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    Juuudy es ist unglaaaublich…

    Schön wenn sich Pro7 aufrafft, die Golden Globes zumindestens als Aufzeichnung auszustrahlen.

    Wenn man aber die lustige Lutzi Hirntot und ihren Kumpel Spargelschäler-Bruno holt, um die Voice-Overs zu sprechen, kann man es eigentlich auch gleich sein lassen. Nicht nur das sie die meisten Filmtitel falsch verstehen und anscheinend nach Gefühl übersetzen, auch die Intonation erinnert an grausamste Teleshopping-Sendungen und lässt sämtliche Laudatoren wie frisch lobotomiert wirken.

    Danke, aber ich les mir dann doch gleich HIER durch, wer gewonnen hat.

    +++

    Wenn sieht wie konsequent Clooneys angriffslustiger Polit-Thriller "Good night and good luck" ignoriert wurde, ist es wohl auch egal, ob man den Käse guckt.

    Und ja es mag ja politisch korrekt sein und wunderbar sensibel und shit, aber mich interessiert der mit Preisen überhäufte Schwule Cowboys-Film "Bareback  Brokeback Mountain " sowas von überhaupt nicht.

    Nachdem jetzt allenthalben den Schauspielern anerkennend auf die Schulter geklopft wird, wie muuutig es doch ist diese Rollen zu spielen (und sie nichts eiligeres zu tun haben als zu versichern, wie schwer es war die "Szenen" zu spielen und das sie sich auf der Leinwand nicht dabei zusehen können) fürchte ich das die Schmonzette auch bei den Academy Awards ordentlich abräumen wird,
    Endlich mal wieder ein schwuler Film für alle politisch korrekten, die schon Philadelphia für supertoll halten.
    Bah. Humbug.
    Man sollte nie vergessen, das Ang Lee auch HULK verbrochen hat. Das macht ein Eissturm alleine nicht wieder gut.

    Von Batz am 17, 1, 2006 um 23:20 in MediaBatzBits | 5 Kommentare »

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    5 Kommentare zu “Juuudy es ist unglaaaublich…”

    1. somlu Sagt:

      Ist dir eigentlich schon aufgefallen, dass nun die Homos in Hollywood die Film und Fernsehstudios übernommen haben (nicht, dass sie nicht schon immer dort gewesen sind), wo ist die Blöd, warum fordert sie nicht, dass die Kinder von Film und Fernsehen ferngehalten werden und wieder auf der Straße spielen sollen?

    2. Simon Sagt:

      Was magst du an Philadelphia nicht?

    3. spango Sagt:

      stimmt alles. nur, hulk hat mir gefallen, bis auf die hunde.
      brokeback…ist irgendwie so brisant und aktuell wie eine meister propper reklame.

    4. somlu Sagt:

      ich antworte auch mal, auf die Frage von Simon.

      Also, Philadelphia ist ein Heterofilm, ja klar, ja, einige der Akteure sind Schwul. Aber der Film richtet sich nicht an Schwule geschweigedenn an Lesben. Er ist ein Aufklärungsfilm für Heteros über AIDS, der zu Zeiten erstellt wurde, als sich die allermeisten noch nicht sicher waren, ob nicht doch das Trinken aus der gleichen Tasse irgendwie ansteckend ist. (Was sich ja leider noch nicht vollständig rumgesprochen hat)

      Das positive Identifikaitonsmodell für den Heteromann, an sich ist der schwarze Anwalt, der sich mit seiner Homophobie und seinen homosexuellen Anteilen auseinandersetzen muss und dies in vorbildlicherweise tut, womit wir bei der political correctness angekommen wären. Es geht also um Schwule, AIDS, Homophobie und die vielgepriesene Toleranz allen Gruppen gegenüber, die irgendwie anders als das weiße, mittelständische, prostestantische Amerika und doch irgendwie nicht, dazu weiter unten. sind. Dieser letzte Teil ist insofern wichtig, als dies zentral ist in diesem Film, dass er der us-amerikanischen Kultur entspringt.
      Dies alles eingebunden in ein Umfeld, mit liebenden Freunden und Familie, die hinter dem Sterbenskranken stehen und alle sind außerdem immer wohlsituiert. Also, gaaaanz normal und nicht anders als “wir”.

      Deswegen kann ich den Film nicht leiden.

      Hab ich was vergessen?

    5. Reaper-Batz Sagt:

      *g* Das war schon fast alles was ich auch zu dem Film zu sagen haben.

      Philadelphia gibt vor sich um Toleranz zu bemühen, wobei ich Toleranz sowieso immer für zweifelhaft halte, denn sie ist etwas das gewährt wird und entzigen werden kann.
      Akzeptanz wäre besser, denn was ich akzeptiere muß ich nicht unbedingt mögen.

      Was mich an Philadelphia zudem stört ist das er, wie Somlu schon schrieb, unglaublich idealisiertes, unbedrohliches Bild von Schwulen zeichnet. D.h. wenn Leute so nett, harmlos und asexuell daherkommen wie Tom Hanks und auch beim Sterben noch so knuddelig aussehen und das gewagteste was sie tun ist, zu Opernmusik mit ihrem Tropf zu tanzen, DANN findet das Hetero-Publikum sie toll und liebenswert.
      Tom Hanks ist in dem Film eine einzige Entschuldigung an das Publikum, er hat keine einzige negative Eigenschaft.
      Ich bin aber kein Freund davon, anderen nach dem Munde zu reden und die Toleranz zu ihren Bedingungen zu erhalten. Es gibt auch innerhalb der Schwulen-Community sicher viele die den Film mögen, genauso wie es sehr viele gibt die glauben das CSDs, Drag Queens und jede Art von Schwulem der nicht im Nadelstreifenanzug mit Seitenscheitel und einem “Ich bin genau wie ein Hetero”-Button am Revers rumrennt, den Schwulen den Ruf versauen – um es mal überspitzt zu formulieren.
      Eine Serie wie Queer as Folk ist deshalb so wichtig, weil sie Schwule endlich als Menschen zeigt und nicht als positiv oder negativ Abziehbild. Und vor allem konfrontiert sie die Zuschauer damit, das Schwulsein eben nicht nur daraus besteht gut gekleidet zu sein, viel über Inneneinrichtung zu wissen und Barbaras Streisand zu hören. Die entsexualisierung wie sie auch in unterhaltsamen Toleranz-Klamotten wie In&Out vorkommt, ist auf Dauer einfach nervig, weil sie stets suggeriert: Wir finden Schwule dann toll, wenn sie nichts mit ficken im Sinn haben und in jedem Punkt moralisch untadeliger sind als Heteros.
      Sorry, das funktioniert nicht. Und wie man am Klima in den USA sieht, hat Philadelphia nicht so viel dazu beigetragen wirkliche Akzeptanz zu schaffen. Brokeback MOuntain wäre kaum so ein Skandalfilm und so beachtenswert, wenn sich in den Köpfen der Leute seit 1994 wirklich etwas verändert hätte.

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