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    Gay doch noch Hause, Tita.

    Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich die liberalen Medien um das Wohlergehen des urbanen Homosexuellen sorgen. Polylux zum Beispiel [Ergänzung: Der Beitrag gestern war, wie mich Pulmoll und Stefan informierten nur eine Verwurstung eines alten Beitrags aus Monolux vom Dezember].

    Zwar hat man wenig Ahnung oder Verständnis, aber das hindert ja nicht daran eine aufrüttelnde Reportage über “dieses Gayromeo” zu machen. Kein Wort davon, daß viele es einfach wie ICQ oder einen anderen Messenger nutzen, um mit ihrem Freundeskreis unproblematisch in Kontakt zu bleiben. Statt dessen die Puttchen Brammel-Schreckensvision von der virtuellen Vereinsamung: Die schönen Homosexuellen Tanzcafes, in denen es stets so heiter miteinander geplaudert wurde, müssen schließen weil die Schwuppen nur noch vorm Romeo-Amt sitzen und dort Tag und Nacht Klöppelpartner suchen.

    TAG UND NACHT! Die ficken wie die Kaninchen. Grad, so lässt man eine etwas verwittert wirkende Schwuppe sagen, grad wenn sie jung und schön sind, dann klöppeln die TAG und NACHT! Leider eben eher untereinander, also unter den Jungen und Schönen und eher weniger häufig mit verwitterten Altschwuppen über 30. Der Jugendwahn ist da gnadenlos (wo grade die Schwule-Community ja sonst so offen und integrativ auf die älteren Mitbürger zugegangen ist. Dieser Jugendwahn hat wirklich erst mit Romeo angefangen!)

    Die gehen gar nicht mehr vor die Tür. Also halt nur noch zum ficken, aber eben nicht mehr zu dem was man halt sonst so machen sollte als Schwuler: Verständnisvoll nicken wenn die beste Freundin Probleme erzählt, Oscar-Wilde-Bonmots zum Besten geben, ABBA hören, Rumtucken, Lederwams und Schnauzbart Gassi führen und ihre Umwelt geschmackvoll dekorieren. Nix da. Die sind alle süchtig nach diesem Ghettoportal da. Was der Hete ihr World of Warcraft, ist den Schwuppen ihr Gayromeo. Die ersten müssen sogar schon in Selbsthilfegruppen, weil sie Romeo-süchtig sind, weiß ein wichtig dreinschauender Therapeut zu berichten und schweigt sich darüber aus, ob die betreffenden schon vorher einen an der Marmel hatten oder kontaktgestört waren.

    Moniert wird obendrein die böse Oberflächlichkeit, mit der alle nur den schnellen Spaß suchen und keinen Bock haben vor jedem Sexdate den kategorischen Imperativ durchzudeklinieren. Aber anstatt daraus zu folgern, daß eben auch Schwule nur ganz normale Menschen und vor allem normale Männer sind, von denen ein Großteil eben nicht grade das Rad erfunden hat, macht man ein Chatportal dafür verantwortlich, daß man eben deutlich vorgeführt bekommt, daß die lieben Schwuppen eben oft genauso langweilig und sackenblöde sind wie der Rest der Menschheit.
    Ja Wow, was für eine Erkenntnis! Wenn man immer noch mit der Klischeebrille durch die Welt läuft und glaubt Schwule wären per se intelligenter, niveauvoller oder sozialer als der gemeine Hetero, dann muß diese Erkenntnis in der Tat wie ein Schock wirken.

    Und so behauptet man eben, daß es am Chatportal liegt, wenn die Leute blödes Zeug daherquatschen, mit dem Schwanz denken oder Schwierigkeiten haben den ganzen Satz zu vervollständigen. Bald muß man sicher auch die ersten zum Abschuß frei geben, die quälen sich ja nur noch.

    Zudem, so wird aufgeregt berichtet, ist das ganze ja auch wie ein OTTO-Katalog, denn man kann sich dort frei aussuchen wen man haben will. Leider vergisst man dazuzusagen, daß man zwar suchen kann, aber noch lange nicht jeden bekommt den man will. Vielleicht steckt aber auch einfach nur Neid dahinter, denn bisher konnte kein Chatsystem für Heterosexuell veranlagte Menschen einen ähnlichen Komfort und Umfang vorweisen wie Romeo. Obendrein ist es gemessen an dem was dubiose Flirt-Portale für die Mann/Frauliche-Kopulationsanbahnung an Mitgliedsbeiträgen verlangen, grade zu unschlagbar billig: Die umfangreiche Grundmitgliedschaft kostet immer noch nichts und selbst die Plus-Mitgliedschaft ist mit ca. 3.50€ im Monat sehr günstig. Da werden Neidgefühle wach.

    Denn das Allerschlimmste ist für den eifrigen Polylachs-Redakteur: Bei Romeo sind nur Schwule! Die grenzen sich gradezu aus. Das muß man sich mal geben, in einem schwulen Dating- und Chatportal sind keine Heteros zu finden! Ja, da sollen die Schwulen mal schön das Maul halten mit ihrer Gleichstellung und den Rechten, wenn sie sich dann so abschotten und die armen Heten aussperren.

    Creutz. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sich der gemeine Hetero diskriminiert fühlt. Fast ist man an einen Ralf-König Comic erinnert, in dem die beste Freundin mittels epileptischer Dialektik schließlich zu dem Schluß kommt, das Schwule extrem frauenfeindlich seien, weil sie eben keine Lust haben mit ihnen zu schlafen.

    Dieselben Leute, die immer noch unmerklich zusammenzucken, wenn man so selbstverständlich von seinem Freund redet, wie sie von ihrer Freundin und denen dabei ins Gesicht geschrieben steht: “Boah der lässt sein Schwulsein aber raushängen” – dieselben Leute fühlen sich jetzt auch angepisst, weil in einem Chat der Gayromeo heißt keine Heteros zu finden sind.

    Man kann an den blauen Seiten vieles kritisieren und für verbesserungswürdig halten und als langjähriger Nutzer fallen einem viele Sachen ein die dort nerven, leider zählt nichts davon zu dem was Polylux mit dem Stauneblick des Dschungelforschers der zum ersten mal die nackigen Neger ums Feuer tanzen sieht, zu bedenken gibt.

    Für pragmatischere Tipps, verweise ich nach wie vor auf mein Chat-1x1s.

    Von Batz am 9, 2, 2007 um 1:11 in QueerBatz, TagesBatz | 18 Kommentare »

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    18 Kommentare zu “Gay doch noch Hause, Tita.”

    1. stefan Sagt:

      das ganze ist übrigens das recycling eines “monolux”-beitrages von anfang dezember 2006.

    2. Ulli Sagt:

      erstaunlich – wo frau polyflux doch in berlin sitzt, und da gäb’s ja auch so gar keine möglichkeit, sich mal kompetent zu recherchieren… andererseits, die polylux-ach-is-das aufregend-und-chic-verflachung halt… sollen sie doch
      lg ulli

    3. diaet Sagt:

      *Aufsteh*, *applaudier*, Link mit Zitaten gibt’s gleich noch. Danke, Batz.

    4. nilz Sagt:

      was soll man dazu sagen? polylux halt. und ihre geniale chefredakteuse tita. sie ist nicht nur kompetente moderatorin, sondern auch stilsichere themen-abnickerin….ich kann diese arrogante berlin-mitte “wir wissen was cool ist und ihr nicht, deswegen haltet mal schön die fresse und guckt zu”-sendung schon lange nicht mehr ertragen. auch die “satire” beiträge jedesmal, die ja gott sei dank gross und fett als solche gekennzeichnet sind, sonst würden wir deppen ausserhalb berlins das ja gar nicht merken, sind soooooo lustig! alten leuten auf dem alex verwirrende fragen stellen! hahaha! da habe ich ja schon 94 bei raab so drüber lachenn müssen, tolle masche! innovativ! neu! cool! mitte halt! ach, ich hört schon auf, sonst wird der kommentar ewig…

    5. der toby Sagt:

      Ohne jemand nahe treten zu wollen: Mit dem was in GR so zu finden ist, wären viele Heten überfordert. (Siehe hier bei Blog-off!)Eine Spezialisierung kann man doch nicht als Diskriminierung werten. Ähnliches könnte man StudiVZ oder OpenBC auch vorwerfen.

      GR ist leider (noch?) kein leider SocialNetwork, es ist in erster Line ein Kontaktportal, welches es den Nutzern die Anwendung überlasst. Doch muss man dazu sagen, dass die Ausrichtung von GR zuerst eindeutig auf sexuelle Kontakte abziehlte. Der “sozialere” Charakter wurde dazugepachted. Die Messengerfunktonalität ist bei weitem hinter der von ICQ, Skype oder AIM (um nur einige zu nennen), hat eher E-Mail Charakter und wird vielleicht auch gerade deswegen von nicht wenigen geschätzt.

      Und deshalb ist GR der Teufel? ;-)

      In anderen Ländern scheinen sich ich Heten wie queers people über MySpace zu finden, welches weniger meins ist.

    6. Batz Sagt:

      Romeo läuft halt problemlos auf jedem Rechner ohne jede Instalation, die asynchrone Kommunikation fördert das in Kontaktbleiben und es fällt leichter in einer neuen Stadt Leute kennenzulernen, auch jenseits der Klöppelanbahnung. Klar wurd das ganze in erster Linie als Klöppelportal gegründet, aber die Macher haben eben kapiert, daß die Sexsuche wichtiges, aber eben nicht einziges Anliegen der Nutzer ist. Als Social Network funktioniert es dennoch besser, als OpenBC – schlicht weil jeder Zugang hat und nicht durch fehlendes Premium-Account zum schweigen und zugucken verdonnert ist.

      Warum Leute MySpace nutzen ist mir nach wie vor ein Rätsel. Das Layout und Konzept ist eine einzige Katastrophe, es sieht immer aus als hätte jemand wilkürlich Content in ein Template von 1999 gekotzt. Vielleicht finden es grade deswegen die Kinder so toll… die wollen ja auch nie ihr Zimmer aufräumen.

    7. caliban Sagt:

      Hab die Monolux-Beiträge damals ja auch gesehen. Und muss gestehen – ich find sie noch um einiges besser, als jenen besch***** SpOn-Beitrag damals.
      Hier war zumindest jemand IN der Materie.
      Viele der Probleme mit/über/durch gayromeo sind ja gar nicht so weit von der Realität weg.
      Trotzdem würde ich Deinen Beitrag total unterschreiben.

      Und zum Thema MySpace: Ausch. Ich versuch es immer wieder, aber vielleicht bin ich ja zu blöd dazu: Ich blick da einfach nicht durch. Da blinkt alles, irgendwelche drei unterschiedlichen Musikstücke spielen gleichzeitig… Ist nix für mich

    8. pascal Sagt:

      ja, mittlerweile nervt polylux wirklich, z.B. carsten van ryssen, prinzipiell kann er sehr lustig sein, nur wenn man auch einfach aus der BILD vorlesen und leute befragen kann — warum sollte man dann energie in gute satire stecken?

      und diese dämlichen “fightclub”-beiträge sind auch nur ein alibi für miese recherche…

      aber allgemein schlägt sich polylux doch ganz gut im vergleich zu etablierten formaten — z.B. diese latente Angst der journalisten vor dem internet bringen sie wirklich gut rüber, wie man es in all den “$(im web zu findendes) macht süchtig, vertreibt deine freunde und ist böse”-beiträgen (WoW, ProAna, GayRomeo,…) sieht

    9. Mr. Vincent Vega Sagt:

      Sicher, der Beitrag war nicht unpolemisch und bauschte die Sache etwas überdramatisch auf. Nichtsdestotrotz steckt da ja mehr als ein Fünkchen Wahrheit drin. Ich persönlich finde auch, dass die ganze Szene extrem zum Oberflächlichen neigt und Plattformen wie Gayromeo, wo ich mich schon aus Prinzip nicht anmelde, das nur unterstützen; da geht es um die Schwanzlänge, den geilen Body und das schnelle Date, aber es ersetzt nicht den munteren Abend im Schwuz oder Berghain. Und dass viele Schwuppen in genau derartigen Schablonen denken – geile Typen, schneller Fick, ich muss hip und flexibel sein – kann wohl nicht abgestritten werden.

      Wie gesagt, ich möchte hier keine Pauschalurteile fällen, wie es der Beitrag gemacht hat, aber es ist kein soziologisches Geheimnis, dass das WWW isoliert bzw. soziale Kontakte auf ein Minimum oder “das Wesentliche” reduziert. Wie im Beitrag auch gesagt wurde: Man verabredet sich mitunter gleich in irgendeiner Wohnung, ohne tanzen oder einen trinken zu gehen.

    10. Batz Sagt:

      Tanzen und Kneipenbesuche fand ich immer überschätzt und ehrlich gesagt gehen die meisten doch eh in Discos in der vagen Hoffnung dort jemand zum ficken zu finden.

      Wenn ich mich mit Leuten zusammenhocken will dann mache ich das, dann kocht man zusammen, geht ins Kino, Theater oder trifft sich einfach mal so.

      Und zu leuten die weiter weg wohnen hält man durch Romeo wesentlich einfacher Kontakt. Gäbe es das nicht, hätte ich zu einigen Leuten wohl wesentlich seltener Kontakt. Ich merke ja wieviel seltener ich zu meinen heterosexuell veranlagten Freunden Kontakt habe, weil man sie einfach nicht selbstverständlich online sieht und einfach mal ne Message rüberschickt. Eine Email ist eben doch umständlicher.

      Und diese ganze Glorifizierung der Partykultur hab ich nie verstanden. Ich hab mich auf Parties meist mehr gelangweilt und weniger Leute kennengelernt, als über den Chat und das bezieht sich nicht auf Sex, sondern auf Freunde mit denen man gemeinsam was unternimmt und die man natürlich auch live trifft.

      Dieses Lamentieren von der bösen Szene die ja so oberflächlich ist find ich eherlich gesagt immer anstrengend. Ja sicher die Szene ist oberflächlich, die Leute wissen das sie Auswahl haben und kümmern sich deswegen weniger um einzelne Freunde, ja alles ist aufs Aussehen fixiert – aber meine Güte, das ist nun nicht grade eine Neuigkeit. Schwule sind in erster Linie eben Männer und die reagieren eher auf optische Reize und ficken eben oft und gerne und haben nun nicht immer das Rieseninteresse an tiefschürfenden Beziehungen. Wenn Frauen genauso funktionieren würden und so unkompliziert Bock auf Sex hätten, würde sich keien Heterokerl den ganzen Stress des förmlichen Umwerbens machen.

      Mag einen ja ankotzen, aber die Oberflächlichkeit der Szene ist ein uralter Hut und hat wenig mit dem Entstehen von Gayromeo zu tun.

      Und zu bemängeln das es für Leute die schnellen Sex suchen eben ums Aussehen geht, ist doch ziemlich albern. Wenn einer eben ficken will, dann sucht er jemand den er geil findet und dazu gehören eben auch die Schwanzlänge und Bilder. Wo ist das Problem? Es wird niemand gezwungen diese Daten anzugeben oder auf Sexdates einzugehen.

      Wenn ich eine Freundschaft oder Beziehung aufbauen will interessieren mich auch viele andere Dinge bei einem Kerl, da gehts um geistige Wellenlänge, da gehts um Humorkompatibilität usw. Und für all das gibts bei Romeo – Wunder oh Wunder- ja auch Möglichekeiten zur Darstellung. Neben Hobbies und Interessen kann man in seinem Profiltext etwas von über sich erzählen und den anderen einen Eindruck von sich geben. Wers halt nur für Kleiner Prinz-Zitate nutzt der disqualifiziert sich eben selber, aber natürlich beitet Romeo auch die Darstellung anderer Werte als sexrelevanter. Das wird nur gerne ignoriert, weil man sich ja so drauf kapriziert das Leute dort was zum Ficken suchen, was man ja selber ganz Pfuibah findet…

      Ich hab bisweilen das Gefühl, das hinter der Kritik wirklich ein gewisser Neid und Frust stehen mag, wenn man eben selbst nicht mehr Jung und Knackig ist und die Sexangebote ausbleiben. Das ist scheiße, das ärgert mich mit zunehmendem Alter sicher auch, aber deswegen nun auf das Böse Romeo zu schimpfen und die Schlechtigkeit der Schwuppenwelt zu beklagen, find ich hochgradig albern. Jau, wer nicht so doll aussieht und über 30 ist hats schwer was zum klöppeln zu finden, aber das ist in jeder Disco genauso. Ich erinnere mich gut an Hamburger Besuche in der Fabrik, wo die verzweifelten Notgeilen ab zwei uhr immer an der Wand lauerten in der Hoffnung noch jemand für die Nacht abzubekommen. In der Szene sprach man da dann immer vom “Resteficken”… und das war lange vor Romeo.

    11. Mr. Vincent Vega Sagt:

      Nun ja, ist ja auch nicht das erste Mal, dass wir diesbezüglich nicht einer Meinung sind (ich erinnere mich an QUEER AS FOLK). Dass die Oberflächlichkeit der Szene “ein alter Hut” ist, weiß ich selbst, was an der Wahrheit dieser Feststellung aber nichts ändert und es eigentlich nur umso trauriger macht, dass dies anscheinend so akzeptiert wird. Ich möchte mir hier nicht den großen Keuschheitsgürtel umschnallen, als jemand, der seine eigene Community ganz furchtbar finden und für eine bessere Welt kämpfen würde (und klar sperre auch ich die Augen nach gut aussehenden Jungs auf), aber es ärgert mich zuweilen eben dennoch.

      Und ich habe ja nicht aus den von dir oben angeführten Gründen (letzter Absatz) gegen Gayromeo argumentiert, denn ich z.B. wäre per Definition “Jung und Knackig”, sondern weil ich nicht gerade für eine sinnvolle Plattform erachte. Du redest davon, dass dir sogar schon Mail-Schreiben zu umständlich sei, das finde ich dann doch recht seltsam. Ist das gute alte Telefon denn wirklich schon ausgestorben? Bei dir klingt das, als seien derartige Web-Geschichten mittlerweile das anatomische Gerüst für soziale Kontakte. Wenn das mal ausfallen sollte, was dann? Kein ICQ, kein Gayromeo … keine Connection? Ich habe das Gefühl, du verabsolutierst das zu sehr. So wie der Polylux-Beitrag das in die andere Richtung tat.

      Aber ich kenne dich nicht persönlich (bis auf ein kurzes Anrempeln im CineStar-Kino neulich *g*) und möchte auch nicht groß herumanalysieren.

    12. Batz Sagt:

      ich hab ne foneflat und telefoniere oft und lange mit leuten, aber ich halte zu vielen eben auch durch den chat kontakt. zu manchen besteht so täglicher kontakt, mit denen man ansonsten nur alle paar wochen mal fonen würde… das netz ist für mich eben selbstverständlich kommunikationsmittel, genau wie das telefon auch.

      mails haben eben immer etwas förmliches, da schreibt man meist nicht nur einen satz sondern will sich lieber zeit nehmen und verschiebt es dann. in den chat schreibt man aber auch einfach mal nur einen kurzen satz rein und kann den dann im zweifel eben auch asynchron antworten und ist so mit den leuten die man mag näher verbunden als man es sonst wäre. selbst mit meiner mutter bin ich, auch wenn wir sicher einaml die woche länger telefonieren, per ICQ einfach näher verbunden, weil man eben doch auch mal einfahc ein paar zeilen hin und her schickt und mal kurz was fragt ohne das man sich gleich ne stunde zeit nehmen muss..

      mailen ist für mich meist eher was offizielles und was das ich eher förmlich handhabe, insofern für die schnelle kommunikation nicht so der hit.

      Es gibt auch dutzende Sachen die mich an der Szene stören, aber ich werd die Leute nicht ändern und hab akzeptiert das ich mit den meisten eben nicht auf einer Wellenlinie funke. Andererseits sag ich mir, wer Spaß am rumgeficke hat, soll es doch machen. Er tut mir ja nix und mich zwingt keiner Dinge zu tun, zu denen ich keinen Bock habe.

      Man kann Romeo genauso nutzen wie man es mag. Es gibt Sachen die mich Nerven, aber da diskutiere ich oft genug mit den Machern privat aus und das hat alles wenig mit dem zu tun was Polylux da als Thesen aufstellt. Grade die Sache mit der Vereinsamung sehe ich ganz anders, denn ich glaube grad Leute die nicht auf Parties rumhängen und keine Discohopser sind und sich somit schwer tun an den normalen Balzorten Leute kennenzulernen haben durch Chats eine Chance die sie vorher nicht hatten… Gibt genug Leute die ich zum Freundes und Bekanntenkreis zähle die ich erst in langen Chats kennengelernt habe, ehe man sich dann auch mal persönlich traf. Und meist ist die Chance dann auch real auf einer Linie zu liegen dabei höher als wenn ich mir in der Disse irgendwen mitnehme…

      Ich hab im Cinestar rumgerempelt? Wobei denn des?

    13. Mr. Vincent Vega Sagt:

      Ich hab im Cinestar rumgerempelt? Wobei denn des?

      Nein, rumgerempelt hast du nicht wirklich, in deren Toilette ist es ja ohnehin etwas eng. Bei “Smokin’ Aces” war das, aber ehe mir eingefallen war, wem ich das Gesicht zuordnen soll, war’s auch schon zu spät.

    14. Batz Sagt:

      Smokin Aces war aber auch ein Scheißfilm :)

      Das nächste mal rufste einfach YO BATZ!

    15. Finja Sagt:

      jenseits des inhalts von gayromeo (den ich aus orientierungsgründen nicht kenne…) finde ich den text übrigens extrem gut geschrieben.

    16. polylog.tv Sagt:

      Es ist schon erstaunlich, wie der GayRomeo-Beitrag hier diskutiert wird. Eine Stellungnahme unsererseits erscheint notwendig.

      1. Das Thema des Monolux-Beitrags wurde für Polylux aufgegriffen, da es auf den Monolux-Beitrag ein wahnsinnig gutes Feedback gab. Monolux lief bekanntlich regional im RBB. Polylux wird wiederum in der ARD also deutschlandweit gesendet. Folglich machte es Sinn dieses Thema den Zuschauern in Rest der Republik nicht vorzuenthalten.

      2. Dass Online-Themen bei Polylux nur negativ oder gar ängstlich betrachtet werden, stimmt so nicht. Wer beispielsweise die bei Polylog.tv abrufbaren Beiträge sieht, wird schnell merken, dass die Berichterstattung den Themen angemessen ist und wir uns stets um Ausgewogenheit bemühen.

      Herzliche Grüße aus Berlin!

    17. Batz Sagt:

      @Polylog

      Schön daß ihr euch der Diskussion stellt, aber die Zweitverwertung des Beitrags war wirklich kein relevanter Kritikpunkt daran. Klar kann man einen Beitrag wiederholen, der vorher nur regional oder übers Web zu sehen war – Der Hinweis meinerseits, war insofern kein Vorwurf sondern nur eine Feststellung.

      Schön wäre es gewesen, wenn ihr konkret auf die in meinem Beitrag kritisierten und in den Kommentaren diskutierten Punkte eingehen würdet.

      Der allgemeine Vorwurf, daß Polylux IMMER nur negativ über Online-Themen berichtet wurde so ja nicht erhoben, auch wenn alle TV-Magazine von Polylux bis Planetopia natürlich lieber warnende und “kritische” Berichte produzieren, weil es für reine Positivberichte oft keinen Aufhänger gibt. Romeo macht süchtig, Warcraft macht süchtig teasert sich einfach besser an, als “Spielspaß im Rollenspiel” und “Der schwule Multifunktions-Chat”.

      Diskussionen sind natürlich immer hochwillkommen,

      Gruß aus Berlin, nach Berlin

      Batz

    18. Stahl Sagt:

      Hallo,

      ich danke Dir sehr für die lustig/ersten Texte.

      Gruß aus dem Norden nach Berlin

      Stahl

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