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    Suck my Duck

    Sagte man Bugs Bunny schon immer nach, das er als Zicke par Excellence mehr als nur ein bißchen schwules Gehabe an den Tag legte (von seiner Vorliebe für Frauenkleider mal ganz zu schweigen), so trat mit Queer Duck ein entfernter Verwandter von Bugs Bunnies Kollegen Duffy Duck auf den Plan, um vollends zu beweisen, das Cartoonfiguren durchaus nicht asexuell sein müssen.
    Bis vor kurzem hatte der US-Sender Showtime seine Website aus unbekannten Gründen für alle Nichtamerikaner gesperrt und damit auch  die Möglichkeit erschwert sich problemlos, die 20 Folgen dieser absurd witzigen Cartoon-Serie aus der Feder von Simpsons-Produzent Mike Reiss anzusehen. Nachdem diese restrikation vor einigen Wochen wegfiel und man sich jetzt auch ohne Proxy-Schummeleien auf www.showtime.com klicken kann, stehen die Abenteuer der schwulen Ente jetzt auch jedem zum Anschauen offen.

    PS: Nachtrag vom 18. Juli – Showtime hat die allgemeine Zugänglichkeit seiner Seite schon wieder rückgängig gemacht. Wie bescheuert muss man eigentlich sein?

    Queer Duck

    Queer Duck, der aussieht wie eine Mischung aus Plucky von den Tiny Toons und Schwester Stefanie ist eine Schwuppe wie sie im Buche steht: Zickig, ironisch, bösartig, geistreich.  Zusammen mit seinem Boyfriend dem OpenlyGaytor, der Oscar Wilde Cat und dem Bi-Polarbear besteht er die Widrigkeiten des homophilen Alltags. Coming Out bei den Eltern, den KuKluxKlan vor der Tür, Überfallbesuche bei Barbra Streisand, Aufpassen auf den nervigen Neffen, Besuche beim Mardi Gras und lernen wie man aus einer Beerdigung eines Freundes eine Party macht.

    Hinter Queer Duck steht kein Unbekannter: Mike Reiss, der nach seiner Anfangszeit bei der legendären Satire Truppe Harvard Lampoon, bereits an etlichen Comedy-Shows fürs US-Fernsehen, als Autor und Produzent mitwirkte (u.a. für die Garry Shandling Show, Die Simpsons und Alf) und Xeth Feinberg. Am bekanntesten dürften hierzulande die Simpsons sein, für die Reiss einige Jahre als Ausführender Produzent tätig war – vielleicht nicht ganz zufällig auch eine sehr liberale Serie mit einer durchgehenden schwulen Figur: dem Leibdiener von Mr. Burns, Waylon Smithers.
    Obwohl der Autor Reiss bekennender Heterosexueller und verheiratet ist – Queer Duck dürfte, dank seiner witzigen Zickereien auch unter Schwulen viele Fans finden. Zwar wird mit Tuntenklischees gespielt, werden die Handgelenke angewinkelt und mancher Scherz mit dem Dampfhammer serviert, aber fällt schwer nicht zu grinsen, wenn Queer Ducks nerviger kleiner Neffe Lucky zu Besuch kommt,  einen Film namens „Poke-a-Man“ in den Videorecorder schiebt und sich dann wundert, das es nicht um Pikachu und Konsorten geht. Und spätestens bei Referenzen an doch eher schwulenspezifische Dinge (Wir haben Unmengen Dr.Poppers, ähh Dr. Peppers getrunken.“) wird klar, das Reiss weiß worüber er schreibt.  Hier können Homos und Heten getrost zusammen lachen – wenn vielleicht auch über unterschiedliche Dinge.
    Die 20 Folgen die der Pay-TV-Sender als Begleitprogramm der Serie „Queer as Folk“ zeigte, sind  liebevoll animiert und prominent besetzt: Festes Castmitglied ist Cartoon-Allroundtalent Billy West, der auch schon Bugs Bunny, Ren & Stimpy oder dem Helden Fry aus Futurama seine Stimme lieh – und das eingängige Titellied (und eine Gaststimme) stammt von niemand geringerem als der Drag-Queen Institution Ru Paul.

    Nachdem Showtime seine Seiten ja wieder hinter einem Sperrfilter für Ausländer versteckt, kann man dank dem Original-Produzenten der Seite ICEBOX.com jetzt doch wieder alle Folgen im Web ansehen.

     Zur Queer-Duck-Homepage mit allen 20 Folgen

    Von Batz am 22, 6, 2006 um 1:23 in CineBatz, QueerBatz | 2 Kommentare »

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    2 Kommentare zu “Suck my Duck”

    1. Gammeltag at Nachtgedanken Sagt:

      [...] Und was war noch? Ach ja, ich sah mir einige toons an. Hauptdarsteller sind eine charmante und schwule ente, die mit ihren freunden einige abenteuer bestehen muss. Weitere infos und die links gibts beim batz. [...]

    2. BatzLog - Noch etwas Salz? » Noch einmal die Ente bitte! Sagt:

      [...] Neulich hab ich noch drüber geschrieben und dabei bedauert, daß die Serie nicht fortgeführt wurde, da lese ich heute im Medienticker, daß Queer Duck nicht nur putzmunter ist, sondern jetzt sogar in Spielfilmelänge antritt. [...]

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