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    Batz schreibt an Wagner

    Anlaß zu diesem Brief war DIESE Kolumne auf die ich via Bild-Blog aufmerksam wurde. Ich weiß Trolle soll man nicht füttern, aber da rumtrollen sein Job ist, macht das hier glaub ich auch nicht mehr viel aus.

    Lieber Freidenker F. J. Wagner,

    das Leben meint es gut mit Ihnen. Bisher hat ihnen noch keiner ihrer Themengeber so richtig eins aufs Maul gehauen.

    Ins Keyboard kotzen ohne Hirnschellen, dafür noch bezahlt werden, vielleicht in ein paar Jahren die Dämmerjahre in einem Luxusaltenheim, wo ihnen Ein-Euro-Kräfte den Geifer vom Kinn wischen.

    Ab dann werden wir hoffentlich seltener von ihnen lesen. Ich gehe ungern in Altenheime. Zu oft erinnert mich das an „Den Totentanz“ von August Strindberg, den sie stets zu blöd waren richtig zu buchstabieren. Schade, dass Sie nicht schon dort sind und weiterhin das emetieren dürfen, was sie für eine Kolumne halten.

    Wären sie ein diskutabler Gesprächspartner, hätten wir uns ja mal über ihre Ergüsse unterhalten können. Ich finde, dass die BILD-Schreiberlinge maßlos übertreiben oft lausig bis gar nicht recherchieren, wie man in BILD-Blog immer wieder nachlesen kann. Und daß das Blatt jeden Obdachlosen schändet, der gezwungen sein mag sich damit zuzudecken. Eher ungerne würde ich Ihre Meinung dazu hören.

    Ich nehme an, sie bringen sich vor dem Schreiben in Sektlaune, denn völlig nüchtern kann man diesen moralisch fragwürdigen und inhaltlichen Scheissdreck wohl kaum verfassen. Ich nehme an, dass ich Ihnen eine Sektflasche links und rechts um die Ohren hauen würde, sollten wir uns mal begegnen.

    Ich nehme an, dass ich dann der Bösewicht des Abends bin. In ist, einen Autoren tagtäglich Beschimpfungen, Halbwahrheiten und Unflätigkeiten durchgehen zu lassen, für die man auf offener Strasse zurecht eine mechanische Diskussion kassieren würde. Ob es Out ist, einen Schmierfinken wie Sie zu verachten weiß ich nicht. Ich probier es aber einfach mal aus.

    Herzlichst

    Ihr Batz

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    Von Batz am 26, 4, 2007 um 20:11 in MediaBatzBits | 8 Kommentare »

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    8 Kommentare zu “Batz schreibt an Wagner”

    1. Max Sagt:

      Perlen vor die Säue.

      Ich wisch mir dann mal die Tränen weg.

    2. zebaztian Sagt:

      [standing ovations]

      Bleibt nur die Frage, ob dieser debile Crétin, der sich anscheinend für die Stimme des “kleinen Mannes” hält, in Realität aber nur eine widerwärtiges Propagandainstrument reaktionärer Arschlöcher darstellt, diesen Kommentar entdeckt, geschweige denn, auch nur ansatzweise versteht, was gemeint ist…

      O Herr, lass Hirn vom Himmel fallen!

    3. loser Sagt:

      …auf dass es Herrn Wagner am Hinterkopf treffe und ins Demagogen-Nirvana schicke. Zwischen Stalin und Goebbels ist sicher noch ein nettes Plätzchen frei.

    4. corax Sagt:

      5 Buchstaben: DANKE

      MfG corax

    5. Jochen Hoff Sagt:

      Lieber Batz,

      da bist du Springer aber richtig auf den Leim gegangen. Du glaubst wirklich, das es so einen verbohrten Knallkopf wie F. J. Wagner tatsächlich geben könnte und das jemand so einen auch noch bezahlen würde.

      Weit gefehlt. Bereits in den siebziger Jahren wurde mit diversen Gesprächscomputern herumprobiert, die Antworten zu Fragen umformulierten.

      Aus diesen Forschungen wurde eine Version erkoren, die anhand dessen, was die Nachrichtenagenturen an Substantiven liefern, einfache Aussagen zusammenstellt. Die vollautomatische Redaktion der Springerpresse war geboren.

      Da die Leute zur damaligen Zeit, dem Computer noch skeptisch gegenüber standen, wurde das jedoch nicht öffentlich gemacht, sondern einfach Laienschauspieler engagiert, die Journalisten mimen. Das wurde beibehalten, weil es einem im Prinzip sehr dummen Programm ein menschliches Antlitz verleiht.

      Leider ließ sich das Progamm nicht vom Commodore C64 auf andere Rechner übertragen, da schon ein 8086 sofort den Dienst verweigerte, als das Programm den Diskettenschacht berührte.

      Deshalb konnte es auch nie verbessert werden sonder gibt immer noch die alten Haßtiraden der 70 er Jahre auf niedrigstem Niveau wieder.

      Für den, der es weiß, ist also Bild und die Springerpresse täglich ein Kurzurlaub in die Vergangenheit.

    6. Chilli Sagt:

      Hehe, sehr gut *ThumbsUp*

    7. Schnitzel Sagt:

      “Mechanische Diskussion” ist das beste, was ich heute bisher gelesen habe. Besser wird es mit Sicherheit auch nicht, also mach ich die Kiste jetzt aus. Danke für den rechnerfreien Nachmittag. :)

    8. Christian in Wien Sagt:

      Sehr gut, nur zu schade das er es nie lesen wird, und wenn doch er es nie verstehen wird.

      Das traurige ist doch das solche Leute noch geachtet und beneidet werden von manchen Lesern für den Scheiß den sie verzapfen. Ich hoffe ehrlich das Herr Wagner mal jenen Personen begegnet die er in seiner Kolumne verachtet und entehrt, und das diese ihm dann mehr Anstand zeigen als er ihnen.

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