Vor einem Jahr…
Hallo McFly, jemand zu Hause?
Zu den Dingen die ich nie kapieren werde ist warum Leute lieber 5x in einer Stunde bei einem anrufen, anstatt einmal auf den AB zu sprechen, was sie eigentlich wollen. Entweder es ist nicht wichtig genug, das sie einen Rückruf wollen oder sie haben einfach zuviel Zeit.
Ich gehe meist nicht ans Telefon wenn ich nicht weiß wer anruft, und nach 21 Uhr garantiert nur dann, wenn ich sehe wer es ist. Ich finde es unhöflich seine Rufnummer nicht zu übermitteln. Genauso wie ich die Haustüre meist nicht öffne, wenn ich niemanden erwarte, in Zeiten von omnipräsenten Handys ist es selbst bei Spontanbesuchen gut möglich wenigstens zhen Minuten vorher durchzurufen udn zu fragen, ob derjenige überhaupt besucht werden will.
Statt dessen sagen einem die Leute dann: Dich erreicht man aber auch nie.
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Von Batz am 10, 11, 2007 um 19:22 in TagesBatz | 9 Kommentare »___________________________________________________________________________
9 Kommentare zu “Hallo McFly, jemand zu Hause?”
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10. November 2007 at 19:33
Naja, manche Sachen will man nicht auf dem AB erwähnen, die will man lieber persönlich sagen. Wobei es bei mir auch so ist, dass ich, wenn ich auf den AB sprechen will, zwei Anrufe brauche:
Beim ersten Anruf hört man dann den AB, und bevor ich dann spontan auf den AB spreche lege ich lieber auf, überlege mir was ich zu sagen habe und spreche dann beim zweiten Anruf drauf.
Bzgl. nicht-Übermitteln-von-Telefonnummern: Wenn ich Anrufe ohne übermittelte Telefonnummern bekomme weiß ich eigentlich wer es ist – entweder eine Freundin oder meine Schwester. Alle anderen übermitteln ihre Nummern. Okay, ich hatte dann auch schon mal irgendein Unternehmen mit ‘nem nicht zutreffenden Vornamen angesprochen, aber als die sich wunderten sagte ich, dass sie selber schuld sind, wenn sie keine Nummer übermitteln.
10. November 2007 at 20:04
Während ich diesen Beitrag lese, quäkt es gerade aus dem TV: ” Und für spontanen Besuch probieren Sie einfach unsere Frischsoßen-Ideen von “du darfst”……”
spooky…
10. November 2007 at 20:08
Eiei. Die Tendenz zum Ausschließen der Welt, der spontanen Interaktion, des unerwartet kommunikativ/sozialen habe ich an mir auch entdeckt. Das macht mir ein bisschen Angst. Ich finde es auch unhöflich, die Telefonnummer nicht zu übermitteln. Aber ich bin neuerdings ganz gespannt, wer denn da anruft, wenn keine Nummer auf dem Display steht… Ich habe mal überlegt, wie das früher so war, als man noch einfach so bei den Freunden, Verwandten und Bekannten vorbei ging. Ich war gerade in der Gegend; hast du kurz Zeit?; ich habe Kuchen mit…
10. November 2007 at 21:55
@Horatio
Ich glaube da spielt ne Menge Verklärung mit. Auf jedes Mal wo man denjenigen auch sehen wollte, der unangemeltdet vor der Tür stand, kommen sicher 3-4 Male wo man froh gewesen wäre einfach seine Ruhe zu haben, anstatt die unaufgeräumte Bude plötzlich mit irgendjemandem teilen zu müssen. Wie gesagt, auch früher war ja meist ein Telefon in der Nähe mit dem man sich kurz ankündigen konnte um dem anderen wenigstens die Zeit zu geben, zu entscheiden ob er Lust auf ein Treffen hat und ggf noch duschen und aufräumen kann.
Und Telefonanrufe von Leuten die ihre Nummer unterdrücken sind zu 70% eher unerfreulicher Natur. Entweder hat sich wer verwählt, will einen Vormieter sprechen, eine dämliche Umfrage machen oder irgendjemand meint einem eine Belanglosigkeit unbedingt telefonisch mitteilen zu müssen, wo es eine mail oder sms auch getan hätte.
10. November 2007 at 23:48
was machen bei dir eigentlich menschen, die kein handy haben ? oder deren festnetztelefon keine nummer sendet ?
11. November 2007 at 1:03
… oder die keine Beine haben?
(sorry
….)
11. November 2007 at 10:03
jedes telefon sendet heute eine nummer, wenn man es denn will und es soll sogar noch öffentliche telefone geben oder internetcafés…wo ein wille ist, ist auch ein weg…
gerade an tagen wie heute
11. November 2007 at 10:13
Ist ja immer abhängig, wer denn da vorbei kommt oder anruft. Das Problemlösen in der Situation ist doch aber spannend. Wie verpackt man es, dass man jetzt gar keine Zeit, keine Lust, eine verwüstete Bude oder ein ONS im Bett hat? Mit den Zeugen J.s habe ich z. B. immer eine Art Spiel gespielt, bis sie keine Lust mehr hatten (Was ich sehr schade fand.). Vertreter kommen i. A. nicht vorbei – und wenn doch, stellen sie meist keine große Herausforderung dar. Bisher gab es noch nichts sinnvolles zu kaufen. Mit Freunden, die vielleicht angemeldet vorbeikommen, muss man dann eben entscheiden, ob man sich freut, ob man gleich runter kommt, um in ein Café zu gehen, ob man Ausreden sucht etc. Spontane Kommunikation, Problemlösen und irgendwie total in der Gesellschaft sein. Wie Paco sagen würde: dafür gibt es doch Gesellschaft.
Im Abblocken dieser Unwägbarkeiten, in der Kreation einer Kunstfigur (ich plane immer; räume meine Bude immer auf, wenn jemand kommt; brezel mich auf, wenn ich rausgehe) sehe ich das Problem.
Aber natürlich ist das mindestens auch eine Frage der Häufigkeit (den letzten Werbeanruf von unbekannt hatte ich, glaube ich, vor einem Jahr; mit dem ungeliebten Bekannten, der immer seine Nummer unterdrückte, habe ich ein klärendes Gespräch geführt; der letzte Vertreter traute sich vor einem halben Jahr zu klingeln) und der persönlichen Einstellung.
PS: Bei uns hatte damals von acht Mietparteien nur eine ein Telefon (ziemlich durchschnittlich, glaube ich), und wenn man z. B. niemanden angetroffen hat, hat man eben einen Zettel hinterlassen oder den Beutel (!) mit dem Kuchen an die Klinke gehängt etc…
10. April 2008 at 23:50
Ich spreche grundsätzlich nicht auf ABs, weil ich meine Stimme auf Tonträger hasse. Und ich mir die Illusion nicht zerstören lassen möchte, dass ich mich real nicht so schrecklich anhöre.