Vor einem Jahr…
Rowling Rowling Rowling…
So sehr ich die Potter-Bücher mag und ihnen auch kleine dramaturgische Schwächen nachsehe (zu denen ungefähr 200 Seiten von Band 5 und das cheesige Ende des 7. Bandes gehören), so wenig kapiere ich Frau Rowlings Kampf gegen die Veröffentlichung eines von Fans geschriebenen Potter-Lexikons, das sie ja angeblich daran hindern würde ihr eigenes, defintives Potter-Lexikon zu schreiben.
Einen guten Artikel warum das Ganze unsinnig und auch rechtlich fragwürdig ist, findet sich hier im Slate-Magazin.
Es wird der Frau, die mehr Kohle als die Queen hat, doch wohl nicht nur ums schnöde Geld gehen, oder?
Von Batz am 14, 1, 2008 um 2:36 in LiteraBatz | 3 Kommentare »___________________________________________________________________________
3 Kommentare zu “Rowling Rowling Rowling…”
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14. Januar 2008 at 7:45
Ich glaube das es nicht um Kohle gibt. Es sind einfach zu viele auf den Zug aufgesprungen und die Firma, die ihre Rechte wahrt und verwaltet muss handeln. Denn dummerweise gibt es in einigen Ländern dieser Erde die Ansicht, das der Verzicht auf Wahrnehmung von Rechten, einer stillschweigenden Genehmigung gleichzusetzen ist.
Ab Donnerstag werden in meinem Blog auch Text von mir und einer Co-Autorin veröffentlicht, eigentlich ein Buch. Die Rechtesituation, bei solch einer freiwilligen Herausgabe ist fast komplizierter als ein Raumflug.
Ich habe nach drei Stunden Beratung durch einen Profi aufgegeben den Quark zu verstehen. Ich kann es mir leisten, auch wenn es der Band eins einer Reihe ist. Es wird nie so ein Erfolg wie Potter, im Gegenteil ich muss froh sein wenn es kein totaler Reinfall wird.
Aber ich bin jetzt vorsichtiger in meiner Bewertung von Rechtemanagement geworden.
14. Januar 2008 at 10:57
Nunja, wie immer fände ich es grade bei derart einflussreichen Klägern wie Frau Rowling, Warner oder generell der Contentindustrie, im Zweifel ihre Macht eher dafür einzusetzen die Gesetzeslage zu ändern, als das Spiel mitzumachen. Ich denke allerdings das sie kein ernsthaftes Interesse daran haben, die Copyrightgesetze zeitgemäßer und humaner zu gestalten, im Gegenteil.
Zum Zweiten wird in dem Slash-Artikel sehr schön angeführt, daß es bei einem Lexikon eben um kommentierendes Ergänzungsmaterial geht. Es werden keine eigenen Geschichten mit Rowlings-Figuren erzählt sondern es wird ein Begleittext herausgebracht, der ähnlich zu bewerten ist wie eine lange Kritik, Analyse oder Aufsatz. Es ist in keiner Weise eine Adaption oder Weiterführung ihrer Werke und in sofern gibt es auch keinen Interessenkonflikt. Zu anderen Werken und Klassikern aus Literatur und Kino gibt es ja ebenfalls auch unauthorisierte Begleitbücher…
15. Januar 2008 at 0:18
Ich hab in irgendeinem interview gehört dass Rowling ein Lexikon nur für wohltätige zwecke vermarkten würde und sie Harry Potter auch sonst nicht finanziel auschlachten wird, darum glaub ich nicht dass es ihr (noch) ums geld geht. Ich glaub sie hat in dem interview auch was zu diesem Fan-Lexikon gesagt & ich glaube es war dieses Interview:
pottercast.the-leaky...
pottercast.the-leaky...
aber auch wenn es das nicht ist, das Interview ist wirklich nett & Rowling wirkt sehr sympathisch.