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    Pimmelzwang und Seifenblasen

    Kurzgeschlossenes zum Tag gegen Homophobie

    Als jemand der sich mit gewissen Thematiken interessehalber oder gezwungener Maßen intensiver beschäftigt und dementsprechend den Freundes- und Bekanntenkreis auch entsprechend rekrutiert, neigt man ja bisweilen zu einer leicht weltfremden Sicht der Dinge.

    Nur weil man selbst filmverrückt ist und sich gut auskennt, unterschätzt man bisweilen, den cineastischen Horizont anderer. Da ist es bisweilen ganz heilsam, wenn man durch die Kommunikation mit der Außenwelt auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Was Filmspezis wie mir und den moviepilot-Hardcore-Usern gewöhnlich vorkommt, was wir als Mainstream empfinden, wird von anderen schon als abgehoben und Arthausig eingestuft.

    Man soll sich da nichts vormachen: Es gibt regelmässige Kinogänger, für die ist ein Coen-Brüder-Film gewagt und ein Film wie “Hass – La Haine” schon ein Kunstfilm. Da mag man sich snobistisch drüber erheben, aber Fakt ist, daß die fliegende Mülltüte in American Beauty oder die quietschige Fruchtsalatoptik von Ameliê für die meisten Kinogänger wohl die äußere Grenze von Poesie und “anspruchsvoller Film” darstellt.

    Was für mich banale Küchenphilosophie auf dem Niveau eines Glückskeks-Spruchs ist, ist für andere eine Offenbarung, die tatsächlich Denkanstösse gibt. Nicht umsonst werden in diesem Land Musikschaffende der Schlagerbranche und volkstümliche Musikanten von vielen auch wegen ihrer Texte gefeiert, die einen Nerv trifft. Die Dinge auf den Punkt bringt, die ihrem Gefühls- und Lebenskosmos entspricht. Hey-ho wir wir fahren in Puff nach Barcelona und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her. Verdammt ich lieb dich, ich lieb dich nicht.

    Man darf nie den Fehler machen zu glauben, eigentlich wäre alles gar nicht so schlimm. Es mag ja schick sein BILD-Zeitung und andere Boulevardblätter mit ironischer Attitüde zu lesen, aber die erste Regel des Journalismus für die Masse lautet: Ironie versteht das Publikum nicht. Die Mehrzahl der Menschen liest die BILD nicht ironisch, sondern als Informationsquelle. Die Mehrheit findet es wichtig, was Prominente sagen und mit wem sie zusammen sind. Die Mehrheit fühlt sich von “Transformers” und “Hausmeister Krause” gut unterhalten. Ganz unironisch.

    Und ebenso unironisch sollte man sich das Lächeln verkneifen, wenn man heute, am 17.05.08 vom Tag gegen Homophobie liest. Denn auch wenn man schon länger keins mehr aufs Maul bekommen hat, auch wenn im engeren Umfeld alle Leute superliberal und unverkrampft sind, es braucht nur drei Schritte aus der eigenen Seifenblase raus, und man merkt deutlich, wie die Mehrzahl der Leute denkt.

    Und dazu braucht es keine abstrusen Beispiele vom Dorf, aus fernen Ländern, wo gefoltert und eingesperrt wird. Keinen Amnesty-Report. Es reicht völlig sich in der Bahn, in Internetforen oder im weiteren Bekanntenkreis umzuhören.

    Beim bösen Prolltürken oder Skinhead der einem aufs Brett schlagen will, weiß man immerhin was Sache ist und wo man steht. Dem kann man entgehen, wenn man ein wenig vorsichtig ist.

    Dem “Ich hab ja nix gegen Schwule aber…”-Mitbürger, der den Alltag beherrscht, ist dagegen weit weniger leicht zu entkommen.

    -Dem der völlig liberal ist, der aber dennoch jedesmal die Arschbacken zusammenkneift, wenn er zwei Männer sieht die sich küssen oder umarmen.

    -Der immer noch betont, daß er ja auch Freunde hat die schwul sind.

    -Der der immer noch sagt “Dir merkt man das gar nicht an” und es als Kompliment meint.

    -Der sich zwar tapfer “Brokeback Mountain” angesehen hat, weil das alle getan haben (und sich danach fühlte wie nach der Bezwingung der Eiger Nordwand), der aber ansonsten keine “schwulen Filme” guckt. Wobei ein schwuler Film, unabhängig von der Story jeder Film ist in dem Schwule mehr sind, als lustige Nebenfiguren, die dem Hauptdarsteller mit ihrem Stilgefühl und geistreichen Sprüchen zur Seite stehen.

    -Der nie mit auf den CSD oder in eine schwules Cafe kommen würde, weil er ja nicht schwul ist – aber stets vorraussetzt das man bei vorwiegend Heterosexuell dominierten Veranstaltungen dabei sein möchte.

    -Der sagt, daß er nicht beurteilen kann ob ein anderer Mann gut aussieht, weil er ja nicht schwul ist.

    -Der immer noch verschämt lacht oder verlegen in sein Bier starrt, wenn man den Exfreund erwähnt.

    -Der sich nie entblödet zu sagen, daß es ja niemanden etwas angehe, was man im Schlafzimmer mache und dann seine Freundin auf der Straße küsst und händchenhaltend umherspaziert.

    -Der weltmännisch sagt: Also eigentlich ist für euch doch alles toll heute, was soll der CSD denn noch.

    -Der Schwule ja normal findet, aber denkt, daß sie doch etwas unauffälliger sein sollten.

    -Der von dir stumme Zustimmung erwartet, wenn er sagt, daß die schrillen Schwulen ja dem Ansehen der Schwulen schaden.

    -Der keine Probleme mit Schwulen hat, aber dennoch findet, daß seine Kinder besser nicht irgendwo aufwachsen sollen, wo schwule Pärchen rumrennen und Regenbogenflaggen flattern.

    -Der prinzipiell auch gegen Zensur ist, aber findet daß Sexualität im Internet Tabu sein sollte. Weil, das könnten ja auch Kinder sehen.

    -Der dich komisch anguckt wenn du sagst, daß du schon mit 8 oder mit 10 schwul warst und dann meint, daß wäre ja Blödsinn, in dem Alter könne man sowas nicht wissen, da interessiere man sich nicht für Sex.

    -Der nichts dabei findet, wenn in TV-Sendungen 9jr Jungs gefragt werden ob sie denn schon eine kleine Freundin haben oder in Filmen von der ersten Liebe eines 10jr erzählt wird.

    -Der findet, daß Schwule ihr Schwulsein ja oft auch ziemlich “heraushängen” lassen, wenn sie, nicht im Kopf immer eine heterofreundliche Variante umformulieren, ehe sie den Mund aufmachen.

    -Der sich beleidigt fühlt, wenn man Heten sagt.

    -Der rumdruckst und findet das “schwul” ja eigentlich ein Schimpfwort ist und deswegen lieber homosexuell sagt.

    -Der aussieht wie ein Eimer, aber dennoch selbstsicher verkündet: Ich hab nix gegen Schwule, solange sie mich nicht anpacken.

    -Der glaubt, er hätte Ahnung obwohl sich sein Horizont auch im Jahr 2008 nicht weiter als bis zu den Village People und Freddy Mercury erstreckt und der bei jedem muskulösen, schnauzbärtigen Lederkerl sagt: Na darauf stehste doch, oder?

    -Der Germanys Next Topmodell und jede Teeniegöre auf der Straße anhechelt und einen für pädophil hält, wenn man nen 18jr Typen geil findet.

    -Der Stolz behauptet er gucke keine Pornos und dem bei jeder Tussi in enger Hose in Film oder in Zeitschriften die Hose zu eng wird und das Hirn auf stand-by geht.

    -Der dir erzählt er kenne ja auf Arbeit auch einen Schwulen und glaubt er müsse einem den vorstellen, weil man sich ja für den interessieren müsse, da der ja auch “so sei”.

    -Der auf der Schule ‘nen schwulen Freund hatte und erwartet, daß man den kennen müsse.

    -Der Arschfick nicht aussprechen kann ohne dumm zu grinsen und gleichzeitig jede Anspielung auf Analverkehr für das lustigste der Welt hält.

    -Der beiläufig immer mal wieder den Satz “ich bin ja nicht schwul…” einfließen lässt.

    -Der glaubt man müsse seiner Meinung sein, wenn er Schwule die man als solche erkennen kann, nicht mag.

    -Der bei jeder Gelegenheit findet, daß ihm “das Thema” aufgedrängt werde.

    -Der findet, daß Schwule sich ja selbst ausgrenzen, mit ihren Kneipen, Cafes und Clubs.

    -Der denkt, daß man eigentlich doch genug von Schwulen weiß und das das Thema überpräsent ist.

    -Der Dinge sagt wie: Man muß sich ja mittlerweile schon rechtfertigen, wenn man ganz normal ist.

    Der… ganz normal ist.
    Der die Mehrheit darstellt.
    Der einem stetig, aber beständig auf den Sack geht.

    Kann man ja wenigstens an einem Tag wie heute mal erwähnen.

    +++

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    Von Batz am 17, 5, 2008 um 15:32 in QueerBatz | 29 Kommentare »

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    29 Kommentare zu “Pimmelzwang und Seifenblasen”

    1. diaet Sagt:

      …und noch viel schlimmer ist es dann, wenn man feststellt, dass auch das Teil der “Heteronormativität” (wuärgs, fürchterliches Wort) sein kann, weil auch junge Schwule in Internetforen genauso denken bzw. es zumindest genauso wiederplappern:

      “Das wär ja für uns alles gar nicht so schlimm, wenn die blöden Tunten auf dem CSD nicht immer so auffallen würden.” – “Warum soll ich mich denn outen – die ‘anderen’ drücken mir doch Ihre Sexualität auch nicht ständig auf?” – “Kinder brauchen eine Mutter und einen Vater, warum sollten wir welche adoptieren dürfen?”

      Zum Glück eher die Ausnahme – aber mir kommt’s so vor, als würden es wieder mehr. Ich nenne das intern langsam “Eva-Herman-Sozialisation”.

    2. Batz Sagt:

      Dito. Ich kenne leider auch genug von der Sorte, die meinen Akzeptanz dadurch zu erreichen, daß sie sich unsichtbar machen meist unreflektiert und aus Angst vor Ausgrenzung o.g. Dummsprüche nachplappern.

    3. felixdelmar Sagt:

      DANKE!
      Sehr treffend, sehr gut auf den Punkt gebracht und mir absolut aus der Seele gesprochen. Schon traurig, wenn ich mir überlege, wie oft ich diesen Scheiß schon gehört habe und dann verwirrt angeschaut wurde, bei der Aufklärung, dass sowas mit Toleranz nicht viel zu tun hat.

    4. GDmaster Sagt:

      Gut gebrüllt ;)

    5. REMchen Sagt:

      Nicht zu vergessen, dass ein HIV-positiver Schwuler natürlich selber schuld dran ist, er hätte ja ein Kondom benutzen können. Während eine ungewollte Schwangerschaft natürlich nur ein Kavaliersdelikt ist, mit dem Hete sich im Zweifelsfall noch brüstet.

      Oder die Frage nach “Wer ist denn bei Euch eigentlich der Mann, und wer die Frau?”

      Sicherlich fallen jedem von uns noch viele weitere Beispiele ein.

      Sehr schöner Artikel jedenfalls!

      Wobei ich am Tag gegen Homophobie dann der Vollständigkeit halber auch nochmal erwähnen will, dass es *innerhalb* der schwulen “Szene” teilweise noch größere und drastischere Ausgrenzungen, Sexismen und Diskriminierungen gibt als vom Otto Normalphobisten… Und die FrauenLesben-Feindlichkeit vieler Schwuppen würde so mancher Sexisten-Hete sicherlich zu einiger Ehre gereichen.

    6. Batz Sagt:

      Ich hab ja nichts gegen Frauen, wenn sie es nicht so heraushängen lassen :-]

      Natürlich ist die Arschlochquotze unter Schwulen nicht geringer als unter Heteros, aber das war nicht wirklich das Thema. Und was Frauenfeindlichkeit angeht stelle ich fest, daß sich das wenig nimmt, Männer scheinen da egal ob Homo oder Hetero eine sehr ähnliche Sichtweise zu haben.

      Zur Lesbenfeindlichkeit: Zumindest kennen die meisten Schwulen Lesben und haben etwas differenziertere Ansichten, als der gemeine Hetero der bei Lesben immer noch an geile Sexphantasien denkt oder an die klassischen HolzfällerwstehtdasKlavier-Lesben.

      Das was du Feindlichkeit nennst, wendet sich meiner Erfahrung nach aber meist eher gegen die Frauen, die aus der Alice Schwarzer-Feminismus-PorNO-Schule entstammen und bisweilen wirklich etwas anstrengend sind.

    7. Arno Nym Sagt:

      - Den CSD verabscheuen weil er “schwul” ist, aber jedes Jahr in Köln/Düsseldorf/Mainz Karneval feiern.

      könnte man noch ergänzen ^^

    8. Mr. Vincent Vega Sagt:

      -Der Germanys Next Topmodell und jede Teeniegöre auf der Straße anhechelt und einen für pädophil hält, wenn man nen 18jr Typen geil findet.

      —> sehr gut

    9. Matt Sagt:

      Sehr schöner, zum Nachdenken anregender Beitrag! Er zeigt aber auch, wie viele potenzielle Fettnäpfchen für Heten (bin selber eine…) im Umgang mit Schwulen an jeder Ecke lauern. Wir haben’s halt auch nicht leicht… ;-)

    10. TanteHorst Sagt:

      @Matt
      “der sein Hetendasein immer wieder bestätigen muss”…
      hehe :D

    11. Magic M. Sagt:

      Ich glaube, besser hätte man es nicht beschreiben können, top!

    12. WttNS Sagt:

      Grundsätzlich gut geschrieben, sind ein paar gute Punkte dabei, aber einiges ist auch n bisschen übertrieben – resp., die betreffenden Hetero-Typen tun ja niemandem weh, und Gewisses ist aus deren Perspektive ja durchaus zu verstehen. Menschen sind halt nie perfekt, und als Hetero, der schlicht keine Ahnung vom schwulen Leben (sofern es das als Absolutes überhaupt gibt) hat, kann ich verstehen, dass man bestimmte Sachen sagt oder tut, die für (die meisten) Schwulen total absurd sind. Etwa so:

      “-Der dir erzählt er kenne ja auf Arbeit auch einen Schwulen und glaubt er müsse einem den vorstellen, weil man sich ja für den interessieren müsse, da der ja auch “so sei”.”

      Und das folgende ist sicher zu plakativ und zu extrem, aber mMn durchaus nicht ganz falsch:

      “-Der findet, daß Schwule sich ja selbst ausgrenzen, mit ihren Kneipen, Cafes und Clubs.”

      Der Anfang des Artikels gefällt mir ja da durchaus schon mehr.

    13. pantoffelpunk Sagt:

      Er zeigt aber auch, wie viele potenzielle Fettnäpfchen für Heten (bin selber eine…) im Umgang mit Schwulen an jeder Ecke lauern. Wir haben’s halt auch nicht leicht…

      Wenn Dein Geist rein ist, gibt es keine Fettnäpfchen.

      (Kann mich mal einer für den Pathos die Poesie loben, bitte, danke.)

      Ich freue mich übrigens immer über

      - der ist schwul, aber trotzdem total nett.

    14. lisa Sagt:

      ” der is schwul aber trotzdem nett” find des klingt nicht wirklich sympathisch(;
      eher wie wenn einer sagt “der ist zwar fett und hässlich aber trotzdem kann man mit dem voll gut reden…… ich mein warum in aller welt auch nicht, kann man nicht einfach sagen der ist nett oder nein der geht mir auf die nerven, scheiß drauf ob hetero oder homo…
      mein bester freund ist schwul und ich werd ziemlich zickig wenn jemand mit so einem spruch kommt…..
      so puh….. luft gemacht(;

    15. Großartig Sagt:

      Großartig !! Ich denke, dem ist nichts hinzuzufügen.

    16. sebrules Sagt:

      du hast schon recht, dass die mehrheit sehr intollerant und unsensibel ist. aber andererseits solltest du immer bedenken, dass manche sich mühe geben, keinen zu diskriminieren, obwohl sie nicht müssen. wer sich mühe gibt aber mental nicht in der lage ist tolleranter zu sein, über den sollte man nicht schimpfen finde ich.

    17. Batz Sagt:

      Wie heißt es in der Werbung: Mühe alleine reicht oft nicht. Und auf Toleranz kann ich auch gut verzichten, denn Toleranz ist etwas das gnädig gewährt wird (Siehe auch meinen Text: nochetwassalz.de/bat... )

      Und mental nicht in der Lage, was soll daß heißen? das eine eine geistige Behinderung gibt, die einen daran hindert zu denken? Das klingt ja fast nach einer unverschuldeten Krankheit, die man eben einfach hat. ich glaub es reicht einfach sich die Frage zu stellen, wie es wäre, wenn Schwuppen solche Sprüche wie oben aufgeführt Heteros gegenüber machen würden – vielleicht erleichtert das zu sehen wie blöde und absurd solche Aussagen sind.

      - Ich hab ja nichts gegen Heten, wenn sie es nicht so zeigen.
      - Ein Verlobungsring? Eine Freundin? Wow der muß seine Heterosexualität aber auch echt raushängen lassen.
      -Ich hab ja nichts gegen Heteros, aber mal ehrlich: Müssen die aug ihrem komischen Karneval das überall zeigen, das sie hetero sind? Das schadet ja auch dem Image der Heten, die ganz normal versteckt leben und bei denen man es gar nicht merkt.
      -Und ich hab auch keine Probleme mit Heteros, es geht mich ja auch nichts an, was die im Schlafzimmer machen. Solange sie nicht auf der Strasse Händchenhalten und knutschen.
      -Und ich find schon, das Heterosexualität einem ziemlich aufgedrängt wird, man wird ja in jeder Zeitung, in jedem Film, in jedem Buch, in jedem Lied in jeder Talkshow damit bombardiert. Dabei geht das doch keinen was an, ob einer auf Frauen steht…
      -Von mir aus können die auch alle Hetero sein, solange mich die Frauen nicht anmachen…

      Ein Hetero hat bei Schwulen nichts zu tolerieren, er hat lediglich zu akzeptieren das es sie gibt.

    18. Malehrlich Sagt:

      aber mal ehrlich … “unsere” schwuppen-truppe ist selbst so intolerant, dass die angeprangerten sprüche in die kategorie SEHR tolerant gehören …

    19. christophh daaum Sagt:

      ALSO ICH hab ja nix gegen schwule, wenn sie nur nicht immer so raushängen (haha) lassen würden das sie schwul sind. viele meiner freunde wären schwul …wenn ich denn freunde hätte. sich auf der straße küssende männer gehören ins schlafzimmer aber des csd ist ganz ok. und 18j teeniegören sind nunmal sexyer als horst köhler. übrigens hatte ich auf der schule mal nen schwulen freund …der sven. kennste den?
      wenn mir das schwulsein nicht in jeder talhshow, in jeder zeitung, in jedem lied, auf jedem bahnhofsklo nicht sooo aufgedrängt werden würde, hätte ich also garnix gegen schwule. ich bin da tolerant, kanns aber nicht azeptieren.

    20. christophh daaum Sagt:

      diaet: ““Das wär ja für uns alles gar nicht so schlimm, wenn die blöden Tunten auf dem CSD nicht immer so auffallen würden.” – “Warum soll ich mich denn outen – die ‘anderen’ drücken mir doch Ihre Sexualität auch nicht ständig auf?” – “Kinder brauchen eine Mutter und einen Vater, warum sollten wir welche adoptieren dürfen?”” klasse ganz meine meinung. wenn mehr schwule so wie du denken würden wäre die welt reicher.

    21. Erik Sagt:

      tja, was mich zur Zeit extrem nervt, sind die bildungsneutralen Gehirnakrobaten, die alles was ihnen nicht gefällt mit “das sieht ja schwul aus” kommentieren.
      In einem Forum, in dem ich mich zur Zeit noch rumtreibe, ist das echt nervend… und wenn man dann mal etwas sagt, kommt noch zurück, dass man sich nicht so aufregen soll, gefolgt von “ich habe einige Schwule im Bekanntenkreis und die finden es witzig…”, um ihre eigene Toleranz zu dokumentieren…

    22. Neue Verrückte die nie alle werden, und noch mehr kluge Menschen die sich dagegen zur Wehr setzen. « Eine Tochter des 8. März Sagt:

      [...] Zum Ersten: Ein sehr interessanter Beitrag zum Tag gegen Homophobie. Pimmelzwang und Seifenblasen [...]

    23. Marvin Sagt:

      Super Artikel.
      Hat dich eigentlich noch keine Zeitung angeschrieben? Du hast einen guten Schreibstil.

    24. freefeeling7 Sagt:

      sehr treffend formuliert der beitrag
      aber es ist sicher auch schwer für leute aus der “normalen” welt, in denen vorgefertigte bilder durch die medien propagiert werden, zu verstehen, dass “homos”, um lesben nicht auszuschließen, eigentlich überhaupt nicht anders sind als sie, bis auf die wahl ihrer partner, ansonsten gibt es doch genauso in der heterowelt ausgeflippte typen und man “erkennt” schwule und lesben eben selten von außen, wie viele es erwarten würden
      und überhaupt ist es völliger schwachsinn diese “welten” zu trennen, schließlich leben wir alle nebeneinander, was natürlcih nicht heißen soll, es darf keien lesben- und schwulenkneipen, -clubs etc. geben
      das können heteros ja auch rein, wenn sie wollen -oder?

      lg

      naja

    25. Baldur Sagt:

      Was erwartet ihr? Das euch alle Welt toll findet? Unfassbar, ihr habt keine blassen Dunst von Toleranz! Toleranz heißt etwas dulden auch wenn es nicht seinem Empfindunge entspricht. Ihr seid echt ein widerliches, arrogantes Pack. Was ihr wollt ist Aktzeptanz, ihr wollt denen, die nicht so denken wie ihr eure Lebensweise aufzwingen, so dass man sich gar nicht mehr traut seine Meinung gegen euch laut zu sagen und sie euch zwangsweise zustimmen müssen. Aber so gehts nicht. Kein Wunder das ihr bei vielen verhasst seid – dies kann man auch keinem verübeln.

    26. Batz Sagt:

      @Baldur

      Warum sollte ich das Bedürfnis haben, mich von Flachpfeifen wie dir großzügig “tolerieren” zu lassen, solange es dir und deinesgleichen in den Kram passt?

      Ich spreche anderen Menschen nicht das Recht zu mich zu “dulden” – denn damit liefert man sich der Gnade dieser Menschen aus. Sie haben zu akzeptieren, dass es Schwule gibt, ob es ihnen in den Kram passt oder nicht.

      Ich muss dumme Menschen auch akzeptieren und kann sie nicht nur “dulden”. Denn was kommt wenn die Duldung ausläuft? Die nächste Säuberungsaktion?

    27. ela Sagt:

      @Baldur

      schade, dass Dummheit und Ignoranz niemals aussterben werden! Die Welt wäre um ein vielfaches einfacher und schöner.

      Übrigens…..Toleranz erscheint mir in diesem Zusammenhang nicht die richtige Wortwahl. Wer möchte sich schon dulden lassen…….!?

      Mit Akzeptanz könnten alle wohl viel besser leben. Es wir aber leider immer Menschen wie Dich geben, die sich nicht in Gegegebenheiten (fügen).

      In diesem Sinne…….

    28. Bluffi Sagt:

      Ernst-Heinrich hat vorher aber schon gefragt…

    29. hn Sagt:

      Einen hätte ich noch:
      - Der meint, in politischer Satire sei plötzlich “Schwesterwelle” akzeptabel.

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