Vor einem Jahr…
Die Wiederentdeckung der Lahmarschigkeit
Bildung ist wo man sie findet. Auch an den größten Touritummelplätzen und Geldgesindel-Freigehegen kann man neue Erkenntnisse erlangen.
Heute im KaDeWe gelernt:
– frisches Zuckerrohr ist lecker hinterlässt im Mund aber den Eindruck ein Beistelltischchen gegessen zu haben.
-Chilli-Kirsch-Schokolade schmeckt seltsam (aber ganz lecker). Hausgemachte Konfisserieschokoladenblättchen, die einem zum Probieren offeriert werden, erinnern geschmacklich aber ein wenig, an das, was man früher mal aus dem Adventskalender gepult hat.
-Man kann im KaDeWe günstig Gewürze einkaufen, die billiger sind als bei Plus
-frisch angeschnittenes Aloe-Vera Blatt riecht wie Bauarbeiter unterm Arm und sondert mehr schleimige Substanzen ab als ein pubertierender Jugendlicher in der Hochphase.
-das Konzept "Gehen als Fortbewegungsmethode" hat sich nur bei einem Bruchteil der Bevölkerung durchgesetzt. Die meisten Menschen verstehen "Gehen" eher als eine Möglichkeit die sie umgebenden Personen möglichst effektiv am Fortkommen zu hindern. Bummeln nennt sich das dann, wenn man konzeptlos in der Gegend herumsteht, andere überholt um dann vor ihnen stehen zu bleiben oder als Dreiergruppe urbaner Breitarschantilopen in einer Geschwindigkeit die Weinbergschnecken als "lahm" empfinden einen Gang hinunterzuschlendern und laut schwatzend jeden Versuch geistig zurechnungsfähiger Menschen sie zu überholen zu vereiteln.
-Wann gibt es eigentlich diesen Aufkleber an KaDeWe-Kassen auf dem steht: "Man muß nicht homosexuell sein um hier zu arbeiten, aber es hilft."
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 30, 9, 2006 um 17:18 in TagesBatzWombat-Content
Anfang der Woche erreichte mich überraschend dieses Buch, als Geschenk. Der Schenkerin dafür nochmal vielen lieben Dank!

Das kurze Bilderbuch erzählt die ausgesprochen drollige Geschichte eines Wombats, seines Tagesablaufs (essen, schlafen, kratzen, schlafen) und wie es eine in sein Revier einziehende Menschenfamilie so trainiert, daß die dummen Zweibeiner auch mal verstehen, was es damit sagen will, wenn es herzhaft die Fussmatte zerrupft.
Für die begrenzte Zielgruppe der Wombat-Freunde kann man das Buch als rundweg gelungene Lektüre empfehlen.
(WinkmitdemZaunpfahl: Los holt es euch bei Amazon)
Der Glückskeks da oben im Bild gehört nicht zur Standardausstattung, den hab ich nur zufällig kurz nach dem Knipsen gefuttert.

Klingt doch ermunternd, oder? Ich werd mal die restliche Tüte futtern, bis einer kommt in dem steht: Sie werden schön, reich und haben Sex, soviel sie nur essen können.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 29, 9, 2006 um 20:34 in TagesBatzLetztes Lichtspiel: Grenzverkehr
“Ich bin so enttäuscht von dir Junge…. so entäuscht…”
Originaltitel: Grenzverkehr
Herstellungsland: Deutschland / Österreich 2005
Regie: Stefan Betz
Darsteller: Andreas Buntscheck, Joseph M’Barek, Ferdinand Schmidt-Modrow, Henriette Richter-Röhl, Oliver Korittke, Götz Otto

Der sechzehnjährige Wolfgang, genannt Wong (Andreas Buntscheck) lebt in seinem langweiligen bayerischen Kaff, nahe der tschechischen Grenz vor sich hin. Sein bester Freund hat sich grade mit dem Mofa totgefahren, ihm bleiben nur noch die Kumpel Hunter (Joseph M’Barek bekannt aus “Sommersturm”) und Schilcher (Ferdinand Schmidt-Modrow), mit denen ihn eher eine Bekanntschaft verbindet. Sie sind halt da. Man unternimmt etwas zusammen, weil man nicht alleine losziehen will.
Im Nachlaß seines besten Freundes, der Wong in einem Schuhkarton übergeben wird, findet er einen Bericht aus einem Männermagazin, der von den Vorzügen tschechischer Bordelle berichtet.
Konfrontiert mit der eigenen Sterblichkeit und im festen Entschluss nicht als Jungfrau aus dieser Welt zu scheiden, überredet Wong seine Kumpel mit ihm auf einen Wochenendtrip in die Tschechei zu fahren um dort ihre Unschuld zu verlieren.
Was als pubertäre Schnappsidee beginnt, endet in einer wahren Tour-de-force, bei der die drei Jungen zu Freunden werden und in der Auseinandersetzung mit Nutten, Zuhältern, Menschenhändlern und der bildhübschen, hochschwangeren Ukrainerin Alicia (Henriette Richter-Röhl) weit mehr erleben als nur ihr “erstes Mal”.
Es ist nicht so einfach den Film anderen schmackhaft zu machen. Bei vielen werden die Ohren wohl schon zuzklappen, wenn die Worte “bayerisch” oder “Coming of Age-Film” fallen. Gibt man dann einen kurzen Abriß der Handlung, entsteht bei einigen wohl das Bild einer bajuwarischen Antwort auf “American Pie” oder “Road Trip” und es ist ihnen kaum zu verdenken, wenn sie sich soetwas nicht antun wollen.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 28, 9, 2006 um 2:16 in CineBatzStock Footage 2
Die Dwarsloeperin hat mir einen Stock zugeworfen . Auch wenn Wombatz nicht grade für ihre Apportierfreude bekannt sind, werde ich den folgenden aber mal weiterführen:
Frisch ans Werk:
Warum bloggst du?
Wegen des Geldes. Ich hab nämlich keines. Go figure.
Seit wann bloggst du?
Seit ähm… Sommer 2004. Genau. Und es war Sommer…
Selbstportrait?
Ich sehe eigentlich genau aus wie ein Wombat. Nur eben weniger Haare. Und 1.90 groß. Und ich grabe ungern Löcher. Hm. Okay ich seh eigentlich gar nicht aus wie ein Wombat, aber gesinnungstechnisch bin ich eins.
Warum lesen deine Leser dein Blog?
Einige weil sie Geschmack haben. Andere weil sie keinen haben. Wieder andere um mich beim rumzettern zu beobachten. Nochmal andere um über mich rumzuzettern. 14jr Mädchen lesen mein Blog meist um sich darüber zu beschweren das ich ihren Lieblingsstar beleidigt habe. Ein paar aber auch weil sie Garry Poppers cool finden.
Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?
"fickende frauen" – Ja genau Leute hier seit ihr richtig.
Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Soviel Zeilen hab ich hier nicht. Ich fühl mich doch immer Mißverstande, buhuhu.
Aus den letzten Wochen würd ich sagen der hier hätte mehr Aufmerksamkeit kriegen können.
Dein aktuelles Lieblingsblog?
Ganz ehrlich? Die Fünf Filmfreunde, okay das ist ein bißchen masturbatorisch, aber es macht einfach viel Spaß in ein Blog zu gucken an dem man beteiligt ist, bei dem aber noch vier andere Leute mitwirken. F5 ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie wer die unterste Lage leergefressen hat.
Ansonsten find lese ich die Wunderbare Welt und Libertas sehr gerne.
Welches blog hast Du zuletzt gelesen?
das dürfte Boing Boing gewesen sein
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 27, 9, 2006 um 17:19 in TagesBatzSo doch, geht doch!
Die älteren unter uns erinnern sich noch an diesen Eintrag hier, in denen ich meinen Schriftwechsel mit Sony und einem Zubehörspezialisten von Sony schilderte, der mir mittgeteilt hatte, daß ich für einen Ersatzwindschutz für mein ECM-MS957-Mikrofon 72,37 € + 5,95 Versand zahlen sollte. Auch auf Nachfrage ob es sich um einen Scherz handle, wurde mir bestätigt der Betrag sei korrekt und Sony würd die Preise so festlegen.
Natürlich war ich überzeugt, daß es keinesfalls den Tatsachen entsprechen könne, daß man derartige Preise für ein Stück Schaumstoff aufriefe und mailte erneut an Sony und setzte sie davon in Kenntnis mit der Bitte sich dieses offensichtlichen Mißverständnisses anzunehmen.
Heute morgen erhielt ich nun einen sehr freundlichen Anruf eines Sony-Mitarbeiters, der sich für die mail bedankte und mir mitteilte, mir werde in den nächsten Tagen kostenfrei ein solcher Windschutz zugesandt.
Guck mal an, da wurde meine naive Hoffnung, dann ja doch mal erfüllt, schnell und unbürokratisch.
Da darf man Sony, dann auch mal loben und ihnen mit auf den Weg geben, daß sie doch ihr eigenes schönes Format die MD etwas weniger stiefmütterlich behandeln sollten. Das ist grad für Journalisten eine echte Alternative zu Mp3-Rekordern, die leider viel zu wenig promotet wird.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 26, 9, 2006 um 14:41 in MediaBatzBitsEat me…
Pro7 hat ja nichts gegen ihre Serie "Queer as Folk". In Pressererklärungen wird ja immer wieder versichert, daß alle beim Sender viel Spaß an der Serie haben. Ob sich der darauf bezieht, die Serie zu schauen, möglichst unpassende Synchronstimmen von sichtlich unerfahrenen Sprechern zu besetzen oder sich immer abwegigere Sendeplätze auszudenken, hat sich mir bis jetzt noch nicht erschlossen.
Startete die erste Staffel schon ohne jede Bewerbung zwischen halb 12, viertel vor 12 abends, hat man "Queer as Folk" für die zweite Staffel nochmal eine Stunde nach hinten gepackt. Ab halb eins nachts, darf man nun die unterhaltsamen, geistreichen und politisch sehr angriffslustigen Geschichten unserer "Schmulen Clique" (O-Ton Pro7) erleben, bzw kann man, wenn man um diese Zeit noch wach ist.
Liebe Programmplaner, wenn ihr wirklich so viel Spaß an der Serie habt, dann bemührt euch doch endlich sie eurem Publikum etwas selbstbewusster und offensiver zu verkaufen. Das was ihr als "geschütztes Quotenreservat" verkauft ist in Wirklichkeit ein mediales Ghetto, in das man die unbequemen Schwuppen sperrt, damit bloß keiner merkt, daß ihr "sowas" im Programm habt.
Vielleicht findet ihr zwischen der Produktion von Militärpropaganda und Papstlobhudeleien für "Welt der Wunder" und "Galileo" ja doch mal eine freie Minute um euch darüber Gedanken zu machen.
Danke.
PS: Die echte Kerle stehen auf dicke Tüten und benehmen sich wie das Missing Link-Werbung von Burger King, ist auch nicht grade ideal auf die Zielgruppe abgestimmt.
Queer as Folk – Hol dir die erste Staffel und guck wann du willst!
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 26, 9, 2006 um 0:49 in MediaBatzBitsAb ins Archiv…
Ohne das es von der größeren Öffentlichkeit bemerkt wurde, hat man ein Gesetz auf den Weg gebracht, daß die Archivierung aller in Deutschland erscheinenden Websites vorsieht.
Nun gut mag man anmerken, sowas ähnliches gibt es schon mit dem Google-Cache und Archive.org, neu an der ganzen Sache ist jedoch, daß es sich hier um eine von Staatswegen angeordnete Archivierung handelt, die zudem eine gewisse Verpflichtung an alle Webseitenbetreiber stellt.
Die Süddeutsche berichtet darüber:
Denn ab sofort – und auch dafür gibt es einen Passus im Gesetz – haben Autoren und Betreiber deutschsprachiger Internetseiten die Pflicht, ihre Werke „in einfacher Ausfertigung abzuliefern“, und das auch noch „vollständig, in einwandfreiem, nicht befristet benutzbaren Zustand“. Um die Forderung zu unterstreichen, droht das Gesetz unter dem Paragrafen 19 gleich ein Bußgeld von bis zu 10000 Euro an. Allerdings steht da kein Wort darüber, wie man das macht: so eine Internetseite bei der Deutschen Nationalbibliothek abliefern.
Wie das ganze Aussehen soll, wissen die Vernatwortlichen selbst noch nicht und teilen den besorgt nachfragenden Bloggern zum Beispiel mit:
"Derzeit sind noch viele Fragen hinsichtlich Sammelumfang und Sammeltechnik unbeantwortet. In solchen Faellen werden die betreffenden Publikationen von der Deutschen Nationalbibliothek vorgemerkt und erst dann angefordert, wenn der Stand der Technik dies zulaesst. In der Zwischenzeit wird die Deutsche Nationalbibliothek keine Ordnungswidrigkeitsverfahren anstrengen."
Wie beruhigend, daß man nicht vorhat sofort die komplette deutsche Netzgemeinde zu verklagen. Vorerst. Das mag zwar nett klingen, bedeutet defacto aber nur, daß man die Totalarchivierung nur deswegen nicht sofort einläutet, weil man mal wieder nicht genau weiß, wie das technisch zu realisieren ist. Wenn man dieses Problem im griff hat, wird jeder der irgendetwas ins Net schreibt künftig gehalten sein, dies der Deutschen Nationalbibliothek in einem ihnen genehmen Format zur Verfügung zu stellen. Zutrauen würde man ihnen sogar Ausdrucke oder generierte PDF-Files, man kennt ja die realitätsnähe von Beamten.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 25, 9, 2006 um 16:35 in MediaBatzBits, TagesBatzSo? Nie!
Es begab sich, so fangen alle Märchen an, vor einigen Tagen, daß ich gedachte doch einmal den Windschutz meines Sony-Mikrofones zu ersetzen, der mir bei einem Interview vor einer Weile verloren ging. Der Herbst naht sich und die Winde wehen wüster, da kann man schon gut so einen Schaumstoff-Puschel brauchen, der von Medienmenschen meist unzeremoniell Popschutz genannt wird.
Dies stellte sich allerdings als schwieriger heraus, als ich es naiv der ich bin, mir zunächst vorstellte. Die genormten Schaumstoffpuschel, die auf jedes Gesangs- oder Stabmikro passen, sind für die Sony-Konstruktion nämlich entweder zu klein oder zu groß, wie ich nach einem Besuch bei Conrad und im Musikalienfachgeschäft feststellte.
Auch im Shop des Sony-Centers wußte man wenig hilfreiches zu sagen, nur, daß ich es doch einmal beim Online-Support versuchen solle.
Dies tat ich dann auch und schilderte Sony mein Anliegen, einen neuen Windschutz für mein Profi-Mikrofon zu erwerben. In einem weiteren Anfall von Naivität dachte ich noch, vielleicht würde man mir aus Kulanz einfach unbürokratisch einen Windschutz zusenden, um einen Kunden der sich ein Mikro für rund 300€ geleistet hat, vom Service des Herstellers zu überzeugen. Nunja. Am Folgetag erreichte mich folgende Mail:
"Sehr geehrter Herr Wombat, wir bedanken uns für Ihre Anfrage, diese wurde bei uns unter der Vorgangsnummer BlaBlaBla registriert.
Original Sony Ersatzteile, werden ausschließlich über unseren Ersatzteildistributor vertrieben. Bitte wenden Sie sich zwecks Bestellung und näherer Informationen direkt an unseren Distributor, der Ihnen gerne fachgerecht und kompetent weiterhelfen wird. Informationen zu Preisen und Liefermöglichkeiten erhalten Sie ebenfalls über den Distributor.Hier die Anschrift:
ANSCHRIFT
Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben und verbleiben
mit freundlichen GrüßenSONY DEUTSCHLAND GMBH"
Hum, nunja, okay kein Kulanzpuschel. Mußte ich mich also an den Esatzteil-Spezialisten wenden, aber nunja, was sollte so ein Schaumstoffding schon groß kosten. Herstellung höchstens 80Cent, Mehr als 5 Euro würde man dafür wohl kaum aufrufen.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 23, 9, 2006 um 1:15 in MediaBatzBits, TagesBatzUnverkrampfte Attentate
Unkorrekte Gedanken zum Thema Prominenteschutz.
Alt-Bundespräsident Roman Herzog brachte das Wort damals in den deutschen Sprachgebrauch zurück: Unverkrampfter sollten wir werden. Meinte, lockerer, nicht alles so ernst nehmen. Auch sich selbst nicht.
Derzeit geistern ja neben denn allgemeinen Allerweltsterrordrohungen auch immer mal wieder die Gerüchte durch die Medien, daß böswillige Attentäter es ja auf hochrangige Personen der Zeitgeschichte abgesehen haben könnten. Der Papst, Tony Blair, Bush.. sie alle werden in diese Szenarien gesteckt und behauptet es sei eine Katastrophe, wenn so etwas passieren würde. Auf dem Sundance-Filmfestival liefen grade zwei Filme, die mit der Ermordung Bushs und Blairs spielten, unzählige Thriller schildern heldenhafte Wettläufe gegen fiese Attentäter die den Präsidenten, den Gouverneur, die First Lady oder irgendeinen Senator auslöschen wollen.
Immer suggerierend, es wäre über die verständliche menschliche Tragik hinaus, auch wirklich von gravierender Tragik für das politische System, wenn dieser oder jener nicht mehr wäre.
Ohne Frage ist es kein schöner Zug jemanden umzubringen und für den Betroffenen und seine Freunde und Angehörige ausgesprochen unerfreulich, das soll nicht bestritten werden. Die Frage die ich mir stelle ist allerdings eine andere: Entsteht die politische Bedeutung die man solch einem "Königsmord" gibt, nicht erst darin, daß man sie bewusst zulässt und zelebriert?
Würde man den Begriff des Staatsdieners ernster nehmen und politische Akteure auf die eher angemessene Position eines Staatsbediensteten, der seinen Job erfüllt reduzieren, anstatt aus ihnen ehrwürdige, dem irdischen Dasein entrückte V.I.P.s, wäre auch die Symbolwirkung die von der Ermordung einer solchen Person ausginge wesentlich geringer.
Wenn ein Arzt, ein Müllwerker, ein Steuerbeamter oder Landschaftsarchitekt umgebracht wird, spricht man ja auch nur von einer menschlichen Tragödie, nicht aber von nationalem Ausnahmezustand. Warum nicht auch unverkrampfter, ja ungezwungener mit Staatoberhäuptern und Führungskräften umgehen. Warum nicht sagen: Ja, es ist schade, daß der Präsident erschossen wurde, aber nichts das uns als Land aus dem Ruder wirft.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 21, 9, 2006 um 3:29 in MediaBatzBits, TagesBatzBiep-Batzlog
Ich mach mich sicherheitshalber auch mal maschinenlesbar. Nur damit man mir nicht nachsagt, ich würde mich dem Überwachungsstaat verweigern.

HIER findet ihr den Generator zum Barcoden…
[via:Pinif.de ]
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 20, 9, 2006 um 17:02 in TagesBatzPope L. Mantra
Niemals vergessen, jeden morgen
jeden abend.
sich zu sagen.
Wirklich religiöse Leute,
haben gemeingefährlich einen an der Waffel.
Egal welche Religion.
Egal aus welchem Land.
Wer das eigene Denken einstellt und auf Kurzgeschichtensammlungen über paranormale Ereignisse vertraut.
Dem ist nicht mehr zu helfen.
jeden morgen,
jeden abend,
sich zu sagen.
Ihr habt doch alle ganz heftig einen ander Marmel.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 19, 9, 2006 um 2:38 in TagesBatzIm Zweifel den Aufruhr schüren…
Derweil noch überall die Blubberblasen der Wahleinordnungen abgesondert werden, strahlte 3sat wahrscheinlich wieder unter Ausschluß der Öffentlichkeit das aktuelle Programm von Georg Schramm aus.
Schramm der völlig zurecht das eingeschnarchte Kabarett-Relikt "Scheibenwischer" verlassen hat, nachdem sich Bruno Jonas und Richling, sowie die Redakteuere auf keinerlei inhaltliche Auffrischung oder mehr junge Kabaretisten einlassen wollten, tourt derzeit mit seinem Programm "Thomas Bernhard hätte geschossen" .
Die Grenze zwischen Kabarett und Aufwiegelung zum Aufstand sind diesmal allerdings hauchdünn, denn hinter Schramms Figuren steckt viel Desillusionierung und Verbitterung. Er traut sich als einer der wenigen sich nicht in Alltagsbetrachtungen zu flüchten oder Comedy-Kabarett zu machen, das letztlich keinem wehtut. Wenn er seine depremierende Rechnung aufmacht und unpopuläre, weil überholt geglaubte Thesen nachvollziehbar werden lässt, landet er folgerichtig am Ende beim Aufstand, der aber deswegen flachfällt, weil das Volk keinerlei Willen zur Revolution hat.
Ob sozialverträgliches Frühableben von älteren Arbeitnehmern, der gesellschaftlichen Nutzlosigkeit junger Arbeitsloser, den depremierenden Perspektiven alter Menschen und dem schmieirgen Lobbysumpf von Polit- und Pharmaindustrie, Schramm geht es noch um Inhalte. Und er will seinem Publikum, das oft oft eher aus der attackierten Zielgruppe der Besserverdienenden stammt etwas mitgeben, dem sie nicht automatisch zustimmen, daß sie vorher vielelicht noch nicht wußten.
Wenn am Ende in munterer Runde von Schramms Figuren diskutiert wird, wessen Erschießung gesellschaftlich die positivsten Folgen nach sich zöge, ob nun Politiker, Joseph Ackerman oder einen Pharmavertreter, dann wird man den Eindruck nicht los, das Schramm das Ganze nicht ausschließlich satirisch überhöht betrachtet, sondern sich wirklich ernsthafte Gedanken darüber gemacht hat.
Und das Publikum scheint sich auf dieses Gedankenspiel einlassen.
Das aktuelle Programm auf CD bestellen!
+++
Interview mit Georg Schramm zum Ausstieg bei Scheibenwischer
Homepage von Georg Schramm mit Tourplan
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 17, 9, 2006 um 22:05 in MediaBatzBitsBatzticker: Wahlnachlese…
Politiker nach der Wahl zu interviewen ist irgendwie noch blöder als abgehetzten Fussballspielern direkt nach dem Spiel ein Mikro hinzuhalten.
Inhaltlich kommt mehr dabei rum, wenn man in der Badewanne pupst und das Ganze aufnimmt.
Wie unterdrückt man als Interviewer diesen Impuls den Leuten ins Gesicht zu sagen, daß sie unglaubes Gedöns reden und wen sie eigentlich verarschen wollen? Oder kommen einem diese Gedanken gar nicht mehr, wenn man jeden Tag mit diesem Verbalflatulenzen bedacht wird?
Mutig werden die öffentlich rechtlichen Fragensteller nur wenn sie meinen sich gegen den NDP-Kandidaten profilierne zu können. Diese unhöfliche Agressivität würd ich mir mal allen Befragten gegenüber wünschen.
Und das mit dem Wahlrecht für unter 30jährige, männliche Arbeitslose aus MeckPomm sollte man nochmal überlegen.
Wahlen. Möchten Sie einen Schuß ins Knie? In den Bauch? In den Kopf?
Und tu doch mal jemand den Pflüger weg. So rot wie der grade im Gesicht ist, steht der ja fast vor nem Hirnschlag.
Moment was rede ich da. Politiker und Hirnschlag… Sorry… das war dumm.
Wobei mit Pflüger immerhin mein einziges gutes Argument um Grinse-Wowi zu wählen den Bildschirm belästigt.
PS (22:50) Kurt Beck ist mir unglaublich unsympathisch. Und wen will man eigentlich veralbern mit der Erhöhung des Rentenalters, wenn heute schon absehbar ist, daß Leute über 35 auf dem Arbeitsmarkt als extrem schwer vermittelbar gelten.
Herr Wowereit sollte sich auf seinen Wahlsieg jetzt nicht soviel einbilden. Gegen Friedbert Pflüger zu gewinnen ist wie ein Sparringskampf gegen nen 6jährigen, der einen Arm auf den Rücken gebunden hat.
+++
Und tut doch nicht alle so erstaunt über den NPD-Sieg. Der geht doch auch auf euer Konto Leute.
+++
Je länger man Politiker reden hört, desto eher versteht man was mit dem Begriff "strukturelle Gewalt" gemeint ist.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 17, 9, 2006 um 18:37 in MediaBatzBits, TagesBatzEntmündigungs-Sonntag
Es ist schon erstaunlich, wie sehr man sich mittlerweile an die aufgehängten Politiker auf Pappkarton gewöhnt hatte. Da sie ja eh alle eher nichtsaagend bis unsympathisch aussehen und ich keinem von ihnen weiter über den Weg traue als ich einen bissigen Rottweiler werfen kann, war mir doch fast entgangen, daß heute ja Entmündigungssonntag ist.
Hingegangen bin ich trotz der üblichen Ratlosigkeit natürlich, alleine schon um mein Nein zur Einführung Volksentscheids abzugeben (Ich halte es mit Lord Vetinari, der Demokratie mal ais "idiotic vote-yourself-rich system" bezeichnete) und ein Prozentpunkt gegen Rechts zu setzen. Und um zu zelebrieren, daß Mietminderung rechtfertigende Plakate wie dieses (Auswahl zufällig, die aller anderen Parteien waren genauso schlimm) bald wieder abgehängt werden.

Serviervorschlag: Abbildung ähnlich
Wenn schon alle Volksvertreter der Ansicht sind sie hätten sowohl Charisma und vertrauenswürdige Ausstrahlung, daß alleine ihre Visage einen zum wählen motiviert, sollten sie sich vielleicht nicht mehr von nem Pixi-Fotografen ablichten lassen, der neben der Kamera mit einem Stoffhäschen winkt und sie dann mit einem Gesichtsausdruck verewigt wie ein Reh kurz bevor es vom Lastwagen erfasst wird oder Tante Hedwig beim wegdösen bei "Wer wird schon gerne Millionär".
Wie wäre es denn mal mit so einem Plakat:

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___________________________________________________________________________ Von Batz am 17, 9, 2006 um 17:52 in MediaBatzBits, TagesBatzFalsche Hausnummer
Stell dir vor du kommst nachhause und dein Schlüssel passt nicht mehr. Und dein Lebenspartner erkennt dich nicht, sondern lebt plötzlich mit einem Kerl zusammen. Das ist die Ausgangssituation des Kurzfilms "Hausnummer 15" von TwoForTwenty-Films.
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___________________________________________________________________________ Von Batz am 16, 9, 2006 um 15:41 in CineBatzBatz Getwitter
- achja der nächste der im Zusammenhang mit Inception vom "Film des Jahres" spricht bekommt einen Schuh an den Kopf. War 2010 echt so mies?
- lange kann es nicht mehr dauern bis die sparkasse verlangt, dass ich IHNEN Zinsen zahle für das Geld auf meinem Kapital-Plus-Sparkonto
- Holt euch den Riesenlotso: http://is.gd/dSGDa
- inception war ja jetzt mehr so okay als wow
- @agitpopblog to fucking boring, might be closer to the truth
- spanische tortillas mit schinken können ganz schön scheisse schmecken... zumindest so fertige..
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