Vor einem Jahr…
Letztes Lichtspiel: Hard Candy
"Please… Take what you want…"
"I do…"

Originaltitel: Hard Candy
Herstellungsland: USA 2005
Regie: David Slade
Darsteller: Patrick Wilson, Ellen Page, Sandra Oh
Ein 14jr Mädchen flirtet im Chat mit einem 31jr Fotografen. Ein- und zweideutigkeiten werden ausgetauscht, man kennt sich wohl eine weile. Kurz darauf verabredet man sich auf neutralem Grund in einem Cafe. Nach einem kurzen innuendoschwangeren Intermezzo dort, nimmt Jeff der Fotograf das Mädchen mit nach Hause. Man plaudert über dies und das, Musik und Sex. Das Mädchen Haley scheint weit reifer zu sein, als es ihr Alter erwarten ließe. Sie mischt ein paar Drinks, schlägt dem Fotografen vor Bilder von ihr zu machen. Noch während der Fotosession bricht dieser dann bewusstlos zusammen. Als er erwacht, ist er gefesselt und hilflos. Haley scheint wie ausgewechselt, die freundliche Fassade ist gefallen. Sie eröffnet ihm, daß sie wisse das er ein Pädophiler sei, Kinderpornos besitze und sogar am Tod eines anderen Mädchens schuld sei. Im folgenden Psychoduell, wird Jeff für all seine Sünden bezahlen müssen…
___________________________________________________________________________ Von Batz am 30, 6, 2006 um 20:05 in CineBatzFlatliners: Robert Gernhardt
Er war einer der Guten. Immer mehr als nur witzig.
Robert Gernhardt 1937-2006
Ein Nachruf auf ihn gibts in der ZEIT zu lesen.
Zurück lässt er uns mit vielen seiner Werke, von denen dieses hier garantiert nicht auf ihn selber zutraf, aber doch als Motto durchaus tauglich ist…
"TROST UND RAT
Ja wer wird denn gleich verzweifeln,
weil er klein und laut und dumm ist?
Jedes Leben endet. Leb so,
daß du, wenn dein Leben um ist
von dir sagen kannst: Na wenn schon!
Ist mein Leben jetzt auch um,
habe ich doch was geleistet:
Ich war klein und laut und dumm."
___________________________________________________________________________ Von Batz am 30, 6, 2006 um 17:37 in MediaBatzBits
GEMA voll der Gnade
Die Rechteverwaltungindustrie bewegt sich doch. Man sieht es mit bloßen Auge nur kaum, das ist wie in einer Tropsteinhöhle, wenn man zuschaut wie sich Stalaktiten bilden.
Heise meldet heute, daß sich die GEMA jetzt zu einer Gnadenaktion gegenüber den von ihnen vertretenen Künstlern durchgerungen hat.
"Komponisten und Textdichter, die Mitglied der Verwertungsgesellschaft GEMA sind, können ihre Musikwerke jetzt kostenlos per Streaming auf ihrer eigenen Homepage präsentieren. (…) Bisher wurden für die Verwertung auf privaten oder gewerblichen Websites mindestens 25 Euro fällig. Die neue "Vergütungsfreiheit" ist laut Mitteilung zunächst befristet auf den 31. Dezember 2007. Wer sie in Anspruch nehmen will, darf über die Website keine direkten oder indirekten Einnahmen machen und muss zuvor bei der GEMA ein Meldeformular einreichen, das in der PDF-Datei zur Erläuterung der neuen Regelung enthalten ist."
Das ist doch was. Wenn du selbst der geistige Schöpfer eines Werkes bist, darfst du nach kurzem Kampf mit Anträgen dein eigenes Werk auf deiner eigenen Homepage kostenfrei präsentieren. Und da sag nochmal einer die Rechteverwalter wären alle nur ein paar zurückgeblieben Aasgeier, die ihre eigenen Interessen vor die ihrer Klientel und der Kunden stellen.
Leute es geht vorran! Erosion braucht seine Zeit.
Schade das ich keine Kinder haben werde. Deren Enkel könnten dann vielleicht schon die Anfänge eines Vernünftigen Urheberschutzrechtes erleben.
Vielleicht.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 30, 6, 2006 um 17:07 in MediaBatzBitsAmerican Gay?
Darauf haben wir noch gewartet: Eine schwule Teenie-Klamotte. Die folgende heißt "Another Gay Movie" und wie es sich gehört dreht es sich nur um das eine. Mitt- bis Endzwanziger die Teenager spielen, geloben bis zum Ende des Sommers ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.
Bliebt abzuwarten ob der Film irgendwas taugt, der Trailer ist durchwachsen, die Liste der Gastauftritte auf der Website des Films , liest sich jedochganz interessant. Scott Thomas von "Kids in the Hall" und Matthew Rush vom schwulen Porno-Label Falcon. Na denn prost.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 29, 6, 2006 um 15:03 in CineBatzWas Wunder..?
Was kennzeichnet einen guten Film über Sport aus? Das er auch die Leute anspricht, die sich eigentlich überhaupt nicht dafür interessieren. Nach der sehr verspäteten Ansicht von Sönke Wortmanns "Wunder von Bern", stellt sich mir wie schon nach "Der Untergang" die Frage warum manche Filme in Deutschland erfolgreich sind. Es muß etwas sehr nationales, etwas sehr deutsches sein, denn aus den filmischen Qualitäten heraus erklärt es sich nicht.
Sorry, ich bin kein Sportfan, aber es gibt einige Filme rund um das Thema, die ich spannend fand und gerne geschaut habe. Meist weil diese Filme es verstanden haben, dem Sport die nötige Dramaturgie zu verpassen, die ihm in der Wirklichkeit fehlt. Eine Spannungskurve zu zeichnen.
Sönke Wortmann versucht das nichtmal. Sein "Wunder von Bern" soll alleine vom Mythos der letzten paar Minuten leben, ansonsten verbannt er das Spiel und damit auch sämtliche Spannung aus seinem Film. Stattdessen haben wir einen hölzern agierenden Peter Lohmeyer (den man andernorts schon wesentlich besser gesehen haben) und seinen Sohn, sowie den Rest der Familie die eine vorhersehbare "Malen nach Zahlen"-Story durchlaufen. So wie sich Puttchen Brammel eben die Tragik des Kriegsheimkehrers vorstellt. In jedem Moment Fernsehserientauglich, ohne jemals echtes Gefühl, Realismus oder wirklich großes Drama zu atmen.
Am meisten verblüffte mich, wie bar jeglicher Größe dieser Film inszeniert wurde. Abgesehen von einer digital retouchierten Farbpalette, die alles in wohlige Wirtschaftswundertöne taucht, macht der Film optisch nichts her. Nahaufnahme an Nahaufnahme. Statik in Inszenierung und Schauspielführung. Dazu vollkommen überflüssige und im Nichts versandende, pointenlose Subplots, wie den um einen Sportreporter und seiner Frau.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 29, 6, 2006 um 3:13 in CineBatzLetztes Lesezeichen: A year in the merde

Paul West hat wie die meisten Briten die üblichen Klischees im Kopf, als er ins kalte Wasser springt und für eine französische Firma einen Job in Paris antritt. Er soll die nötige Fachkompetenz in ein Projekt einbringen, daß zum Ziel hat eine Kette von englischen Teehäusern in Frankreich zu etablieren.
Was es aber wirklich bedeutet in Paris zu leben und die alltäglichen Widrigkeiten des französischen Alltags zu meistern, wird ihm erst nach und nach klar. Wenn ihn schon das bestellen eines normalgroßen Milchkaffees vor Probleme stellt, da entzieht sich die französische Art des Arbeits vollends seinem Verständnis. Sein Team besteht zum Großteil aus englischunkundigen Mitarbeitern, die der Firma anderswo lästig waren, aber auf Grund von Tarifverträgen nicht rausgeschmissen werden können. Sein Chef ist das Musterbeispiel des charmanten, aber auch durchtriebenen französischen Geschäftsmannes, der es perfekt versteht die Dinge zu seinen Gunsten zu manipulieren. Sei es im Privatleben, oder im Umgang mit der Politik. Nach und nach lernt Paul sich einzufügen und lernt dazu. Vom französischen Essen das ihn schnell für die Küche seiner Heimat verdirbt über die Frauen, die ihn mal durch unkomplizierte Offenheit, mal durch politische Verbissenheit überfordern. Und dann sind da noch die ständigen Streiks, die große Teile des öffentlichen Lebens einfach lahmlegen.
Stephen Clarke, der als Journalist selbst sei über zehn Jahren in Paris lebt, legt mit seinem Debüt "A year in the merde" (das im deutschen wesentlich schlichter: "Ein Engländer in Paris" betitelt wurde) einen ausgesprochen unterhaltsamen Urlaubsschmöcker hin. Er weiß worüber er schreibt und ironisiert liebevoll die Eigentümlichkeiten des französischen Alltags ohne mit Seitenhieben auf die eigenen Landsleute zu sparen. Trotz allem bizarren Gebahren, trotz ritualisierter Unhöflichkeit und patriotischer Überheblichkeit, nehmen ihn die Stadt und ihre Bewohner schnell für sich ein. Es ist eine Hassliebe die Paul zu dieser Stadt entwickelt, die ihn im einen Moment auf die Palme bringt und im nächsten mit wunderbaren Momenten wieder für sich gewinnt.
Clarkes Stil ist nicht sehr literarisch, aber süffig geschrieben und lässt sich problemlos weglesen. Trotz einiger etwas zu ausschweifend beschriebenen amourösen Abenteuer mit der Pariser Damenwelt, schafft er es letztlich bis zum Ende das Interesse wachzuhalten, daß man nach dem einen geschilderten jahr gern wissen möchte wie es mit Paul weitergeht. Das erfährt man dann in "Merde actually".
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 28, 6, 2006 um 19:42 in LiteraBatzRätseelig 19
Das letzte Bilderrätsel hat ja einigen Anlaß zum Knobeln gegeben, wurde dann aber vom Freischwimmer und Malox gelöst. Zeit also mal wieder für eine neue Aufgabe.
Also wie immer stellt sich die Frage: Was wird hier gesucht?

Antworten bitte wie stets in die Kommentare. Auf die Knobel, fertig, Wupps!
___________________________________________________________________________ Von Batz am 27, 6, 2006 um 21:09 in TagesBatzLetzte Lichtspiele – Bits and Pieces 10
Filme im Schnelldurchlauf
Hard Pill – [Der Nachtschwärmer ->Nachtschwärmer] – [The Hills have eyes->The hills have eyes] – [HellBent ->] – [Wal-Mart, the high cost...->Wal]
Hard Pill – USA 2005
Das die Probleme eines Schwulen mit dem geglückten Coming Out nicht enden, sondern erst anfangen, wissen wir nicht erst seit Queer as Folk. Das hat auch Tim festgestellt, ein Büroangetsellter der in seinem Umfeld akzeptiert lebt, umgeben von toleranten Kollegen, seiner besten Freundin, einer Szeneschwuppe und seinem besten Heterokumpel. Glücklich ist er dennoch nicht. Er passt wie so viele nicht wirklich in die schwule Szene, sieht weder besonders gut aus, noch ist er besonders schlagfertig oder witzig, Mode interessiert ihn nicht und in der Disco fühlt er sich ungelenk und deplaziert, der einzige Sex den er hat ist wenn er seinen Heterofreund überreden kann, sich einen blasen zu lassen. In einer akuten Downphase stolpert Tim über die Suchanzeige eines Arzneikonzerns der gerade ein neues Medikament testet. Gesucht werden Schwule die lieber Hetero wären – was ihnen durch eine neue Pille ermöglicht werden soll.
Hard Pill begleitet in dokumentarischer Nüchternheit dieses Experiment, beobachtet die Wirkung des Medikamentes auf Tim, auf sein Verhalten, auf sein soziales Umfeld das zum Teil verständnisvoll, zum Teil entsetzt reagiert. Ein sehr gut gespielter, provokanter Film der sich mit einem spannenden, aktuellen Thema auseinandersetzt und keine einfachen Antworten gibt.
8 von 10 Batztapsen
Mehr zu Hard Pill (offizielle Auswahl des Verzaubert-Festivals 2005)
Der Nachtschwärmer – Ronda Nocturna – Argentinien 2005
Unterwegs mit Papa

Nachdem Johnny ja auf das sehr schicke Creep-Video von Monkeehub Production hingewiesen hat, möchte ich für alle diejenigen die nicht weiterklicken nochmal gesondert auf das Video zum JCB-Song der Gruppe Nizlopi verlinken. Ein wiklich süßes Lied mit einem extrem drolligen Video.
(via: Spreeblick)
Das Nizlopi-Album mit dem "JBC"-Song bei AMAZON kaufen
___________________________________________________________________________ Von Batz am 26, 6, 2006 um 16:51 in TagesBatzWas googlest du?
Tja, wem gehört die Welt? Früher eine rhethorische Frage. Heute schon beantwortet wie Jamiri weiß.
Aber wollen wir wirklich Google EarthTM?
Das NDR-Medienmagazin ZAPP hat am 07.06 eine halbstündiges Doku-Special über Google ausgestrahlt.
Es fängt zwar etwas behäbig und banal an, erklärt viel grundsätzliches und bisweilen klingt doch durch, daß die Macher des Berichts dem Konzept des Internets eher kritisch gegenüber stehen, aber dennoch werden nach der Einleitung einige sehr interessante Sachen zu Google erzählt. Nichts weltbewegend neues, aber eine schöne Zusammenfassung des Ist-Standes aller Bedenken, die man gegenüber der weltgrößten Suchmaschine haben kann. Nebenbei wird deutlich, daß diejenigen die sich lauthals darüber beschweren,das Google auch Kulturgüter wie Bücher und Bilder erfasst und einscannt, genau die jenigen sind die was das bereitstellen digitaler Informationen für alle angeht seit zehn Jahren den Arsch nicht hoch bekommen. Klar wäre es schön wenn alle Bücher digital zur Verfügung ständen und wenn man das nicht nur den Amerikanern überlasst, aber dann sollte man mal in die Puschen kommen. Wenn ich mich entsinne wie umständlich auch heute noch Recherchen an der Universität ablaufen, weil man bürokratisch irgendwelche Fernleihen bestellen muß, wenn man sieht wie wenig der Universitätsbestände hier in digitaler Form zu Verfügung stehen, dann würde man sich etwas vom Google-Eifer auch hierzulande mal wünschen.
Die Doku im Real-Format gibts HIER zum angucken.
Batzticker: Sonntagabend
Fast hat man sich dran gewöhnt, für seine GEZ-Gebühren zur Hauptsendezeit als halbwegs denkendes Wesen schlichtweg ignoriert zu werden. An Abenden wie heute, möchte ich dann aber doch gern meine Gebühren ganz wiederhaben.
In der ARD lief die Wiederholung eines der miesesten Tatorte die ich je im Leben gesehen habe. In bester GZSZ-Optik und Inszenierung taperte Max Palu bräsig durch eine völlig hanebüchene Geschichte, die technisch von jedem YouTube-Schülervideo an die Wand gespielt wird. Regie-Autist Hans-Christoph Blumenberg fragt sich wahrscheinlich bis heute, warum seine Filme im Kino nie jemand sehen wollte und beweist selbst im TV, daß er für Bilder so gar kein Gespür hat.
Im ZDF lief Rosamunde Pilcher, auf ARTE irgendwas langweiliges mit Insekten und auf den versammelten Dritten Schlager- Volksmusik und Bilder aus der Heimatgedöns. Herr im Himmel, mach das diese WM zu Ende geht, damit die Sender mal wieder was anständiges rauskramen. Und schickt doch bitte diese peinlichen Renten-Kommissare endlich zum Abdecker. Palu, Bienzle und wie sie alle heißen.
+++
Jauches Günther soll die unsägliche Christiansen als ARD-Plauderzäpfchen beerben. Na wie passend. Frei nach dem Motto "EIn Schuß in Fuß ist besser als ein Schuß ins Knie" besetzen die Spaßnasen vom Ersten eine belanglose, unkritische Fragemaus durch einen noch harmloseren Jugenddarsteller. Günther "erklären Sies mir als wäre ich sechs Jahre alt" Jauch, der schon in SternTV das Leuchtfeuer banaler Boulevardbefragung spielt, macht also künftig Christiansens kuschliges Kaffeekränzchen. Wie beruhigend für Polit- und Wirtschaftsbembel aller Fraktionen, daß sie auch weiterhin eine Plattform zur seeligen Selbstbeweihräucherung haben, ohne befürchten zumüssen, daß ihnen jemand mal ihre arroganten Worthülsen in den Rachen rammt.
Auch dafür zahl ich gern Gebühren.
Creutz.
Mehr zum Thema: Hier bei der ZEIT und Hier
+++
Warum gibt es eigentlich im ganzen deutschen Fernsehen keine einzige regelmässige Sendung, die mal wirklich etwas wagt und auf Angriffskurs geht? Weil Deutsche es immer noch unhöflich finden, wenn man Interviewten zu verstehen gibt, daß sie Gedöns reden?
___________________________________________________________________________ Von Batz am 25, 6, 2006 um 22:04 in TagesBatzGiller-Gämes
Jon-Steward beschäftigt sich in der Daily Show ausführlich mit Killer-Spielen. Schön zu sehen, daß die Politiker überall gleich viel Ahnung von den Themen haben, über die sie reden.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 25, 6, 2006 um 16:02 in TagesBatzSicher. Sicher?
(Wer das Thema zu ernsthaft findet, kann gleich zum Ende des Beitrags springen, da ist ein lustiges YouTube-Video)
Wenn man sich die Zahl der HIV-Neuinfektionen anschaut, befällt einen jedes Jahr wieder das kalte Grausen. Das Heten davon ausgehen, daß AIDS etwas ist, daß anderen passiert, das war eigentlich immer so und daran hat sich auch im Laufe der Jahre wenig geändert.
Neu, bzw. Neuer ist die Sorglosigkeit mit der viele Jungschwuppen mit dem Thema Safer-Sex umgehen. Was vielleicht auch an der sehr relaxten Haltung der Community liegt, die Barebacking, also ungeschütztes Rumficken mittlerweile nur mehr als einen Fetisch von vielen ansieht und im Bestreben nach Toleranz das Thema weitgehend ignoriert. Der eine steht eben auf Leder, der nächste auf Skateroutfits, S/M – wieder andere eben auf unsafen Sex. Jedem das seine. In entsprechenden Communities (aber auch in Club-Foren von seriösen Schwuppenchats wie Gayromeo) werden dann zusätzlich Theorien wie die der "AIDS-Lüge " verbreitet, die suggerieren, das alles eh halb so schlimm sei. Wohl dem Jugendlichen, der da reinstolpert.
In der Politik hat Prävention ja schon lange keinen hohen Stellenwert. Die AIDS-Hilfen dürfen jedes Jahr aufs neue gegen gekürzte Budgets ankämpfen. Safer-Sex-Kampagnen sind weitgehend in den Hintergrund getreten und wenn man damit in der Öffentlichkeit noch konfrontiert wird, dann in Form von lustigen bunten Kondomen und ähnlichem Gedöns.
Safer-Sex Werbung war in Deutschland schon immer scheiße. Denn anstatt vor den Konsequenzen zu warnen, über Gefahren zu informieren und sachliches Wissen zu vermitteln, hat man den Deutschen versucht einzureden, daß Kondome cool wären.
Wer mit solchen Botschaften aufwächst. Wer Kondome mit Ingolf Lück und Hella von Sinnen verbindet, wem lustige Ampeln und ähnliche Albernheiten eingetrichtert werden, wenn er an Safer Sex denkt. Wem schlicht und ergreifend völlig entsexualisierte Kondomwerbung über Jahrzehnte als cool verkauft wurde, der wird wohl kaum einen realen Bezug dazu haben, warum man die Dinger überhaupt nehmen soll. Dort wo Kondome zum Modeaccessoir degradiert wurden, ähnlich wie das Red-Ribbon, da verlieren sie ihre eigentliche Bedeutung.
Spätestens wenn ein Jugendlicher das erste mal Sex hat und dann feststellt, daß Kondome keineswegs "cool" sind, das sie den Spaß am Sex nicht erhöhen, sondern auch im besten Fall lästige Unterbrechung sind, wird er sich fragen warum er sie überhaupt nehmen soll.
Über die Gefahren, die nicht nur durch HIV-Infektionen bestehen, sondern auch durch andere Krankheiten ist er ja oft genug kaum informiert worden. Weder in der Schule, noch in den Kampagnen wird wirklich massenwirksam informiert. Viel zu viel Angst hat man sich wirklich mit Sex auseinanderzusetzen. Ein Kollege in meiner alten Firma, damals 23, fragte mich irgendwann ernsthaft: "Wie man kann sich infizieren, wenn man schluckt?" Ja, kann man. Is aber ein ekliges Thema, daß die Massenaufklärer gerne meiden. Findet sich vielelicht auf Seite 6 irgendeiner Safer-Sex-Brochüre, aber dazu müssen Jugendliche diese ja erstmal von sich aus lesen. Viel lieber erzählt man weiterhin, das es "trendy" ist Gummis zu nutzen.
Was für ein Quatsch. Nocheinmal: Gummis machen keinen Spaß. Ich kenne niemanden, der wenns ernst wurde, es geil fand nach dem Gummi zu angeln, die Packung aufzufriemeln, den Latexgeruch zu riechen, das Teil über Schwanz zu rollen und dann erst weiterzumachen. Selbst Leute die nen Gummifetisch haben und sich gerne von Kopf bis Fuß in hautenge Anzüge pressen, empfinden Kondome nicht unbedingt als sexuell stimulierendes Sexaccessoir.
In anderen Ländern geht man härter zur Sache. Dort wird nicht versucht zu sagen, Gummis sind sowas wie ein Statussymbol, sie sind witzig, schick und cool. Es wird gesagt: Hört zu, entweder ihr benutzt daß Ding oder ihr könnt euch eine potentiell tödliche, in jedem Fall aber ausgesprochen unangenehme Krankheit einfangen. Du stirbst nicht heute oder morgen dran, aber deine Lebensqualität wird in jedem Fall deutlich abnehmen. Also überleg es dir.
Es gibt nur dieses Argument. Scheiß auf Coolness, scheiß auf "Rita watt kosten die Kondome", scheiß auf lustige Comicpimmel die dir erzählen, wie geil sie den Regenmantel finden. Scheiß auf "Passt auf jede Gurke" und ähnlichen "Höhö"-Gemüseanalogien. Nehmt die Dinger, weil sie dich davor bewahren können krank zu werden.
Solange Schwuppen wie Heten noch nichtmal genau wissen, wie sie sich infizieren können, was man sich ausser HIV noch alles einfangen kann und was daß bedeutet, solange bleiben Kondome modische Belanglosigkeit, auf die man im Zweifel auch gern mal verzichtet.
Anspruchslos
Wie beschäftigt man einfache Gemüter für Stunden?
Drück ihnen sowas in die Hand. Da haben sie mehr Spaß dran, als eine Katze an nem Alufolienball. Katzen verlieren an stupiden, nervenden Beschäftigungen ja meist recht schnell das Interesse.

Deutsche Fans freuen sich wie wie Zweijährige die grad in die Windel gepupt haben, solange sie irgendwie Lärm machen können . Egal wie. Hauptsache laut und lästig. Das sind dieselben Leute, die sich nächsten Monat wieder kopfschüttelnd über die CSDs echaufieren und das ganze als geschmacklos bezeichnen.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 24, 6, 2006 um 20:24 in TagesBatzIs it a turkey, is it a plane…?

Superman war ja immer eine der Superhelden-Figuren die am wenigsten Reibungspunkte boten. Als All-American-Jesus in Spandexhosen, war es für atheistischer Europäer nie ganz nachzuvollziehen, was genau seinen Reiz ausmachte. Klar fliegen ist cool, Hitzeblick beim Grillen sicher sehr praktisch und den Röntgenblick wäre vielen Schwuppen sicher auch sehr dienlich. Aber als Charakter blieb der "Stählerne" doch immer sehr blass und langweilig. Nicht ganz zu unrecht behalfen sich die Verfilmungen von Dick Donner und mehr noch Richard Lester mit einer Permanent-Ironie. Ein Tongue-in-cheek Superman, der bei allem Pathos die Figur nie völlig ernst nahm.
Das soll sich mit der neuen Verfilmung von X-Men-Regieschwuppe Brian Singer jetzt ändern. Wenn man dem HBO-Special glauben darf, setzt die Verfilmung auch emotionale Tiefe und *gähn* innere Konflikte. Superman kommt aus dem Urlaub zurück und muß feststellen, daß ihn jeder vergessen und sein long-time-love-interest Lois Lane sich mittlerweile einen anderen gesucht hat. Klingt nur bedingt spannend das Ganze und macht auch, wenn man den Ausschnitten glauben darf, optisch nicht wirklich viel her. Kevin Spacey scheint als Lex Luthor sein Cameo aus Austin Powers 3 auf Spielfilmlänge auszudehnen. Der neue Supermandarsteller sieht aus wie Christopher Reeve in etwas jünger, passt also gut in die Rolle.
Aber dennoch. Letztlich lässt mich das Special mit einem "been there, seen that" Gefühl zurück. Nichts an der Story ist originell, unerwartet oder spannend. Nach vier Filmen, mehreren Serials und der Superman-goes-Chickflick-Serie "Lois & Clark" erscheint mir die Figur doch sehr ausgebrannt und Leererzählt.
Vielleicht überrascht mich der Film ja positiv, aber nachdem Brian Singer ja nie ein guter Action-Regisseur war, bleibt die Befürchtung, was er aus einem Film macht, der eigentlich nur durch gute Action überzeugen könnte.
Das HBO-Special kann man sich bei YouTube ansehen. Teil 1 HIER und Teil 2 HIER
Den Trailer gibts HIER
Warum verfilmt eigentlich niemand mal Super-Meier? Bzw Super-Lopez ? Darauf wär ich gespannt.
___________________________________________________________________________ Von Batz am 23, 6, 2006 um 20:37 in TagesBatzBatz Getwitter
- Okay Weekend... now would be a good time to start... please? http://t.co/zWvVKuo2
- so ich bin dann mal weg hier... wir sehen uns dann zur orscarverleihung wieder bei twitter #ibes
- hmmm das aufgewärmte von gestern #ibes naja gucken wirs halt auch noch weg
- so morgen sehen wir uns nochmal zur reunion show.... gute nacht #ibes
- @keineHobbies schlaf guzt
- *grins* sie haben die verdammten culcha candela nicht einmal erwähnt in den 2 Wochen - me gusta #ibes
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