Vor einem Jahr…
Fähnchen Wind Beliebigkeit
Mittlerweile befremdet es ja, wenn man im SPIEGEL-Artikel liest die nicht der kleinste gemeinsame Nenner populistischer Allgemeinplätze sind. Gabor, Malzahn und Co.
Wenn man lange genug selbst das beliebte Lied über die fiesen Sozialschmarotzer gesungen hat, selbst ewig lange Internet und Computerspiele in dümmlichster Weise in den diversen TV-Varianten des Blattes abgehandelt hat, muß irgendwann mal was neues her, will man die Leser bei der Stange halten.
Wie wäre es mal mit der Wahrheit?
Klingt komisch, wird aber grade mal probiert.
Beides nach langem mal wieder Artikel die wirklich lesenswert sind, wie ich finde.
Das der zweite Artikel von einem Gastautoren stammt, werde ich an dieser Stelle mal nicht kommentieren. Man soll ja froh sein über kleine Dinge.
PS: Das man das ganze auch im selben Atemzug wieder gegen die Wand fahren kann, merkt man aber auch sofort wieder, wenn man DIESES völlig unkritische Blabla-Interview mit Herrn Stoiber zum Thema Killerspiele liest. Da hätte man die Chance den Kerl mal in die Mangel zu nehmen und mit Fakten zu konfrontieren und lässt ihn einfach wieder seine eingeübten Worthülsen auskotzen.
jep. So kenn ich das schon eher.
PS2: Apropos Dummes Gewäsch: Sehr schön ist dieser Artikel bei Medienrauschen, zur völlig indiskutablen Ankündigung der Sendung “Hart aber fair: Vom Ballerspiel zum Amoklauf”
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Von Batz am 22, 11, 2006 um 20:08 in MediaBatzBits, TagesBatz | 8 Kommentare »___________________________________________________________________________
8 Kommentare zu “Fähnchen Wind Beliebigkeit”
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22. November 2006 at 21:59
wir mussten in der schule mal artikel des spiegels und der bildzeitung vergleichen. Ergebnis: gleicher aufbau der artikel, gleiche polemik, lediglich die wortwahl war beim spiegel etwas anspruchsvoller…
überflüssig zu sagen, dass ich jedesmal (zwangsläufig)daran erinnert werde, wenn mir etwas vom spiegel unter die augen kommt.
23. November 2006 at 7:35
@Inga
In welchem Jahr habt ihr denn die Artikel verglichen?
Ist ja mal eine lohnende Schularbeit. Hoffen wir, dass es mehr solcher Lehrer gibt.
23. November 2006 at 8:45
Da sag ich mal: danke für den Hinweis – ich habe mit SpOn aus den wohlbekannten Gründen schon vor längerer Zeit abgeschlossen, daher wären diese doch sehr lesenswerten Artikel mir ansonsten nie untergekommen. Gerade der erste liest sich im Kontext des, ähem, des Abwiegelns ja doch eher unverdächtigen Spiegels ja, als käme er direkt aus einem Paralleluniversum. Wäre ja zu schön, wenn sich da vielleicht ein Trend abzeichnet? (Ja, okay, ich wach ja schon auf)…
23. November 2006 at 11:40
Inga, klingt ja nach einer ziemlich polemischen Unterrichtsstunde
23. November 2006 at 15:11
“Hart aber fair” ist auch so eine Sache. Hab mir die mal komplett zum Thema “Sind wir Toleranz-Trottel? Muslime in Deutschland” angeschaut. Das war allerunterste Schublade. Tenor: Man käme sich ja “in bestimmten Gegenden” nicht mehr “wie in Deutschland” vor und an sämtlichen gesellschaftlichen Problemen seien Moslems schuld. Würg Brech Spei!
Ach ja,
Speck, Gewerkschaftschef der Polizei, Netzeitung
Sperren, verbieten und blockieren. Am besten gleich das ganze Internet abschalten.
23. November 2006 at 18:23
@ steffi: ist so 15 jahre her
@ held: aha – warum? ich fand sie ganz sachlich
24. November 2006 at 11:55
Mehr ‘ne persönliche Sache
Habe mich damals gefragt, warum ausgerechnet Spiegel und Bild.
“überflüssig zu sagen, dass ich jedesmal (zwangsläufig)daran erinnert werde, wenn mir etwas vom spiegel unter die augen kommt.”
24. November 2006 at 15:03
@ held: naja gut — nur so jedes zweite mal…