Vor einem Jahr…
Trennung: Tschüss Ubuntu…
…Sorry aber es muss sein. Ich hab es versucht. Ein Jahr lang hab ich es versucht. Hab ich mich sogar mit dir angefreundet. Mich dran gewöhnt, dass ich jeden Handgriff mit Adminpasswort bestätigen muss. Ich fand vieles sogar ganz schick. Der Look, die Effekte. Das riesige Angebot an Programmen die alle ganz legal und umsonst zu Verfügung standen und einfach installiert werden konnte.
Wirklich Ubuntu, du hast es redlich versucht auch jemanden zu begeistern der kein Linux-Nerd ist sondern nur ein erfahrener Computernutzer. An vielen Stellen war die Kommandozeile sogar schon ganz verschwunden.
Und irgendwie hatte ich mich arrangiert. Mit deinem scheusslichen Gimp, das nur von wirklichen Masochisten als taugliches Grafikprogramm bezeichnet werden kann. Mit deinen Schwierigkeiten Flash anzuzeigen und deiner Angewohnheit ab und zu nur graue Kästchen statt Flashinhalten zu zeigen. Damit das ich vieles nur über Umwege und nach der Suche in Foren zum Laufen gebracht habe und meine eingebaute Webcam auch nach viel gutem Zureden nur bei jedem dritten Anlauf erkannt wurde und das Bild beharrlich auf dem Kopf zeigte. Ich hatte mich damit arangiert und mich kurzfristig an schaukelnden Fenstern und 3D-Desktops erfreut – bis ich merkte dass Videos dann nicht mehr richtig abgespielt wurden.
Ich hatte mich auch fast drangewöhnt, dass die Soundkarte nicht in allen Programmen angesprochen wurde und es eines Workarounds bedurfte um die Lautsprecher stummzuschalten, wenn man einen Kopfhörer einsteckte. Das ich viele Dateien nicht verändern durfte ohne sie umständlich im Admin-Modus zu öffnen: Geschenkt.
Das ich dir jetzt Tschüss sage, nicht ganz ohne Bedauern, liegt vor allem an deiner Widerborstigkeit bei der Videowiedergabe, deiner Sperrigkeit DVDs wirklich ohne Murren abzuspielen und vor allem daran, dass du mit WLAN ziemlich auf Kriegsfuss stehst. Ich hab alles versucht, monatelang, Treiber ausgetauscht, Windows-Treiber eingebunden, Forenthreads abonniert die versprachen bald auch eine eigene Treiberversion für genau meine (weit verbreitete) WLAN-Karte gebastelt zu haben. Ich hab brav gewartet und sie installiert. Ich hab mich drauf eingelassen, das ich sie nach jedem Neustart wieder neu anschalten durfte und über ein Kommandozeileninferno aktivieren musste. Ich hatte zähneknirschend akzeptiert, dass du ewig brauchst um eine Verbindung herzustellen und sie dann im 5min Takt wieder verlierst.
Doch jetzt hast du dich entschlossen den WLAN-Treiber gar nicht mehr erkennen und ich bin es einfach müde, dir den Onlinezugang abzuringen. Ich mag dich, aber ich glaube wir beide sind nicht füreinander bestimmt.
War ein nettes Jahr und vielleicht sehen wir uns ja mal wieder.
Aber derzeit brauche ich ein Laptop das macht was es soll.
Von Batz am 23, 3, 2009 um 23:01 in TagesBatz | 10 Kommentare »___________________________________________________________________________
10 Kommentare zu “Trennung: Tschüss Ubuntu…”
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23. März 2009 at 23:15
ein wunder, dass dein laptop noch nicht aus dem fenster geflogen ist; da muss sehr viel wohlwollen bei gewesen sein, sah ich dich schon bildhaft fluchen
24. März 2009 at 0:54
ich weiss, jetzt können natürlich tausend leute mit tausend gegenbeispielen kommen – und einzelfälle sagen eben nix, aber weil du ja so <a href=
24. März 2009 at 0:54
hümpf. im vorschautext ging das
keine ahnung was passiert ist
24. März 2009 at 19:08
Hehe, einiges kommt mir bekannt vor (das Experiment an sich) und anderes wiederum kann ich so nicht nachvollziehen…
mardou.dyndns.org:80...
Aber ich versteh’ Dich voll & ganz
25. März 2009 at 9:37
Und nun ? Back to windoze? Oder haste ‘ne andere Alternative entdeckt?
26. März 2009 at 12:41
Nu hättste aber auch noch einen Monat warten können und dem neuen Ubuntu 9.04 eine Chance geben können. Ich hab das seid der 5. Alphaversion auf meinen Laptop. Das läuft und läuft und … Für mein WLan von Broadcom lag gleich der passende Treiber bei. Also kein rumgefrickel mehr. Bin auch erst vor 4 Monaten von Vista zu Ubuntu gekommen. Geholfen hat vor allem ubuntuusers.de . Zum Thema DVD wiki.ubuntuusers.de/... . Will dich nicht aufhalten, wollte nur mitteilen.
28. März 2009 at 18:12
Ging mir mit Debian ähnlich … musste extra ne WLAN-Karte kaufen für die es überhaupt nen Treiber gab, denn diverse USB-Sticks hat es sich standhaft geweigert zu erkennen. Dann Kernel kompilieren, etc. Gut, dann lief es, aber es war ein einziges Gefrickel und einem reinen Anwender nicht wirklich zumutbar.
29. März 2009 at 5:21
Wenn man irgendwann wieder vor der Wahl steht sich ein neues Notebook zu kaufen kann man ja bei einem Anbieter vorbeischauen, der schon Ubuntu vorinstalliert hat (ich sag jetzt nicht, welchen Anbieter ich genommen habe: von wegen Schleichwerbung). Dann hat man auch keine Treiberprobleme mehr, weil alle Komponenten einfach funktionieren. Wenn man schon ein Notebook hat und es passt zur Zeit nicht, dann passt es halt nicht. Kann man nicht viel machen. Auf Windows zurück und abwarten und Tee trinken. Kommt ja alle halbe Jahre ein neues Ubuntu mit neuen Treibern und LiveCD raus
31. März 2009 at 10:22
Back to windows then??
04. April 2009 at 13:03
die geschichte hattest du mir ja im groben auch auf der rp09 erzählt, hab’s hier nochmal nachgelesen.
das für und wider bei den treibern kann man endlos weiterführen. aber kurz: ubuntu bzw. linux im allgemeinen ist nicht jedermanns sache und vielleicht auch heute noch immer etwas für frickelfertige leutz, die sich von derlei ungereimtheiten im system partout nicht abschrecken lassen.
auf meinem netbook läuft nun auch fast alles rund, bis auf die dämliche webcam. das wlan übrigens funzte am freitag in der kalkscheune dann schon mal wesentlich besser als die zwei tage zuvor, sogar auf meiner kiste.
was GIMP betrifft: kann mir eigentlich irgendwer sagen, ob und -wenn ja- welche alternative es gerade für linux gibt? photoshop ist nun einmal eine kommerzielle software, die gern teuer bezahlt werden will. für privatpersonen also keine lösung.