Vor einem Jahr…
Besuch bei Onkel Max

Ein bis zweimal im Jahr liest Max Goldt im Berliner Ensemble. Und auch wenn er als Zugabe kein Rad schlägt, wie sein Freund und Kollege Wiglaf Droste, so sind seine Lesungen jedesmal wieder ein Erlebnis, alleine Goldts sehr eigener Diktion wegen, die immer etwas Märchenonkelhaftes hat, was die Texte immer wieder konterkarieren.
Gestern las Goldt dann aus seinem neuen Buch “QQ” und einige noch unveröffentlichte Texte, sowie ein paar Klassiker. Er ließ uns teilhaben an seinen oft assoziativen Gedanken zum Thema Prekariat, Rauchverbot, Kritikerfloskeln und Journalistenworthülsen, die wie immer in ebenso treffender, wie unterhaltsame Sprachkunst gekleidet waren.
Schönster Satz des Abends:
“Kinder leiden nicht mehr unter dem Krieg als Erwachsene. Nur das Mitleid mit dem Kind ist größer weil es beim Leiden niedlicher aussieht”
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Ein Kommentar zu “Besuch bei Onkel Max”
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20. Mai 2007 at 19:40
Wunderbar. Die Lesungen von Onkel Max sind immer einen Besuch wert. Zuletzt sah ich ihn im ausverkauften Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.
Glaube gar nicht, dass er überhaupt ein Radschlag hinbekäme. Aber wer so schön schreibt und liest, der muss das auch nicht.