Vor einem Jahr…
Kauf mich!
Kleine Kreiselgedanken aus aktuellem Anlaß.
Wasch mich, watsch mich ab mach mich nass ned.
“It’s not easy having a good time. Even smiling makes my face ache.”
Stets der gleiche Kampf um Ehre und Gewissen. Crediblity sagt man heute. Klingt nach Brennenden Mülltonnen und Goldkettchen, aber wenn man Goldkettchen hätte, würd man gar nicht erst in die Situation kommen, sich zu verkaufen.
Abgemagert isser, der Blogger. Nur noch ein Stricher in der Landschaft. Tableau der Assoziation. Konsumfotzen allesamt. Muss man aus ein paar mürben Mücken einen Saurofanten machen? Oder wo hängt das Gewissen. Wissen aus zweiter Hand. Abgetragen, weiterverkauft.
Persönlich hat man ja nichts gewusst von allem. Nur von Dritten. Mit und ohne Kodex und Siegel und Brief und Siegmar drauf, einzutreten für ihre Überzeugungen.
Die Wahrheit und nichts als die Ware heit. Software, Hardware. Blogware.
Soll auch Stricher geben die eh gern ficken und sich übers Geld zusätzlich freuen. Weil sie dann die Miete zahlen können. Zweifel haben. Bleiben. Nicht nachgeben, dem lockenden Bett des reichen Onkels, der einen ficken will.
Aber wenigstens hätte man dann ein Bett überm Kopf. Könnt ja auch eine Brücke sein. Oder ein Lied. Lieder können Brücken sein.
Trust No One.
Irgendwie gar nicht möglich sauber zu bleiben, wenn man gut leben will. Oder auch nur besser.
Er wurde mit einem Geldschein niedergeschlagen und man nahm ihm alles. Später wurde dann drauf gespuckt. Auf ihn und den Schein. Den er wahren wollte, weil er Waren wollte. Die kalten Wichsgriffel der Geldhaber in der Hose. Da ist es komisch wenn man eine Erektion bekommt.
Die Metaphorik bleibt schmierig und munter dreht sich rastlose Ratlosigkeit. Was würde Brian Kinney tun? Und wieviel Käuflichkeit kann man sich leisten. Was muß man leisten um sich Freiheit leisten zu können?
Gestern auf dem Heimweg zwei Schüler verprügelt, die Werbeprospekte eines Autohauses verteilten. Fand ich auch nicht credible. So als Zukunft des Landes. Was Kinder ja sind.
Kann mir einer sagen, an welcher Haltestelle ich raus muß?
An der Schnauze Haltestelle?
Alle Leute die man mag sind Arschlöcher. Und ich will eine brennende Blogtonne.
Zum reintreten.
Dieser Beitrag wurde ihnen präsentiert von Rollos Plockwurst.
Nur echt mit den harten Brocken.
Von Batz am 4, 3, 2007 um 2:46 in LiteraBatz, MediaBatzBits, NetMondo, TagesBatz | 4 Kommentare »___________________________________________________________________________
4 Kommentare zu “Kauf mich!”
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04. März 2007 at 11:17
Ich lese gerade mal wieder den großen Thoreau, der schreibt: “Die Wege, auf denen du Geld machst, führen ausnahmslos nach unten.” Und: “Um als Schriftsteller oder Redner Geld zu verdienen, mußt du populär sein, und das heißt: senkrecht absteigen. Die Dienste, für die die Gesellschaft am liebsten zahlt, sind am unerfreulichsten zu leisten. Du wirst bezahlt, weil du nicht ganz Mensch bist. Auch ein Genie wird vom Staat nicht weiser belohnt. Der poeta laureatus würde auch am liebsten auf die feierlichen Nebenwirkungen seiner Stellung verzichten.”
04. März 2007 at 12:26
Endlich mal kommt Schwung in die Bude.
Danke, Batz, für diesen schönen, zynischen und zwiespältigen Beitrag zur Debatte aus aktuellem Anlass.
Um noch ein nettes Zitat aufzuführen: “Also gibt es mittlerweile mindestens 3 Splitterparteien: Wii-Blogger, PSP3-Blogger, Anti-Kommerz-Blogger.”
Fragt sich nur was der Rest macht. Oder muss man sich jetzt entscheiden, in welche Partei man muss?
Bald zerfleischen sich alle gegenseitig! Und verlieren werden wir auch alle!
04. März 2007 at 17:22
Spannend!
04. März 2007 at 22:49
Äh… was ist eigentlich der aktuelle Anlass?