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    Fuckrate

    Unter dem Vorwand der Community versucht man den Schwuppen ja gern mal das Geld aus der Hose zu leiern, weil sich ja hartnäckig das Gerücht hält, Schwule wären per se besserverdienend und hätten Geschmack.  Beides Vorurteile die ein schneller Streifzug durch die Berliner Szene oder über ein beliebiges schwules Straßenfest schnell wiederlegen kann.

    Nach den mehr oder minder gescheiterten Versuchen Schwule Kreditkarten ("zeigen sie doch dem süßen Kassierer einfach ihre emailadresse, die auf jeder pride-card aufgedruckt ist")  zu etablieren, versucht jetzt mal wieder ein Anbieter die schwule Tratschsucht auszunutzen.
    Outmobile bietet eine Handy-Flatrate an die sich speziell an Schwule wendet. Im kumpligen Tonfall – Wir sind ja schließlich alles Familie – wird einem auf der Website verbal ans Knie gelangt.

    "Sagen wir doch mal herzlich, aber offen, wie es ist: Die Schwestern an sich telefonieren endlos. Vorzugsweise zu jeder Zeit überall hin. Und wenn’s geht mit jedem über jeden, aber das ist ein anderes Kapitel. Deshalb macht Outmobile Sinn für die Community"

    Aber natürlich will man sich kein Geschäft entgehen lass- Ich meine niemanden ausgrenzen.

    "Wer’s noch nicht gemerkt hat: Heteros dürfen natürlich auch zu OUTmobile, ihr Lieben, da sind wir schon lange nicht mehr so. OUTmobile ist unsere neue Lifestylestrippe für jeden, der es noch preiswerter mag und dabei auch die anderen Vorteile eines trendorientierten Anbieters zu schätzen weiß:"

    Juchhu, der Metrosexuelle darf also auch zu OUTMobile. Na da wird sich Atze aber freuen. Macht ja auch irgendwie Sinn, denn was an dem ganzen Angebot nun so speziell schwul sein soll, erschließt sich auch bei genauerem Studium der Website nicht (sieht man mal vom eher geschmacklos protzigen Dolce & Gabana-Handy von Motorola ab). Die ebenfalls schwule Telefongesellschaft PRIDE TELECOM, die sich Ende der 90er zu etablieren versuchte, gab wenigstens noch vor etwas für die Community zu tun, indem sie 1% aller Gewinne an die Deutsche AIDS.-Hilfe spendete. Bei OUTMobile beschränkt man sich aufs "ankumpeln" .
    Im wesentlichen bietet einem Outmobile für 20 Euro einen BASE-Vertrag an, ohne Option ins Festnetz zu telefonieren. Umsonst kann man zu anderen OUTMobilern und zu BASE und eplus telefonieren uns SMSen.

    Ist das schon die schwule Komponente? Schwuppen fonen nicht auf Festnetze? Django zahlt heut nicht, Django hat ne Monatskarte? Irgendwie nicht wirklich überzeugend, wenn man für 5 Euro mehr das normale Basepaket bekommt. Das ist dann zwar völlig Hetero, aber wenigstens wird einem nicht in unangemessener Vertraulichkeit die sexuelle Identität als Kaufargument untergeschoben.

    Aber wenn ihr eines wisst liebe OUTMobiler, und ihr kennt eure "Schwestern" ja so gut, dann das die Szene zickig ist. Besonders wenn man sie aufs plumpeste Verarschen will.

    Da kauf ich mir doch lieber bei Bruno's die Nudeln in Pimmelform . Die sind auch geschmacklos, aber ich erkenne wenigstens was das mit Schwulsein zu tun hat.

    Tata

    Von Batz am 31, 7, 2006 um 13:24 in QueerBatz | Kommentieren »

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