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    Letztes Lichtspiel: Alien vs. Predator: Requiem

    “It’s the government, they would never lie to us!”

    Originaltitel: Aliens vs. Predator: Requiem
    Herstellungsland: USA 2007
    Regie: Colin Strause, Greg Strause
    Darsteller: Steven Pasquale, Reiko Aylesworth, John Ortiz, Johnny Lewis, Ariel Gade

    avp2

    Irgendwo in einem Predatorschiff, das sich nahe der Erde befindet: Ein Alien hat es geschafft und einen der liebenswerten Ausserirdischen mit Kieferfehlstellung zu befruchten. Kurz darauf schlüpft auf die übliche Art des Predalien und beginnt die Manschaft zu zerlegen, woraufhin das Raumschiff irgendwo in Colorado abstürzt.
    Schnell entsenden die Predatoren einen Schadensbegrenzer, der sich auf den Weg macht, die Metzeleien der mittlerweile fleissig schlüpfenden Aliens einzudämmen.
    Zwischen den Fronten stehen die Bewohner eines kleinen Kaffs, die sich damit anfreunden müssen, Illegal Aliens in der Stadt zu haben, die nicht aus Mexiko stammen.

    AvP2 liefert wohl das, was sich die Fans vom ersten Teil erhofft haben und streckenweise sogar das, was Alien3 hätte werden können, wenn man mit einem der ersten Konzepte weitergearbeitet hätte, statt der faden Gefängnisplanetenstory, die Fincher dann runterkurbeln musste. Versaute sich der erste Teil nicht nur durch sein PG13-Rating viele Chancen, sondern auch dadurch, daß er die Handlung zwar auf der Erde spielen ließ, aber ins ewige Eis verlagerte, wo man von unserer Welt nicht viel mitbekam, wissen die Strause-Bros was man von ihnen erwartet: Wildgewordene Monster, die sich in nachvollziehbaren Settings die Fresse matschig klopfen.

    Im Rahmen dieser eher überschaubaren Parameter, bei denen der Predator die Hauptrolle spielt, eine Art außerirdischer Winston Wolf, das Alien als eher tumbes Kanonenfutter dient und die Menschen nur da sind, damit es überhaupt irgendwelche Dialoge gibt, funktioniert der Film recht gut. Die Kostüme der Monster sind ganz schick anzusehen, es wird mehr gesplattert als in allen anderen Alien-Filmen zusammen und politisch unkorrekt schrecken Gigers-Bananenköpfe auch nicht davor zurück Kinder, Babies und Schwangere plattzumachen. Getreu dem sexuellen Subtext, der die Alien-Reihe immer durchzogen hat, gibt es sogar eine handfeste orale Vergewaltigung durch ein Alien zu sehen, die in der Geburt von Drillingen endet.

    Gut die Logik war wohl nicht immer mit dabei, wenn gedreht wurde und das Vertrauen ins Militär – das Stunden nach dem Absturz eines Raumschiffs noch immer nicht vor Ort ist oder überhaupt mitbekommen hat, was passiert ist und dem schließlich wieder nichts anderes einfällt als alles plattzubomben – nicht grade gestärkt wird verwundert kaum und mag als garstiger Metakommentar auf die US-Regierung zu lesen sein, genau wie der naiv-ungläubige Satz einer Protagonistin, die auf den Verdacht, daß das Militär sie belogen hat nur antwortet, das die Regierung sowas nie machen würde.

    AvP macht – immer im Rahmen seiner Möglichkeiten – sehr viel richtig. Er sieht teurer aus als der erste, hat die netteren Effekte, bleibt der Stimmung beider Serien weitgehend treu und hat mit seinem Lead-Predator einen trotz verbalen Ausfalls einen nett anzusehenden Hauptdarsteller, der lediglich etwas zusehr zum rumposen und dramatisch ins Bild hüpfen neigt.

    Lediglich die Kampfszenen sind, wie heute üblich arg hektisch geraten und hätten statt Wackelcam durchaus mal den einen oder anderen stabilen Schuß vertragen können, damit man etwas genauer sieht wer da wem und warum grade eins aufs Brett gibt, denn im Eifer des Gefechts sind Predator-Wolf und Predalien nicht wirklich gut zu unterscheiden.

    Es bleibt ein unterhaltsamer, nicht wirklich wichtiger, aber solider Genre-Film, der zwar an den Mythos der Original-Serien nicht heranreicht, aber dennoch als Crossover-Film – ähnlich wie Freddy vs. Jason – für seine Laufzeit ganz gut unterhält und die Fans besser bedient, als der müde erste Teil, der von Herrn Anderson gepflegt ins Eis gesetzt wurde.

    Von Batz am 2, 1, 2008 um 17:52 in CineBatz | Kommentieren »

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