Vor einem Jahr…
Fuck Toleranz! Stop and No-Go
Eins, zwei , drei, vier Beckstein, alles soll versteckt sein.
Christiansens fröhliche Plauderrunde, heute zum Thema "No-Go-Areas".
Immer wieder putzig zu beobachten, wie einfach der gemeine Konservative funktioniert. Gegen jedes Problem hilft immer mehr Überwachung und mehr Polizei. Grundsätzlich ist in Bayern sowieso immer alles besser und lachend wird als Zeichen unsäglicher Toleranz festgestellt, daß man in Bayern ja auch Neger Schwarze bei der Polizei eingestellt habe und das ja als Touris auch ganze viele "Schwarze, Weiße und Gelbe" zu Besuch kämen.
Alleine die erschreckend dämliche Wortwahl, verrät viel über das Weltbild von Bayerns Beckstein. Schwarze und Gelbe gibts und wenn er gewaltbereite Rechtsradikale meint, redet er immer noch von Skinheads.
Da zeigt sich wo der Verstand der CDU/CSU mittlerweile historisch stehtt: Irgendwo Anfang der 90er Jahre, als tatsächliche sehr viele Neonazis im Outfit von Skins auftraten. Das die Welt sich seither weitergedreht hat, daß Neonazis und Rechte heute in vielerlei Erscheinungsform auftreten, daß auch die adrett gekleideten Durchschnittsidioten ab und zu mal gern Andersdenkende und Aussehende aufklatschen, das vieles was zur rechten Gewalt führt aus dem bürgerlich gekleideten Lager der rechtsaussen Nadelstreifen Politik kommt – all daß ist bei Beckstein und Co. noch nicht angekommen. Genau wie für Oma und Opa jede Popmusik "Negermusik" war, genau wie sich der Durchschnittsspießer die rebellische Jugend (so es sie denn noch gab) bis Ende der 90er noch als Punks mit bunt gefärbten Iro vorstellte und glaubte "oberaffengeil" wäre tatsächlich ein Wort, daß aus dem aktiven Sprachschatz der Jugendlichen stamme, genauso hinkt die Wahrnehmung von Leuten wie Beckstein der Wirklichkeit gern auch mal 15-20 jahre hinterher.
Dazu passt es natürlich auch, wenn er weit von sich schiebt, daß es auch nur einen Hauch Mitverantwortung gibt oder gar einen Zusammenhang zwischen jahrelanger Äußerungen von CDU / CSU-Politikern, die fröhlich beim Stammtisch um Stimmen warben, indem sie Front gegen alles machten was irgendwie anders war (seien dies nun Ausländer, Deutsche mit Migrantenhintergrund oder Schwule) und den euphemistisch mit "Übergriffen" verharmlosten Angriffen auf eben jene Randgruppen. Wenn man in Becksteins Gesicht liest, merkt man daß er es wirklich nicht versteht. Nicht in der Lage ist zu überreißen, wohin das Spiel mit dem Ressentiment führt.
Wunder nimmt es nicht, wenn jemand der nicht nur aussieht, wie eine Galapagosschildkröte, sondern sich geistig auch mit ähnlichem Tempo vorwärtsbewegt, daß solche Leute politische Lösungsansätze aus der Kreidezeit als Ideallösung zur Hand haben.
Scheiße nur, daß die Viecher so verdammt alt werden.
Überraschend ausnahmsweise auch mal, wie wenig Gedöns und wieviel Sinnvolles von Daniel Cohn-Behndit zum Thema gesagt wurde. Der Mann erinnert mich irgendwie immer an Nina Hagen, man weiß nie ob er was vernünftiges sagt oder gleich mit völlig abstrusem Zeug daher kommt. In den lichten Momenten allerdings, trifft er dann oft den Nagel auf den Kopf. Er zeigte die o.g. Zusammenhänge nachvollziehbar auf, ohne zu vergessen, daß es bei der Diskussion allgemein um "No-Go-Areas" gehen sollte. Das ostdeutsche Käffer, in die man guten Gewissens keinen ausländischen Bekannten schicken sollte, genauso unerträglich sind, wie Teilbereiche Frankfurts oder Stadtteile von Berlin in die man als erkennbar Schwuler nicht gehen kann, ohne von Jugendlichen mit Migrantenhintergrund eins aufs Brett zu riskieren.
Matze Platzek, der sich jetzt wieder hinterm Ofen hervortraut nachdem er nicht mehr an allem Schuld ist, sei an dieser Stelle nochmal wie allen anderen Toleranzpredigern gesagt:
Steckt euch die Toleranz dorthin wo die Sonne nicht scheint.
Toleranz ist ein widerwärtiger Begriff aus der Kuschelkacke-Bewegungszeit der 70er und 80er. Toleranz ist und war immer etwas das man gewährt. Etwas daß jederzeit wieder entzogen werden kann. Solange man als Minderheit nur toleriert wird, solange sich diejenigen treuherzig auf die Schulter klopfen, weil sie ja so tolerant sind, ist wenig in den Köpfen erreicht. Toleranz ist immer begrenzt, gnädig zugestandener Almosen derjenigen die die Macht haben.
Akzeptanz ist das was uns weiter bringt. Dinge die ich akzeptiere muß ich nicht wunderbar finden, aber ich akzeptiere das es nunmal so ist. Akzeptanz kann ich nicht gewähren, denn was ich akzeptiere hat bereits die Normalität erreicht. Akzeptanz kann mir nicht entzogen werden, denn wenn jemand etwas akzeptiert hat, ist es für ihn Fakt. Ich muß nicht alle hier lebenden Ausländer toll finden, nicht alle Deutschen mit Migrantenhintergrund, nicht alle Schwulen, Ostdeutschen, Bayern, Arbeitslose, RTL2-Zuschauer und andere Randgruppen. Aber ich muß akzeptieren das sie mit mir in diesem Land leben, daß sie Rechte haben die ihnen niemand nehmen darf. Selbst wenn ich einige von ihnen für unglaubliche Arschlöcher halte, es bleibt die Akzeptanz ihr Bleiberecht, ihr Lebensrecht, ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit, auf vernünftige Bildung etc. nicht in Frage zu stellen.
Vielleicht sieht es deswegen in vielen Bereichen in diesem Land so traurig aus, weil immer noch zuviel toleriert und zuwenig akzeptiert wird. Erst wenn ich akzeptiere, daß es gewisse Menschen gibt, sie aus der Toleranz in die Normalität hole, kann ich anfangen die Probleme zu lösen die ich mit ihnen habe.
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Von Batz am 21, 5, 2006 um 23:31 in MediaBatzBits, TagesBatz | 39 Kommentare »___________________________________________________________________________
39 Kommentare zu “Fuck Toleranz! Stop and No-Go”
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- achja der nächste der im Zusammenhang mit Inception vom "Film des Jahres" spricht bekommt einen Schuh an den Kopf. War 2010 echt so mies?
- lange kann es nicht mehr dauern bis die sparkasse verlangt, dass ich IHNEN Zinsen zahle für das Geld auf meinem Kapital-Plus-Sparkonto
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22. Mai 2006 at 0:51
Verdammt, Batz! Das ist einer der besten Blogeinträge die ich in den vergangenen 32 Jahren gelesen habe! Thanx for that!
22. Mai 2006 at 1:08
[...] Was der Herr Batz da schreibt, ist mit jedem Wort wahr und ehrlich und richtig. [...]
22. Mai 2006 at 6:28
Toleranz? Akzeptanz!…
“Da muß man Toleranz zeigen …” heißt es oft. Oliver schreibt im besten Blogbeitrag, den ich zu dem Thema bisher gelesen hab, dass Toleranz eben nicht das Richtige ist. Akzeptanz heißt das Zauberwort – und da muß ic…
22. Mai 2006 at 7:27
du machst meine woche,
vielen dank!
ich bevorzuge “respekt” und “vorurteils-bewusstsein”,
viele grüsse,
riemer
22. Mai 2006 at 7:33
[...] Kommentar von batzlog, via Spreeblick, via schon-wieder-René [...]
22. Mai 2006 at 8:15
!
22. Mai 2006 at 8:27
Also im ersten Moment hab ich mir gedacht: Toller Artikel, schreibt mir aus der Seele. Dann hab ich gedacht: Pustekusten! Ausgekochter Unsinn ist das.
Ich wüsste nicht, wieso Akzeptanz ein besseres Wort sein sollte als Toleranz, denn: Toleranz, wie auch Akzeptanz, sind Entscheidungen. Jede Entscheidung, die man fällt, kann man immeraktive Toleranz immer noch besser, als zu sagen, dass man akzeptiert, weil es irgendwer von einem hören will aber es ist in Wirklichkeit garnicht so ist.
22. Mai 2006 at 9:33
Dieser Analyse wird jeder zustimmen, der sich über diese Themen Gedanken macht, dass schließt automatisch Herrn Beckstein und Konsorten aus. Zu wissen, was falsch läuft, ist jedoch die eine Sache, handeln die andere. Fahrt nach Ostdeutschland, seht Euch die z.T. verfallenen Städte an, sprecht mit den frustrierten Menschen dort. Versucht, an die heran zu kommen. Das haltet Ihr keine Woche aus. Geht nach Berlin/Neukölln in ein türkisches Nur-Männer-Cafe, in eine Nur-Türken-Disco mit Aufschlaggarantie, nach Marzahn-Hellersdorf in die 1-Euro-Sauf-was-du-kannst-am-Eingang- Pigmentkontrolldienst-Discos. Macht es einmal und Ihr habt meinen großen Respekt. Erzählt ihnen vom semantischen Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz. Das ist genau das, was die brauchen. Klugscheißer, die in ihren Intellektuellen-Ghettos und Konsensblasen genannt Blogs sitzen und heiße Luft emittieren.
22. Mai 2006 at 10:55
Wow!, einer der wohl besten Blogeinträge der letzten Monate. Wirklich genial, ich kann dir bei allem nur vollends zustimmen Batz. Aber dass die Politiker auch diese “Erleuchtung” erlangen bleibt abzuwarten, und zu erhoffen. Obwohl ich das jedoch bezweifele. Trotzdem ein Funken Hoffnung bleibt bestehen.
22. Mai 2006 at 11:55
ich muss zwei dinge tun, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie mir noch passieren: cohn-bendit verteidigen und spork zustimmen. daniel cohn-bendit mag seltsame sexversuche an kindern gemacht haben, er spielt geistig in einer gänzlich anderen liga als das lsd-opfer hagen. er ist sogar der vielleicht einzige “europäische” politiker. und warum spork recht hat: semantik bringt uns nicht einen schritt weiter. nehmen wir den punkt bleiberecht. das ist nunmal genau der punkt, den nicht nur konservative politiker in frage stellen. du musst übrigens gar nicht in den osten gehen und semantikunterricht geben: wirf mal in einem beliebigen forum, das nicht von den jusos betrieben wird, die frage auf wie es mit dem bleiberecht für die berühmten “kriminellen ausländer” steht. du wirst überrascht sein, wie rechts der mainstream in so einer frage steht. die tolerieren das bleiberecht nicht, die aktzeptieren es nicht, die finden es total kacke. verstehe mich nicht falsch, gefühlt bin ich ganz bei dir. aber die mitte ist in den letzten 15 jahren soweit nach rechts gerutscht, dass das, was man früher selbstverständlich gefordert hat, nämlich die gute alte toleranz, utopie geworden ist und die zurückhaltende tante akzeptanz auch schon sehr lange nicht mehr zu besuch war.
22. Mai 2006 at 12:42
@ Malte, Spork: Ja, und? Selbst wenn man mit euren Ansichten konform geht (ich sag mal: 75%) – was dann? Zurücklehnen und sagen: is halt so?
Tolle Lösung
@ Batz: Klasse geschrieben, viel wahres drin – aber eben sehr idealistisch…
22. Mai 2006 at 13:16
Ich mag doch bezweifeln, dass es in dem Beitrag um Semantik ging. Sollte dem so sein, wäre mir auch nicht klar wieso Demokratie ein besseres Wort wie Diktatur sein soll. Oder Milch ein besseres Wort wie Sahne.
Sind doch alles wohlklingende Wörter.
Im übrigen wäre es nichtmal ein Widerspruch Wasser zu predigen und Wein zu saufen. Wieso man sich allerdings zunächst der wahrscheinlichen und direkten Gefahr aussetzen soll um offenkundige Probleme zu benennen, leuchtet mir nun so gar nicht ein. Spork kann ja gerne an die genannten Orte gehen, man kann aber auch einfach dem Beitrag folgend, diese Orte nicht gut finden und fern bleiben, zumal man vielleicht auch respektieren sollte, dass die Leute an diesen Orten in aller Regel unter sich bleiben wollen.
Ich würde jedenfalls auch nicht auf die Idee kommen zum Frauenabend in die Sauna zu gehen.
(Ich hab mich bemüht die Argumente an die Logik der vorrangegangen Kommentare anzupassen.)
22. Mai 2006 at 13:19
Alles “Major Consensus Narrative” – oder sollte es sein.
Aber: Nutzt es was? Höchstend dir selber und uns, die wir uns solidarisch erklären, weil wir mehr von dem verstehen, was vorgeht. Aber verstehen ist nicht gleich ändern.
Rausfahren und zugucken auch nicht. Jetzt erwartet man sicher einen Vorschlag, aber den habe ich nicht. Habe meinen Kindern Akzeptanz vorgelebt. Wenn da was hängengeblieben ist, ist das alles, was ich konnte.
Hat jemand eine Idee? Die, die in der Geschichte die guten Ideen hatten, sind jedesmal (und auch heute wieder) demontiert worden. Ich glaube die Königsklasse ist “Akzeptanz der Ignoranz”. Daran übe ich gerade.
22. Mai 2006 at 13:54
natürlich habe ich nicht den topvorschlag. aber mir selbst hat die langweilige sozialpädagogik geholfen. ich empfand nämlich als kind eine mischung aus ekel und berührungsängsten, was behinderte anging. in politik oder soziakunde oder whateva haben wir dann des öfteren filme gesehen, in denen der alltag von behinderten gezeigt wurde. das hat mich geheilt. also ist mein credo: nordrhein-westfälische sozialpädagoginnen for everyone!
22. Mai 2006 at 14:48
@Patricku
Mag sein daß beides nur Worte sind, aber die Denkprozesse die hinter Toleranz und Akzeptanz stehen sind andere. Es geht um diese Vorgänge, nicht um darum ob einer sagt, was man von ihm hören will. Solange Politiker wie Bürger etwas im Kopf tolerieren, haben Sie sich eben nicht damit abgefunden. Sie sträuben sich dagegen, es als realität, als Fakt zu empfinden. Die völlig vergurkte, ja nicht vorhandene Integrationspolitik der letzten 35 Jahre, die Ausländer immer nur toleriert und als “Gastarbeiter” verbrämt hat, zeigt doch wunderbar wohin uns Toleranz führt. Wer nur toleriert wird, kapselt sich ab, wer sich nicht akezptiert fühlt, sieht keinen Grund sich für die Gesellschaft einzusetzen. Toleriert werden ist immer nur (im wahrsten Sinne des Wortes) einen Steinwurf entfernt von offener Agression. Es geht nicht darum dem Mob irgendwelche semantischen Feinheiten beizubringen, sondern diejenigen die Meinungsbildner und Entscheider sind dazu zu bringen endlich zu akzeptieren, anstatt sich großartig Toleranz auf die Fahnen zu schreiben.
Wenn Politiker mal den Fakt akzeptieren würden, daß wir nie wieder Vollbeschäftigung haben werden, daß die LOhnarbeit immer weiter abnimmt, dann könnten sie sich vielleicht auch dem Problem widmen, welches Konzept man entwickelt um mit Arbeitslosigkeit umzugehen. Derzeit macht man es mit den Arbeitslosen wie damals mit den “Gastarbeitern” und glaubt, daß sei ein vorrübergehendes Phänomen, das geht schon wieder weg.
@Malte
Du mußt Cohn-Bendit doch gar nicht verteidigen, ich hab ihm ja gar nichts schlechtes nachgesagt. Das er manchmal ziemlich fahriges Gedöns redet zu anderen Themen ist halt so, aber gestern hat er wirklich von einem Thema geredet zu dem er Ahnung hat und was er gesagt hat, war vernünftig.
@Spork&Malte
Es geht auch nicht darum nun hinzugehen und Hein Blöd semantische Grundkurse zu geben. Das hat in den 68er Zeiten nicht geklappt, als die Studenten in die Fabriken gegangen sind und den “Malochern” etwas über ihre Ausbeutung verzählen wollten und daß wird auch in Neu-Kölln, Marzahn und anderen Luftkurorten im Osten nicht funktionieren. Aber wie oben schon gesagt, es gibt genug Leute unter den Meinungsbildnern und Entscheidern, die durchaus in der Lage wären zu verstehen und die sich dennoch eher großmütig in Toleranz üben, anstatt den Leuten zu sagen “So ist es, akzeptiert es und lasst uns dann mal überlegen wie wir jetzt damit umgehen.”
“Theres no sense in crying over spilt milk”, wie die Engländer sagen. Oder wie Terry Pratchett es ausdrückte: “Gravity is a habit hard to shake off.”
Hier wird mehr Zeit damit vergeudet zu diskutieren ob es denn Schwerkraft gibt und ob die Milch wirklich verschüttet wurde.
@Allgemein
Natürlich kann sich so eine Diskussion immer nur an die jenigen wenden, die sie nachvollziehen können. Aber auch unter denen gibt es ja genug die sich selbst immer als supertolerant beschreiben und das schon als problemlösung sehen, anstatt als Teil des Problems. Wenn man sie dazu bringt sich selbst zu fragen, was es denn bedeutet wenn sie andere tolerieren, wäre ja vielleicht auch schon etwas gewonnen.
22. Mai 2006 at 16:51
[...] So mancher Dummschwätzer hat sich nicht geschämt, um der Wahlergebnisse willen, am rechten Rand auf Stimmenfang zu gehen. Heute sitzen solche Leute in Talkshows und diskutieren über Toleranz. Hierzu ein großartiger Beitrag beim Batzlog. [...]
22. Mai 2006 at 18:59
@Malte: Wenn du Recht hast, habe ich alles richtig gemacht. Sozialpädagoginnen! Ich hab eine gemacht – meine Tochter studiert’s gerade an der FH Bielefeld.
22. Mai 2006 at 19:02
Es geht hier tatsächlich nicht um Semantik und selbst wenn, warum sollten wir zwei Worte für das gleiche haben? Macht keinen Sinn, auch Sprache arbeitet in diesem Sinne ökonomisch. Es geht, wie Batz sagt, um die Haltung dahinter. Aber vielleicht hat das was mit Selbsterfahrung zu tun, wer erlebt hat, wie es sich anfühlt toleriert zu sein und wie es sich anfühlt akzeptiert zu sein, weiß vielleicht besser worum es geht. Und dann ist es auch nicht mehr eine akademische Frage.
Toleranz ist für die Füße. Bzw. wenn ich etwas toleriere, dann bedeutet es eben auch das ich es nicht akzeptiere. Toleranz ist, zu sagen, es gibt Ausländer in Deutschland und dabei in Berichterstattung und Reden vollständig zu unterschlagen, dass sie keine Ausnahme in der Gesellschaft sind, sondern viele hier in der dritten Generation leben, dass sie sich als Staatsbürger verstehen, dass sie hier Sozialabgaben und Steuern zahlen, Kinder großziehen und ein Teil der alltäglichen Realität sind, nicht die Ausnahme über die man reden kann. Allein die Argumentation, dass kriminelle Ausländer abgeschoben werden, zeigt den Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz. Würde die Kriminalität in diesem Zusammenhang nicht als ein Ausländerproblem behandelt werden, sondern als ein Problem des bundesdeutschen Alltags, dann kommen wir so langsam in den Bereich Akzeptanz.
Die gesamte Berichterstattung und Haltung zu Menschen mit Migrationhintergrund ist verlogen. Es schwingt überdeutlich der Diskurs der “echten” Deutschen mit, der Konstruktion eines homogenen Volkes, dass die Anwesenheit der “Anderen” toleriert – eben duldet – aber sie nicht als Teil der Gesellschaft anerkennt. Historisch gesehen ist das sowieso grober und gefährlicher Unfug, die “Deutschen” als homogenes Volk gab es nie und wird es nicht geben.
22. Mai 2006 at 20:03
Ähm, Batze, was wäre, wenn Herr BEckstein gsagt hätte, daß es auch in Deutschland No-Gos für Deutsche gibt (oder Schwule)
Mir kommt es ein wenig so vor, als hätte er nicht mal das Wort Schwule bei Dir benutzen dürfen.
Ach ja, ich kann Dich beruhigen, es gibt auch in Bayern Leute, die rechter sind als die CSU – hast Du einen Tipp, was man da machen soll?
Außerdem – soll Politik nicht auch die Menschen ernst nehmen? Und wenn Sie skeptisch gegenüber Fremden sind, will man ihnen das ausreden?
Du bist sicherlich viel herumgekommen und kennst andere Länder, andere Menschen sind das nicht?!
Außerdem darf man nicht vergessen, obwohl es in Bayern mehr Ausländer gibt als in Brandenburg, mehr Konservative und (angeblich) mehr Provinzler, ist die Gewalt gegen Fremde wesentlich niedriger.
Das liegt bestimmt nicht an der bösen CSU mit Beckstein, Strauß und Co!
Außerdem: ich finde Akzeptanz falsch!
Verständnis ist schon eher ok.
Ich kann weder Diskriminierung von Frauen akzeptieren, noch Beschneidung noch Ehrenmorde noch Schächten – ich kann es aber verstehen und dann um so vernünftiger dagegen sein!
22. Mai 2006 at 20:11
@matze
matze du redest Gedöns und hast glaub ich nicht im entferntesten kapiert worum es im Beitrag ging.
Das was du schreibst ist derartig Blödsinn ohne wirklichen Zusammenhang zum bisher gesagten, daß ich mir hier ausnahmsweise mal eine detaillierte Erwiderung spare, da ich davon ausgehen kann, daß du sie auch nicht verstehen würdest oder wolltest.
'nuff said.
22. Mai 2006 at 20:38
Tja, Batze, schade, hast schlimmer reagiert, als ich gedacht habe.
Ich dachte, jemand der von Toleranz und Akzeptanz redet, der kommt auch mit einer anderen Meinung klar!
Ich habe Dich im Kern gefragt, was wäre, wenn Beckstein Teile dessen gesagt hätte, was Bendit gesagt hat.
Nochmal Deutlich: Beckstein sagt, sogar in seiner Polizei sind schwarze und es kommen viele Ausländer nach Bayern.
Deinbe Antwort: Er verharmlost, hat ein dämliches Weltbild!
Wenn Bendit aber sagt, auch in Kölln gibt es Gebiete, wo man als Schuler eins vorn Latz kriegt von Ausländern…
Da sagst Du: Nagel auf den Kopf getroffen.
Dann greifst Du Konservative mit einem Rundumschlag an, (wo ist hier Deine Akzeptanz? ich habe den Eindruck, Du hast Dich nicht mal in ihre Lage versetzt) Dabei bringst Du aber keine Beweise aus der Christiansen Sendung über Beckstein – kannste ja machen, jeder soll seine Meinung haben! Nur ich finde, man muß sie auch begründen können.
Nur: Ich habe den Eindruck, daß Du pauschal an die Sache rangehst, also genau das machst, was Du Beckstein und Co. vorwirfst.
Im übrigen, das habe ich auch gerade bei Spreeblick geschrieben – sag doch mal lieber KONKRET was Du akzeptieren willst:
Das Schächten der Ziege, das Kopftuch bei Frauen oder Lehrerinnen , das Kreuz in bayerischen Klassenzimmern, das Verbot des gemischten Schwimmunterrichts weil Ayshe da auch den Michael in Badehose sieht und umgekehrt?
Kannst ruhig differenzieren!
22. Mai 2006 at 20:49
Oh sorry, es muß Schwuler heißen (obwohl Schüler auch manchmal auch zutreffend wäre)
Ach ja, ich habe nicht den Eindruck, daß Beckstein Ausländern ihr Recht auf körperliche Unversehrheit nehmen möchte.
Ich finde im übrigen nicht, daß man akzeptieren sollte, was man nicht richtig findet.
Tust Du ja auch nicht !-)
22. Mai 2006 at 20:52
@matze: lies doch nochmal den beitrag zu dem du hier die kommentare abgibst
22. Mai 2006 at 21:32
@ pulmoll
Habe ich!
Der Autor will, daß man akzeptiert (Bleiberecht, körperliche Unversehrtheit) usw.
Ich finde aber zweierlei falsch:
1. Das Wort akzeptieren ist mir zu pauschal (jeder soll seine Grundrechte vom Staat gewährleistet bekommen, dazu gibt es ja das GG)
Das bedeutet nämlich auch, daß man Faschos akzeptiert, solange sie nicht andere Leute angreifen.
Das finde ich nicht ok!
2. Das Geschimpfe auf Konservative (Populisten) ohne sich in deren Lage zu versetzen (Wo bleibt da die Toleranz?) Ich sags mal so, ich fühle mich abends in bayerischen Dörfern sicherer als in Brandenburgern Gemeinden oder im Wedding. Und Bayern mag der Autor ja auch nicht.
Ich würde gerne wissen:
Was meint der Autor mit z.B. vernünftiger Bildung?
Vernünftiges Deutsch für alle Grundschüler, zur Not mit Förderunterricht (oder ist das Nachsitzen und damit Diskriminierung) oder meint er sogar bilingual für alle (warum auch nicht)
Was meint er mit Grundrechten?
Muslimische Frauen und Gleichberechtigung? Es gibt sie und es gibt sie eben nicht.
Brauchen muslimische Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen, weil die Eltern es so wollen?
Und wie will er die Eltern zwingen, ihre Kinder in einer Klasse zu lassen, wo immer mehr nicht Deutsch sprechen? (Auch einige türkisch-stämmige Eltern ziehen ihre Kinder aus solchen Klassen ab und schicken sie in Schulen, wo das nicht so ist.)
3. Wenn ich mir’s recht überlege, finde ich akzeptieren in des Autors Sicht richtig falsch, wenn man so macht, dann geht alles noch schlechter, bzw. wir haben zwei Deutschlands: Ein quirliges, arbeitendes, reisendes, innovatives und eines, was mit Hyrriet oder Bild auf dem Fernsehtisch RTL II oder sein türkisches Pendant guckt.
Das finde ich falsch!
Richtig finde ich, daß man Respekt haben sollte und der Staat jedem Menschen seine Grundrechte sichern sollte.
Ich finde es richtig, daß man verständliche Riten toleriert, Schächten finde ich grausam, wer nu partout einen Turban beim Motorradfahren tragen will, bitte, soll er.
Aber nochmal, ich habe den Eindruck, der Autor möchte einen geilen Beitrag schreiben, der sich flüssig liest – um ein Beispiel heraus zu greifen: Matze Platzeck war krank und zwar ziemlich!
Aber ist ok, jeder hat seine Vorteile, auch die, die meinen, keine zu haben.
Hat jedenfalls Spaß gemacht, die eigenen Argumente zu schärfen – danke dafür.
22. Mai 2006 at 22:34
Toleranz – dieses Gefühl, eine Mischung aus Abscheu, Ekel und Gleichgültigkeit…
23. Mai 2006 at 0:40
tolerieren -> dulden, gewähren lassen
akzeptieren -> annehmen
… da gibt es doch wohl einen deutlichen Unterschied, abseits aller gutmenschlichen Begriffsverwirrungen. Beide Begriffe haben ihre eigene Berechtigung im Kontext des Zusammenlebens von Menschen.
Ein frommer Wunsch, mehr nicht, ist es, daß man alles annehmen möge, statt es nur zu dulden – ein schönes Thema für eine Predigt.
Um erstmal nur von mir zu sprechen: Ich bin nicht bereit, Fremdenfeindlichkeit zu akzeptieren, muß sie aber tolerieren, solange sie sich im weitesten Rahmen unserer Grundrechte bewegt.
Für mich viel entscheidender ist der Unterschied zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit. Was sich heutzutage gerne als Toleranz tarnt, ist nicht fehlende Akzeptanz, sondern fehlendes Interesse, Dummheit, Mangel an eigenen Wertvorstellungen.
23. Mai 2006 at 1:25
@Jens
das ist z.T. schon richtig. Wogegen ich mich wende, ist allerdings das in vielen Fällen Toleranz als Endziel, als Lösung des Problems angesehen und propagiert wird. Wieviele Kampagnen gibt es “für mehr Toleranz” in denen nichtmal hinterfragt wird, ob es nicht besser wäre für Akzeptanz zu werben.
Und die Akzeptanz die ich meine, bedeutet eben nicht automatisch alles supertoll zu finden, wie es hier von einigen verstanden wird. Akzeptanz heißt einfach akzeptieren das etwas so ist. Solange die Politk hier lebende Ausländer nicht als Deutsche-Bürger begreift, verweigert sie die Akzeptanz und wird keinerlei Fortschritt bei den vorhandenen Problemen erzielen.
Was die Akzeptanz von Fremdenfeindlichkeit angeht: Man muß erstmal akzeptieren das sie vorhanden ist, ehe man sich damit beschäftigen kann, wie man sie abbaut. Der Eiertanz der grade abgezogen wird um mit Zahlenspielen die Angriffe auf Ausländer in Ostdeutschland kleinzureden ist genau dieses verweigern von Akzeptanz der Tatsachen.
Ich muß viele Dinge akzeptieren die mir gegen den Strich gehen. Viele Meinungen die ich für grauenhaft halte. Ich kann dagegen argumentieren, aber sie nur zu tolerieren geht einfach nicht. Ich kann Rechtsextremismus nicht tolerieren, das hieße ich würde ihn dulden. Was bedeutet es steht in meiner Macht ihn nicht zu dulden. Ich kann jedoch akzeptieren, das es ihn gibt und dann überlegen, wie man ihn abbauen kann.
23. Mai 2006 at 2:14
vorschläge für eine bessere akzeptanz und mehr peace in no-go areas:
1. asylbewerber/gedultete in wohnungen unterbringen die in städten sind und nicht in entlegenden heimen im wald verstecken.
2. die residenzpflicht aufheben und essensmarken abschaffen.
3. ideologien und denkmuster der rechten und ultrakonservativen in der schule analysieren, natürlich auch alle anderen ideologien. sich kritisch damit auseindersetzen.
4. kontakte schaffen zwischen jugendlichen asylbewerbern/einwanderen und deutschen. jugendzentren, veranstaltungen.
5. langeweile und frust der jugendlichen bekämpfen (rechte kamardschaften sind beiliebt weil es dort struktur und ordnung, ablenkung und gruppenaktivität gibt…)
6. dinge nicht unter den tisch kehren, jedem der es wissen wollte sind die jetzt durch die medien getriebenen dinge seit jahren bekannt. trotzdem wird von seiten der lokalpolitik nichts dageben unternommen. und tolle initiativen gibt es leider nicht überall.
7. nährboden für tolle initiativen schaffen, seminare, kurse abhalten – jugendlichen beim organisieren von aktionen helfen, treffen zwischen asylbewerbern und rechts tendierenden jugendlichen veranstalten (tendierenden!)
8. öffentliche plätze einnehmen und nicht den rechten überlassen,
23. Mai 2006 at 3:12
Mustread!…
“Fuck Toleranz” schreibt Batz, recht hat er, lesen, das!
Kurz angefügt: das mit Toleranz vs. Akzeptanz meine ich schon mal irgendwo vor Jahren in Stuttgart an irgend ner Sammelstelle kluger, das Miteinander fördern wollender Inschriften …
23. Mai 2006 at 8:29
[...] Eigentlich wollte ich mich nicht zu der ganzen “Rütli-No-Go-Area”-Thematik äußern. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, daß bei Diskussionen mein Gegenüber sehr schnell mit Phrasen wie “Toleranz zeigen” etc. um sich wirft. Dabei habe ich schon vor Jahren den Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz lernen dürfen und bin damit zu einem Gegner der Toleranz geworden. Wenn man dann noch den geistigen *piep* der Politiker hört… So viele Mantras kenne ich gar nicht um wieder runter zu kommen! Aber warum äußere ich mich jetzt? Wegen diesem Artikel im BatzLog. Steckt euch die Toleranz dorthin wo die Sonne nicht scheint. [...]
23. Mai 2006 at 23:01
Toleranz ist nicht Akzeptanz…
Steckt euch die Toleranz dorthin wo die Sonne nicht scheint.
Toleranz ist ein widerwärtiger Begriff aus der Kuschelkacke-Bewegungszeit der 70er und 80er. Toleranz ist und war immer etwas das man gewährt. Etwas daß jederzeit wieder entzogen werden…
26. Mai 2006 at 20:43
Cohn-Bendit hat doch in dieser Sendung nur Gülle abgesondert. Beispiel mit dem ‘Danke Schweiz’ Transparent bei Dynamo, was verboten gehöre. Der Hinweis von Beckstein auf dessen Prominenten-Viertel Perspektive fand ich mehr als berechtigt. Die Idee mit Akzeptanz statt Toleranz scheint aus der selben Küche wie einst der Ersatz von Diskussion durch den Begriff Diskurs.
Die Agressivität des Mittelmaßes.
28. Mai 2006 at 15:12
Hey, da gibts aber ne south park folge mit exakt dieser aussage
wenn ich mich recht erinnere wars 614-The Death Camp of Tolerance.(Todescamp der Toleranz).
28. Mai 2006 at 19:54
Das problem an deinen Gedanken ist, dass du auch keine Lösung anbieten kannst, die anderen aber dafür kritisierst.
Ich glaube auch, dass Beckstein einfach nur naiv ist und somit ist er mir immer noch lieber als alle Schröders und Münteferings zusammen.
28. Mai 2006 at 20:02
@maischberger
Vorweg: Ich zitiere immer wieder gern den alten Ausspruch: Man muß nicht kochen können, um sagen zu dürfen, daß die Suppe versalzen ist.
Zum anderen ist deine Aussage etwas schwammig: Bitte etwas konkreter: Keine Lösung anbieten wofür? Die anderen wofür kritisieren?
Was soll mir der Satz zu Beckstein sagen? Lieber ein Schuß ins Knie als ein Schuß in den Fuß? Werden dumme Sätze durch Naivität entschuldigt? Zumal wenn sie von Leuten kommen, die in Verantwortlichen Positionen sitzen?
29. Mai 2006 at 18:00
Akzeptanz statt Toleranz…
Der Artikel ist zwar schon etwas älter (vom 21.5) aber trotzdem immernoch aktuell und unbedingt lesenswert!Toleranz ist ein widerwärtiger Begriff aus der Kuschelkacke-Bewegungszeit der 70er und 80er. Toleranz ist und ……
07. Juni 2006 at 17:15
Toleranz ist Scheiße…
*kreisch* Wie politisch unkorrekt eine solche Überschrift, gerade in diesen Zeiten, in denen Gewalt gegen Minderheiten (z.B. deutsche grüne Politiker auf ner russischen Schwulendemo) wieder zunimmt. Bei meinem Rundblick in WordBlog fand ich folgende …
26. Juli 2006 at 13:37
Hallo Batz. Das fand ich ja mal einen richtig guten Beitrag!
17. August 2006 at 15:52
Wer nicht wach und gespannt ist, hat kein Interesse an seiner Umwelt. Es ist aber auch schwierig immer das richtige Maß für die eigene Courage und Anteilnahme zu finden. Allzu leicht nur blasen wir ins Horn unserer vermeintlichen Rechte und falschen Urteile statt wirklich freundlich, ein Versehen eines Mitmenschen zu akzeptieren. Wo wir helfen sollten, sehen wir häufig weg, wo wir richten können, mischen wir uns gerne ein. Das ist keine Toleranz. Auch vieles andere, was wir uns als Toleranz vormachen, ist sie nicht wirklich, sondern nur eine Haltung, der wir dieses Etikett anheften, ohne sie tatsächlich zu leben. Wir wählen christliche Parteien, sind Mitglied einer Kirche, lassen Ausländer bei uns wohnen und spenden irgendwo ab und zu etwas. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber zum Grundthema der Toleranz, der Brüderlichkeit, der Nächstenliebe oder dem Miteinander, ganz wie Sie es nennen wollen, haben wir keinen ehrlichen Bezug. Toleranz ist eine häufig vorgeschützte Vokabel gegen die Müdigkeit und Furcht vor der menschlichen Begegnung. Das wirkliche Verstehenwollen anderer Menschen zerfällt häufig unter unserer Selbstsucht und der Geschwindigkeit unseres Stadtlebens. Wer überhaupt nicht mehr hinsieht, ist keineswegs tolerant, er ignoriert nur, was ihn umgibt.
Zitat aus Martin Fickinger „bistdufrei.de – Anleitung für die persönliche (R)Evolution“
http://bistdufrei.de