Vor einem Jahr…
Was googlest du?
Tja, wem gehört die Welt? Früher eine rhethorische Frage. Heute schon beantwortet wie Jamiri weiß.
Aber wollen wir wirklich Google EarthTM?
Das NDR-Medienmagazin ZAPP hat am 07.06 eine halbstündiges Doku-Special über Google ausgestrahlt.
Es fängt zwar etwas behäbig und banal an, erklärt viel grundsätzliches und bisweilen klingt doch durch, daß die Macher des Berichts dem Konzept des Internets eher kritisch gegenüber stehen, aber dennoch werden nach der Einleitung einige sehr interessante Sachen zu Google erzählt. Nichts weltbewegend neues, aber eine schöne Zusammenfassung des Ist-Standes aller Bedenken, die man gegenüber der weltgrößten Suchmaschine haben kann. Nebenbei wird deutlich, daß diejenigen die sich lauthals darüber beschweren,das Google auch Kulturgüter wie Bücher und Bilder erfasst und einscannt, genau die jenigen sind die was das bereitstellen digitaler Informationen für alle angeht seit zehn Jahren den Arsch nicht hoch bekommen. Klar wäre es schön wenn alle Bücher digital zur Verfügung ständen und wenn man das nicht nur den Amerikanern überlasst, aber dann sollte man mal in die Puschen kommen. Wenn ich mich entsinne wie umständlich auch heute noch Recherchen an der Universität ablaufen, weil man bürokratisch irgendwelche Fernleihen bestellen muß, wenn man sieht wie wenig der Universitätsbestände hier in digitaler Form zu Verfügung stehen, dann würde man sich etwas vom Google-Eifer auch hierzulande mal wünschen.
Die Doku im Real-Format gibts HIER zum angucken.
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Von Batz am 26, 6, 2006 um 4:12 in MediaBatzBits | 2 Kommentare »___________________________________________________________________________
2 Kommentare zu “Was googlest du?”
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26. Juni 2006 at 9:26
Ich denke Europäer sind sehr ängstlich gegenüber Dingen eingestellt, von denen sie tiefgreifende Veränderungen befürchten. Kann man einfach nach wichtigen Werken “googlen”, fürchten sie vielleicht das Ausbleiben von Bibliotheksbesuchern. Und da ist noch ein Problem: Die heilige Kuh Urheberrecht. Die Bedenken hinsichtlich big brother sind allerdings nicht unbedingt übertrieben. Dennoch sollte man hier erst einmal den Plänen einiger Minister und Chefs der Länder auf die Finger gucken, bevor am einem großen Suchdienst vorschnell ins Visir nimmt.
26. Juni 2006 at 15:58
Konsens in beiden Fällen. Sicherlich ist die Datensammlung und das genaue Profilen der Nutzen wie es Google betreibt sehr kritikwürdig, aber ich würd mir dennoch wünschen das zufürderst mal Front gemacht würde gegen die Datensammler im eigenen Land, seien es staatliche oder Private wie diverse Scoring-Agenturen…