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    Nur mal so ins Unreine gesprochen…

    Ich hasse jeden BVG-Mitarbeiter. Einzeln und persönlich und wünsche ihnen Filzläuse an den faulen Sack!

    Fuck. Jeden Scheißmorgen 10 Euro für die Taxe und jeden Scheißabend 50min Fußmarsch nach Hause.

    DAS NERVT!

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    Von Batz am 10, 3, 2008 um 23:20 in TagesBatz | 10 Kommentare »

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    10 Kommentare zu “Nur mal so ins Unreine gesprochen…”

    1. Andy Sagt:

      Ohne jetzt altklug klingen zu wollen…
      …aber hast Du schon mal über die Anschaffung eines Fahrrades nachgedacht?

      Wobei ich Deinen Ärger durchaus nachvollziehen kann. Ich bin ja auch durch den Streik weitgehend immobilisiert…

    2. Batz Sagt:

      Ich hab ein Fahrrad und das steht winterverpackt im Keller (hinter einer Menge Zeugs von manniac) und da soll es eigentlich auch noch eine Weile bleiben. Ich kann mir auch lustigeres vorstellen als bei der derzeitigen Verkehrslage, wo haufenweise genervte und halb zurechnungsfähige Autofahrer die Straßen verstopfen zur lebende Knautschzone zu werden, nachdem ich jeden Monat 60€ für das Scheiß-BVH-Ticket abdrücken darf.

      Lustigerweise haben die emsigen Streikvorbereitungen die Kontrolleure am WE ja übrigens nicht davon abgehalten in den S-Bahnen verstärkt den Leuten auf den Sack zu gehen…

    3. Horatiorama Sagt:

      Noch ein Vorteil fußläufiger Städte… Jei!

    4. Heiko Sagt:

      Es lebe Berlin. Wenn man weiß das nichts öffentliches fährt muss man seinen Hintern gefälligst früher aus dem Bett hieven. vor allem wenn man schon ein paar Tage vorher Bescheid weiß. Darüber hinaus sei mal angemerkt, dass ein Streik ein legtimes Arbeitskampfmittel ist. Es lebe Berlin! (Der Spruch befindet sich auf der Homepage der BVG [www.bvg.de], die auch Infos zum Streik und deren Einschränkungen bereit hält.)

      Dies ist nun der zweite völlig sinnfreie berliner Blogeintrag zum Arbeitskampf im allgemeinen, den ich diese Woche lesen musste. Bei dem ersten ging es inhaltlich darum, das den Mitarbeitern der BVG allgemein eine Faulheit unterstellt wurde. Weiterhin wurde der Wunsch geäußert, diese Leute zu entlassen, weil sie nirgends sichtbar und somit nicht auf ihrem Arbeitsplatz waren. Blödsinn. Wer streikt, hat trotzdem auf seinem Arbeitsplatz zu erscheinen. Das aber wird euch jeder brauchbare Betriebsrat erzählen können.

      Vielleicht sollt man mal ein Buch namens ‘Arbeitsrecht für Dummies’ raus bringen, mit spezieller Berücksichtigung für berliner Schüler, Reststudierende und Weibsen. Chefs und Hartz IVler können durchaus mal zehn Minuten zu spät kommen, ohne das es eine Sau kratzt. Alle anderern haben sich bereits spätestens einen Abend vorher darauf eingestellt; wenn sie nicht eine Abmahnung kassieren wollen.

      Willkommen in Deutschland.

      Jetzt mal auf blöd gefragt: Färbt mittlerweile die Anwesenheit der Budesregierung auf euch ab? Was ist da los in Berlin, seid ihr nicht in der Lage trotz vorhergesagter und somit bekannter Widrigkeiten euren Arbeitsplatz pünktlich zu erreichen?

      Es lebe Berlin!

      Grüße.

      P.S. “Lustigerweise haben die emsigen Streikvorbereitungen die Kontrolleure am WE ja übrigens nicht davon abgehalten in den S-Bahnen verstärkt den Leuten auf den Sack zu gehen…”

      In der hannoverschen Provinz bekommste ziemlich schnell Kontakt mit der Bundespolizei (aka Grenzschutz). Da wartet die S-Bahn auch mal, bis der Zug von asis geräumt wurde.

    5. Julius Sagt:

      @Heiko
      Als nicht Betroffener muss es für dich natürlich ein Leichtes sein, solch unqualifizierten Müll zu kommentieren…

    6. Sebastian Sagt:

      Das mit dem Ticket versteh ich, das Geld sollte erstattet werden. Aber das Argument, Fahrradfahren ist, öh, unbequem und deswegen kategorisch ausgeschlossen? Naja. Billiglöhne sind auch unbequem, aber langfristig. Manchmal finde ich es sehr erstaunlich, wie sich der Blick auch von smarten Leuten schon wegen Kleinigkeiten auf eigene Interessen verengt.

    7. Batz Sagt:

      @Sebastian

      Das Fahrrad ist derzeit NICHT fahrtauglich, das wollte ich zum Frühjahr wieder fit machen. Und Sorry, für ein paar Streiktage hab ich Verständnis, dafür wie derzeit ausschließlich auf dem Rücken der Kunden die Zwistigkeiten in der BVG ausgetragen werden hab ich kein Verständnis. Man könnte auch ein Zeichen setzen ohne Millionen unbeteiligte Menschen wochenlang finanziell derart zu schädigen. Frag mal die Betreiber der ganzen Bahnhofskioske, Bäckereien u.ä. die sind auch super happy derzeit, daß sie mal eben zwei Wochen Einnahmeausfall haben. Und was die Billiglöhne angeht: Für solche Löhne hab ich auch jahrelang gearbeitet, nur leider in einem Job in dem es keine Sau interessiert hat, selbst wenn sich eine Gewerkschaft zu einem Streik entschlossen hätte. In der Medienbranche sind Ausbeuterlöhne, bei wesentlich weniger geregelten Arbeitszeiten als im ÖPNV auch an der Tagesordnung, nur haben die gesammelten Praktikanten, Volontäre und Jungredakteure die fürn Taschengeld in 50-60h Wochen arbeiten leider gar keine Lobby. Und sorry: Wenn ich jede Woche 80€ ausgeben muß um zur Arbeit zu kommen, zusätzlich zum Monats-Ticket, dann ist das für mich keine Kleinigkeit sondern Geld was am Monatsende fehlt.

    8. Sebastian Sagt:

      Danke, jetzt verstehe ich deinen Standpunkt etwas besser, der ja auch ins Unreine geschrieben war. Mit dem Hinweis auf Billiglöhne in den Medien rennst du bei mir übrigens ziemlich offene Türen ein, und ich wollte dir auch überhaupt nicht unterstellen, dass du den Arsch voll Geld hättest und doch mal an die armen Armen denken sollst. Aber ist das ein Argument: Weil andere auch unterbezahlt sind, soll niemand, der unterbezahlt ist, sich wehren? Und wenn die einen mangels Organisation/Vertretung nicht können, ist es nicht umso wichtiger, dass die, die es können, es auch tun? Du schreibst ja auch öfter mal recht engagierte Polemiken gegen Ausbeutung und andere neoliberale Auswüchse, und ich finde, wenn man so schreibt, muss man auch ein bisschen im Einklang damit handeln. Und es wird bei jedem Arbeitskampf etwas unbequem, weil irgendwas irgendwo nicht ankommt und sich irgendwer ärgert. (Hier meinte ich mit “Kleinigkeit” übrigens nicht die 10 Euro und 50 Minuten täglich, sondern das Fahrradfahren. Ich würde sofort mein Fahrrad flottmachen, gerade weil ich auf diesen Zeit- und Geldverlust keinen Bock hätte.) Darauf wollte ich im wesentlichen hinaus. Wenn, wie du sagst, sie auch ein Zeichen setzen könnten, ohne Unschuldige zu nerven, sollten sie das tun, stimmt. Ich wüsste im Moment bloß nicht, wie, aber ich stecke auch nicht besonders drin in der Materie. Ich hoffe, du meinst keine Lichterketten. ^^

    9. Irreversibel Sagt:

      Weil man also selbst für Billiglöhne geschuftet hat haben andere kein Recht dagegen anzugehen? Seltsame Logik bzw. ist eine solche der feuchte Traum aller Arbeitgeberverbände. Schließlich schuften auch ne Menge Leute für 4,50€ brutto und dann gibt´s ja keinen Grund warum wir das nicht alle tun sollten, oder?
      Nebenbei hat der “wochenlange” Streik ganze 11 Tage gedauert, Zeitkarten wurden anteilig erstattet (war überall in den Medien) und ich habe von niemandem außer Dir gehört, der jeden Tag ein Taxi nehmen musste um innerhalb Berlins zur Arbeit zu kommen (muss auch täglich durch 3 Bezirke). Aber klar, Fahrrad fitmachen und dann auch noch damit fahren geht natürlich gar nicht….

    10. Batz Sagt:

      @Irreversible

      Wenn du Spaß dran hast dir eine Grippe zu holen, weil du bei Sturm und Regen im völlig wahnsinnigen Verkehr zur Arbeit gurkst, ist das dein Bier. Erwarte nicht von anderen, daß sie genauso opferbereit sind oder daß jeder ein Fahrrad hat. Die Art wie die Zeitkarten “erstattet” werden ist ein einziger umständlicher, bürokratischer Hohn, der kundenunfreundlicher kaum sein kann.

      Es gibt Möglichkeiten zu streiken und Aufmerksamkeit zu erzeugen ohne Ewigkeiten die Leute in Geiselhaft zu nehmen, die drauf angewiesen sind zur Arbeit zu kommen. Man hätte Linienweise oder Tageweise streiken können oder nur die Busse oder nur die Bahnen oder irgendeine Lösung finden, die die die Pissigkeiten mit dem Arbeitgeber nicht ausschlieplich auf dem Rücken der Kunden austrägt. Sorry, aber es ist nunmal ein Unterschied ob im Einzelhandel oder bei der Müllabfuhr oder der Post mal gestreikt wird, oder selbst bei der DB oder bei einem Unternehmen auf das Millionen Leute jeden Tag dringend angewiesen sind. Mag ja doof sein, aber es gibt einfach Jobs da sind solche Totalblockaden über lange Zeiten nicht drin. Und was deine Beckmesserei bezüglich der Streiklänge angeht, zum Zeitpunkt als der Blogeintrag geschrieben wurde war von einem unbefristeten Streik die Rede und keinerlei Änderung abzusehen. Und abgesehen davon schließe ich mich dem Nuf an, die zu Recht schrieb, daß sie von einem Streik der sooo dringendlich und so an die Existenz geht auch bißchen mehr Engagement von den Streikenden sehen will. Nur Bahnhöfe dicht machen und sich dann inner Plastiktüte ins Gewerkschaftsgebäude oder den beheizten Aufenthaltsraum der BVG hocken find ich nicht so wahnsinnig überzeugend.

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