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    Die Bären sind los  – Scary Movie 4Slither

    Die Bären sind los – USA 2005

    Eine Baseball-Mannschaft die nur aus den uncoolen Kids besteht, Migranten, Brillenträgern, Behinderten, Unangepassten, muss sich durchsetzen. Lupus, Engelbert, Tanner, Kelly, Miguel, Amanda, Toby und wie sie alle heißen. Ex-ProfiBaseballer und jetziger Ungezieferbekämpfer und Teilzeitalkoholiker Buttermaker (Billy Bob Thornton) übernimmt die undankbare Aufgabe die Truppe zu trainieren. Anfangs reizt ihn nur das Geld, aber natürlich gewinnt er die Kinder irgendwann lieb und will sie zum Sieg führen.

    Die Story ist bekannt. Sehr bekannt in der Tat, denn hier handelt es sich nicht um ein verkapptes Remake wie bei den Mighty Ducks-Filmen und anderen Epigonen, sondern um eine Lupen(ich war fast versucht Lupus zu schreiben)reine Neuverfilmung des Kinderfilmklassikers "The bad news bears", der in Deutschland genau wie die spätere Fernsehserie als "Die Bären sind los" lief. Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, ob heutige Kinder den Film noch lieben werden, aber für mich war es eine willkommene Erinnerung an Kindertage. Ich hab damals im ZDF keine Folge der Serie verpasst und war überrascht als ich den eigentlichen Film später sah, wie derb die Umgangssprache der Kids dort sein durfte. 70er Jahre eben, da wirkte selbst ins Mainstreamkino noch der Realismus nach, die politische Unkorrektheit die von Spielberg und Co wenig später später so gründlich ausgeräumt wurde.
    Richard Linklatter, selbst aus dem Indiebereich kommend, hat nun ein zeitgemässes Update des Film geschaffen, das sich dennoch sehr eng an die Vorlage hält. Keine Re-Imagination, eher eine behutsame Anpassung. Positiv darf notiert werden, daß die Gags und Ausdrücke der Kinder genauso heftig sind wie im alten Film. Billy Bob Thornton (m routinierten Bad-Santa-Modus), ist eine würdige Neubesetzung der Walther Matthau-Rolle (oder Jack Warden in der Serie)  Buttermaker und auch das unerwartet unsülzige Ende wurde beibehalten und nicht modisch aufgepeppt. Die unbekannten Kinderdarsteller machen ihren Job gut und wirken hinreichend realistisch, das man sie nicht permament ob ihrer Niedlichkeit im Gaterodefaß ersäufen möchte.
    Insgesamt ein schöner, wenn auch vorhersehbarer "Underdogs schaffen es (fast)"-Film der sowohl Erwachsenen wie auch heutigen Kids Spaß machen sollte. Und wenn nicht, dann sind die Kids einfach blöd.
    Und jetzt pfeifen wir alle die Carmen-Overtüre , welche Gott sei Dank als Erkennungsmusik der Bären beibehalten wurde.
     7 von 10 Batztapsen

    Scary Movie 4 – USA 2006

    Zum zweiten Mal dreht ZAZ-Veteran nun statt den Wayons-Brüder aktuelle Filmhits für das Scary-Movie-Franchise durch die Mangel.  Am Buch haben seine alten Kumpel Pat Proft und Jim Abrahams mitgewirkt, wenn diesmal War othe Worlds, Saw, The Grudge, und Tom Cruise persönlich durch den Kanal gezogen werden.
    Spoof-Filme sind mittlerweile ja ein Genre für sich und zur Geschmackssache geworden. Der Novitättenfaktor eines "Airplane" ist lange verflogen, wir wissen wie die Mechnaik des Spoofs funktioniert und viele können die Filme nicht mehr sehen oder finden sie langweilig.  Ich geb zu, ich hab eine Schwäche für die Filme. Ob nun die beiden derben Vorgänger der Wayons-Brüder oder die eher der "Hot Shots"-Tradition folgenden letzten Teile, auf eine recht simple Weise amüsieren mich die Filme dennoch. Vielleicht ist es auch nur der Spaß zu sehen wie Grinsepitter Tom Cruise demontiert wird oder ein Tripod im Ipod-Design aus der Erde bricht um die verängstigten Massen mit cooler 80s-Musik zu beschallen.  Die  Besetzung, wie immer angeführt von der unverwüstlichen Anne Faris, erledigt ihren Job solide und mit soviel Mühe wie  es das Genre eben erlaubt. Leslie Nielsen gibt einen  stilsicheren George  W.  Verschnitt ab, dem im Angesicht der Katastrophe  eine Kindergeschichte wichtiger ist, als das Wohl seines Volkes. Und selbst der unsägliche Bill Pullman stölrt nicht groß als Anführer im "The Village"-Segment des parodistischen Gemetzels.
    Ist das ganze originell? Nicht wirklich. Muß man das lustig finden? Nöö. Hab ich mich amüsiert? Hell yeah!
    Wie immer gilt, wer die verarschten Film nicht kennt oder mit den Vorgängern nichts anfangen konnte, der sollte tunlichst die Finger von Scary Movie 4 lassen. Alle anderen dürfen das Hirn an der Kasse abgeben und sich amüsieren.

    Scary-Movie 4 – Trailer
    6 von 10 Batztappsen.

    Slither – USA 2005

    Wheelsey, irgendein Kaff in den USA. Ein Meteorit schlägt ein und schleimige Würmer kriechen heraus, die in Menschen eindringen und sie zu schleimigen Monstern machen. Nur ein paar Teenies und die örtliche Polizei können ihnen Parolie bieten.

    Okay, das was sich James Gunn, der Drehbuchautor vom "Dawn of the Dead"-Remake hier ausgedacht und direktiert hat, ist natürlich auch inhaltlich ein uralter Stinkekäse. Die Mittelalten von uns werden sich an den 80er-Minikultfilm "Night of the Creeps" erinnert fühlen oder an David Cronenbergs "Shivers", die Leute im Alter für die Creme für die "Reife Haut" gemahnen sich an dutzende 50er-70er Heuler in denen irgendwelche Ausserirdischen sich in Menschen einnisteten und sie Berserk laufen ließen. Schrei wenn der Tingler kommt. James Gunn weiß das natürlich auch und es ist ihm egal. Er liebt die alten Monsterschinken und das merkt man Slither auch an. Die Figuren sind allesamt doofe Stereotypen, die Welt funktioniert einfach und die Ausserirdischen veranstalten Blutbäder aus Gekröse und Schleim. Das Ganze nimmt sich nie wirklich ernst, was wohl auch für die nachsichtige Altersfreigabe ab 16 verantwortlich ist, denn auch die Jugendschützer scheinen zu erkennen, wenn etwas einfach zu albern ist, um es als Bedrohung der zarten Kinderseeele einzustufen.
    In technischer Hinsicht vertraut der Film erfreulicherweise größtenteils auf handgemachte Make-Up- und Splattereffekte. Der Computer bleibt dabei meist aussen vor. Wer sich auf einen nostalgischen Monstertrip in bessere Zeiten begeben will, findet in Slither eine dankbare, dummfröhliche Reisemöglichkeit.
    Slither-Trailer
    6 von 10 Batztappsen

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    Von Batz am 7, 5, 2006 um 15:48 in CineBatz | Kommentieren »

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