Vor einem Jahr…
Pervers
Nicht pervers ist…
…wenn der Regierende Bürgermeister
von Berlin es wagt, ein Grußwort für ein Schwules
Strassenfest der Ledercommunity zu schreiben. Das die Veranstaltung
Touristen nach Berlin zieht und deshalb von großen Sponsoren unterstützt
wird und auch das Tourismusbüro Berlin dem ganzen seinen Segen gibt, sei
nur am Rande erwähnt..
Pervers ist…
…wenn sich bigotte, verlogene CDU-Politdarsteller
und Boulevardpresse
lautstark darüber echauffieren und Wowereit in einer Presseerklärung
als Porno-Lobbyisten denunzieren. Wie etwa ein gewisser Hinterbänkler
namens Henkel:
„Die SPD müsse sofort dafür sorgen, dass Wowereit sich von der
Veranstaltung öffentlich distanziert. Berlin braucht einen Senat, bei
dem die Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Familienpolitik Priorität hat
und nicht mehr als zweifelhafte Pornofeste.“
Immer öfter drängt
sich aber der Eindruck auf, dass Wowereit das wichtiger sei, als die
alltäglichen Probleme der Berliner, die unter einer steigenden
Abgabenlast, Kriminalität und der Bildungsmisere zu leiden hätten.Berlin
braucht einen Regierenden Bürgermeister, der sich dieser Probleme
annimmt und nicht Gruppen in den Vordergrund stelle, die ihren
Lebenssinn darin sehen, abartige Sexualmethoden zu praktizieren.“
und auch der entlaufene Geistesteskranke BILD-Kommentator-Wagner,
meint dem gerechten Volkszorn dümmliche Stimme verleihen zu müssen:
"In dieser Not hatten Sie Zeit, lieber Bürgermeister von Berlin, ein
Grußwort an die Leder-Maso-Szene mit ihren verwirrenden Ledermasken,
Halsbändern und Handschellen zu schreiben. „Willkommen in Metropolis“
schrieben Sie den Arschguckern. Berlin, suggerierten Sie, sei das Glück
im schwarzen Leder.
Ich glaube, daß die Zeit gekommen ist, dem
Bürgermeister von Berlin ordentlich den Marsch zu blasen. Mit Fesseln,
Sex und Leder kann man die Probleme einer Stadt nicht lösen. Die
Problem-Hauptstadt wird à la Wowereit zur Sex-Hauptstadt. Berlin hat das
nicht verdient."
Man könnte natürlich anführen, das Wowereit in Anbetracht des
Wahlkampfes damit rechnen musste, das die Gehirnazubis Kompetenzbolzen
von der CDU sein Grußwort als Steilvorlage verwenden werden. Man kann
sich aber auch fragen, warum es zweifelhafter sein soll, eine derartige
Veranstaltung zu unterstützen, als einen Schützenverein, Weinfeste,
Oktoberfeste, Brauchtumsvereine oder irgendwelche multikulturellen
Karnevalsveranstaltungen. Und es soll keiner behaupten bei den
anderen Sachen ginge es nicht auch um bizarre Vorlieben und es hätte
nichts mit Ficken zu tun.
Nachtrag: Ein Artikel zum Thema
und Wowereits Reaktion auf die Anwürfe findet sich HIER
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3 Kommentare zu “Pervers”
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- Okay Weekend... now would be a good time to start... please? http://t.co/zWvVKuo2
- so ich bin dann mal weg hier... wir sehen uns dann zur orscarverleihung wieder bei twitter #ibes
- hmmm das aufgewärmte von gestern #ibes naja gucken wirs halt auch noch weg
- so morgen sehen wir uns nochmal zur reunion show.... gute nacht #ibes
- @keineHobbies schlaf guzt
- *grins* sie haben die verdammten culcha candela nicht einmal erwähnt in den 2 Wochen - me gusta #ibes
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03. Juni 2006 at 18:03
[...] Wunderbar. Wo man sich hier auf HARTZ-Empfänger einschießt, betreibt man drüben halt Schwulenklatschen. Aber warten wir nur ein bißchen, spätestens wenn im Septmeber in Berlin Bürgermeisterwahlen sind, wird man sich hier sicher auch wiede rnicht entblöden im Kampf gegen Wowereit irgendwelche homophoben Ressentiments zu bedienen. Wetten? [...]
21. Juni 2006 at 17:19
[...] Irgendein anderes Sackgesicht fordert Arbeitslager Zwangsarbeit für HARTZ-Empfänger . Ich persönlich fänd Todesstrafe auch in diesem Fall besser. Die Erschiessungskommandos schaffen 1-Euro-Arbeitsplätze und im Zuge der schönen Patriotismusstimmung des Landes, passen dann ja irgendwie auch Massengräber mit Arbeitsverweigerern.Wo bleiben eigentlich die Kampfhunde, die bösen schwulen Chatrooms, und die Spritdebatte? Achja und die CSDs gehen ja jetzt auch wieder los, da lässt sich von irgendeinem Hinterbanks-Einzeller sicherlich wieder homophober Scheißdreck in der BILD lancieren. [...]
30. August 2006 at 22:21
Da sollte man das D in CDU doch erst einmal streichen, die so genannten “Porno-Lobbyisten” sind nämlich Teil einer vielfältigen demokratischen Gesellschaft. Wo wäre denn unsere Demokratie, wenn wir – wie unsere Freunde von der CDU – so über andere Menschen urteilen würden?