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    Daddel dat – Sie sind wieder da

    sammax

    Wenn man wie ich, zur älteren Generation gehört, dann hat man ja noch die Jugendjahre des Heimcomputerzeitalters mitgemacht. Nun gut, ich bin nicht mehr mit Konrad Zuse uppn swuutsch gewesen, noch habe ich mit Alan Turing Knibbelbildchen getauscht, aber so ab Anfang der 80er hab ich das schon alles mitbekommen.

    Mein erster Rechner, bzw. der Rechner eines Lebensabschnittsgefährten meiner Mutter, war der schon zum Zeitpunkt des Erwerbs nicht mehr ganz taufrische ZX81. Komplett mit Folientastatur und Erweiterung des Hauptspeichers von 1kb auf 16kb.

    Das kennen die Kinder heutzutage ja gar nicht mehr, hat doch jede elektrische Zahnbürste heut mehr Speicher.

    Dem ZX81 folgte dann der C=64, der erstmals wirklich für Computerspiele zu begeistern vermochte. Auch wenn das Hauptargument für den Kauf damals natürlich war, das man “nicht nur spielen wolle, sondern auch damit lernen.” Yeah Right. Wenigens das Argument müssen Kiddies heute nicht mehr bringen, wenn sie um ihr PS3 oder Wiii quengeln.

    Mit dem C64 kamen dann neben gamerischen Spitzentiteln wie “Sex Games“, “BSC Girlsfun” oder “Bobby Bearing” und “The Eidolon” und anderen Frühwerken vor allem die klassischen Adventures. Inforgramms Text-Only Spielen habe ich meine guten Englischkenntnisse sicher mit zu verdanken. Terrormolinos zeigte Bilder nur als Belohnung, die die Bleiwüste etwas auflockerte und die einfachen Point-and-Click Adventures von Lucasfilm, setzten letztlich den Standard für alles was danach kommen sollte. Musste man sich bei der versoftung von Labyrinth noch mit einem umständlichen Interface herumärgern, war schon Maniac Mansion ausschließlich mit der Maus steuerbar und bot eine wunderbar abgefahrene Story.

    Irgendwann Mitte der 90er ging Lucasfilm allerdings die Puste aus, als Adventures immer mehr zum Nischenprodukt wurden weil grafischer Firlefanz mittlerweile wichtiger war als eine originelle Story. Interaktive Filme wie Phantasmagoria machten dem klassischen Adventure endgültig den Garaus.

    Eine kleine Truppe ehemaliger Lucasfilm-Programmierer hat sich mit dem Erfinder eines der besten Lucasfilm-Adventure zusammengetan und versucht es jetzt trotzdem noch einmal. In zeitgemässer Grafik, aber ohne übermässiges Effektgedöns haben Steve Purcell und Telltale-Games beschlossen neue Folgen mit den Figuren des Kultspiels “Sam and Max” zu produzieren. Anspielen darf man das ganze umsonst, eine ganze Folge kostet dann 9 Dollar.

    Mehr Informationen und Link zur Demo gibt es HIER.

    Schön das. Wenn ich mich nur nicht so unglaublich alt fühlen würde…

    Von Batz am 6, 11, 2006 um 1:54 in MediaBatzBits | 4 Kommentare »

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    4 Kommentare zu “Daddel dat – Sie sind wieder da”

    1. pulmoll Sagt:

      großartig! back to the roots, da werden doch glatt längst verschütt gegangen geglaubte erinnerungen wach.
      wahrscheinlich träum ich aber schon und wach gleich enttäuscht auf *schnief*

    2. kreuzberger Sagt:

      Den Sinclair ZX81 hatten wir damals auch in der Schule, um programmieren zu lernen. Da lief dann als Resultat ein Strichmänchen von links nach rechts. Ganz groß.

    3. diaet Sagt:

      Wir altern gemeinsam, Oliver…
      Und ich muss definitiv Monkey Island 2 mal endlich zuende spielen…

      *Tränchen der Rührung verdrück*

    4. maloXP Sagt:

      Sex Games… Muhaha!

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