-Screen zu Totalausfall wird und selbst Mimen wie Ewan McGregor und Samuel L. Jackson zu Knallchargen verkommen, da hat Allroundtalent Rodriguez alles im Griff. Auch wenn sich die meisten Darsteller nie gegenüber standen und der gesamte Film am Computer zusammengebaut wurde, hat man nie das Gefühl das die Figuren mit der Luft reden oder ins Leere starren, anstatt ihr Gegenüber anzusehen. Die All-Star-Cast darf sich mal mit mal gegen den Typ besetzt in plakativen, testosteron-triefenden Monologen austoben, an denen Mickey Spillaine seine helle Freude hätte. Der schmale Grad auf dem sie wandern, ist ihnen dabei stets bewusst und dank der gradlinigen Reduktion auf das wesentliche schaffen es alle die Mike Hammer-Gedächnissätze nie albern wirken zu lassen. BaSin City wird im Rahmen der Erzählung ernst genommen und nicht ironisiert, alles ist nunmal überlebensgroß. Die Gangster sind härter, die Psychopathen durchgeknallter und die guten Cops zäher als es die Polizei erlaubt.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 17, 8, 2005 um 19:54 in CineBatzDie Katze und der leere Blechnapf

Bild Oben: Flips lässt sich von Plumps über Ohr hauen… ähm
schlappen
Letzte Woche hatte Flips mal wieder Besuch von
ihrer Schwester Plumps, weil ihr Herrchen sich zwecks der Aneignung
einer Erkältung nach Usedom begab (er behauptet der Grund wäre Urlaub
gewesen – ha!). Nachdem sich die Fellboschel anfänglich wieder einmal
heftig anknurrten und einige Rangkämpfe ausgetragen haben, schienen sie
sich schließlich aber doch ganz gut zu verstehen.
Und solange es genug zu Futtern gibt, bringt sie wenig aus dem
seelischen Gleichgewicht. Katzen! ![]()
Batz Getwitter
- so ich bin dann mal weg hier... wir sehen uns dann zur orscarverleihung wieder bei twitter #ibes
- hmmm das aufgewärmte von gestern #ibes naja gucken wirs halt auch noch weg
- so morgen sehen wir uns nochmal zur reunion show.... gute nacht #ibes
- @keineHobbies schlaf guzt
- *grins* sie haben die verdammten culcha candela nicht einmal erwähnt in den 2 Wochen - me gusta #ibes
- awww biggie ist so cool :) ich will sie wumbeln #ibes
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